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Konzerte

BAND OF SKULLS – Nachtleben Frankfurt

29.09.2010 / … Diamonds and Pearls

skulls_2010

Das Nachtleben rief mal wieder zum Konzert – Thilo und ich folgten dem Ruf – und wir wurden dafür von drei netten Musikern (1 Mädel und 2 Jungs) aus Southampton, mit wundervollem Rock’n’Roll, belohnt. Band of Skulls gab sich die Ehre.

Der nasskalte Mittwochabend lockte leider nur ein paar Alternativ Rock begeisterte Menschen in die Frankfurter Innenstadt. Schade für die Band, schön für uns, so konnten wir die Show hautnah am Bühnenrand erleben. Wobei, das Nachtleben ist eh immer sehr familiär und ein Garant für angenehmes musikinteressiertes Publikum.

Die Vorgruppe um Imaad Wasif war wohl ne Zeitungsente, egal, vermisst wurde er nicht. So konnte man sich voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren. Um 21:30 Uhr ging’s dann endlich los. Mit der ersten Nummer wurden wir von den Skulls in ihre Musikwelt abgeholt, um danach von „Light Of The Morning“ und „Death By Diamonds And Pearls“ förmlich weggeblasen zu werden. Großartig. Unglaublich welchen Druck und Intensität nur drei Instrumente und zwei Gesangsstimmen erzeugen können. Ein absolutes Highlight war die ruhige Nummer „Honest“. Die wunderschöne Stimme von Bassistin Emma Richardson erzeugte dabei Gänsehaut-Feeling. Danach wurde wieder ordentlich gerockt. Der Sänger und Gitarrist Russell Marsden wechselte bei jedem Song seine Klampfe, ohne dabei Starallüren rüberkommen zu lassen – jedes Lied braucht eben seinen eigenen Sound. Nach einer guten Stunde war dann erstmal Schluss, um danach noch drei weitere Songs ihres Debüt-Album „Baby Darling Doll Face Honey“ dem dankbarem Publikum zum Besten zu geben.

Schee wars!

BEWERTUNG: 10/10

www.myspace.com/bandofskulls

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Platten-News

Platten News – VELVETEEN

BAND:
Velveteen

ALBUM TITEL:
27

STIL:
Alternative, Post Rock

KLINGT WIE:
Cuba Missouri, The Notwist, Daturah

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Cars
Escape Plans
L.S.P. Wars

Sehr gute Texte, schöne Melodien, teilweise elektronische Elemente. Sehr schade, dass diese Velveteen nicht die Aufmerksamkeit kriegt, die sie mit ihrer wunderschönen Musik verdienen.

www.myspace.com/velveteenmusic

 

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Platten-News

Platten News – THE SWORD

BAND: 
The Sword

ALBUM TITEL:
Warp Riders

STIL:
Metal, Stoner Rock

Klingt wie:
Mastodon, Karnivool

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
The Chronomancer I: Hubris
Arrows In The Dark
Tres Brujas

Fetter Metal. Wer auf Mastodon steht, dem wird auch das gefallen. Melodisch und geile Gitarren. Die Plattencover schrecken ein wenig ab, da sie an den fiesesten Metal aus den 80er erinnern, aber der Inhalt ist extrem fein.

www.myspace.com/thesword

 

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Konzerte

SLAYER – Schlachthof Wiesbaden

05.07.2010 / … im Trash-Metal-Rausch.

slayer_2010

Mir wurde die große Ehre zu teil, endlich mal Slayer live erleben zu dürfen, man weiß ja nie, wie lange dies noch möglich sein wird. Der Schlachthof war schon seit Monaten ausverkauft, doch wir (Christian und ich) standen auf der Gästeliste – Philipp, vielen Dank!

Aber bevor das mit Sehnsucht erwartete Spektakel begingen sollte, wurden zwei Support-acts auf die Slayer-Fangemeinde losgelassen. Und die haben es bekanntermassen nicht leicht, vor soll einer Trash-Metal-Legende aufzuspielen. Als erstes durfte Dååth, die Death-Metaller aus Atlanta, ran. Die Stimme war überhaupt nicht meins, aber die Instrumentalisierung blies einen wirklich um. Sie spielten eine gute halbe Stunde und das Publikum honorierte dies mit ausgelassenem gemoshe, trotz der extremen Hitze, die in der Halle herrschte. Die kurze Umbaupause nutzen wir, um uns ein Getränk zu holen, etwas über das gesehene zu Fachsimpeln und einen idealen Platz, für das bevorstehende Ereignis, zu finden. Dann ging es weiter mit The Hunted aus Göteborg. Von diesen Herren kannte ich genau so viel, wie von der Band davor, nämlich nix. Aber die Nummern von The Haunted klangen verdammt gut. Ihr charismatischer Sänger schaffte es, mit seiner Energie, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Melodic Death Metal, der auch an mich ging – großartig.

Dann, 22:00 Uhr, ist es endlich soweit, Slayer betreten zu den Klängen von „South of Heaven” die Bühne. Was ein Brett! Sofort bildete sich, ab der dritten Reihe, ein großes moshend pogendes Oval, dies hatte auch die nächsten 4–5 Songs bestand. Wahnsinn mit welcher Power und Spielfreude die vier alten Männer aus Kalifornien den Schlachthof zum Kochen brachten. Alle der hier anwesenden Fans singen aus einer Kehle mit. Für langen Zwischenapplaus ist keine Zeit, geschweige denn zum Luft holen – es beschränkte sich lediglich auf die Hände zum Devil Sign in die Luft zu recken. Überall bewegten sich Mähne schüttelnde, schwitzende Menschen zu den brachialen Riffs der Herren Hannemann und King. Das Tempo wurde von Dave „Double Bass” Lombardo so dermaßen hoch gehalten, dass nach einer Dreiviertelstunde die meisten platt waren. Von Tom Arayas Rückenverletzung merkte man gesanglich rein gar nichts, er bewegte sich höchstens ein wenig unrund und verzichtete auf sein .

Die Songauswahl traf die meisten direkt in ihr Slayer-Herz, denn es standen Klassiker wie „Silent Scream, War Ensemble, Mandatory Suicide” und neuere Sachen wie „Beauty Thourgh Order, Hate Worldwide, World painted Blood” auf dem Programm. Die Zugaben gingen nahtlos ins komplette Set über und wurden nach gut eineinhalb Stunden mit der Wahnsinns-Nummer „Angel of Death” beendet. Großartig!

Ich verneige mich vor dieser Gruppe.

BEWERTUNG: 10/10

www.slayer.net
www.myspace.com/slayer
www.myspace.com/thehaunted

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Konzerte

STEREOPHONICS – Schlachthof Wiesbaden

29.06.2010 / Aller guten Dinge sind zwei – oder?

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Jetzt endlich mit Beate. Sie war schon etwas aufgeregt, da ich ihr so viel positives vom Konzert in Köln erzählte. Ich freute mich auch riesig auf die Waliser. Aber vorher mussten wir uns erst noch einen Salat, ne lecker Pizza und jeder ein frisch gezapftes Franziskaner einverleiben, um bestens gerüstet abrocken zu können.

Von der Vorgruppe hörten wir uns original zwei Songs an und mussten dann leider wieder aus der Halle, weil wir sonst echt mit den Jungs von Martin & James mitgeweint hätten. Zwei akustische Gitarren, bissle zu wenig für heute Abend.

Now it’s Stereophonics time! Die Jungs kommen auf die Bühne gelaufen und was passiert, kaum einer applaudierte. War es zu heiß, um Handflächen aufeinander zu schlagen – merkwürdig. 13 Jahre im Musikgeschäft und ne halbleere Halle – komisch. Sind wir hier im falschen Film, dachten sich wohl auch die Herren auf der Bühne. Vielleicht brachten sie deshalb schon nach dem ersten Lied ihre Hymne „A Thousand Trees“, um die Leute wach zu rütteln. Und was passierte, nix.

Beate und ich ließen uns nicht die Laune verderben und gingen in die zweite Reihe, zu einer kleinen Gruppe, die jedes Lied mitsingen konnte. Dort war die Stimmung ganz ok. Es folgten einige Kracher der neuen Scheibe (z. b. „Innocent”), gefolgt von etwas älterem Material. Vom stimmlichen und musikalischen passte alles zusammen, doch der Funke wollte partout nicht auf das Publikum überspringen. Obwohl, bei Jet, im vergangen Jahr, waren die Zuschauer ähnlich merkwürdig drauf. Liegt es am Schlachthof-Publikum – ich weiß nicht?!

Zum Ende des Konzertes wurde es dann ein bisschen besser, doch dann war auch schon Schluss. Als Zugabe wurde unter anderem „Dakota” zum Besten gegeben – ich ließ es mir nicht nehmen nochma nach vorne zu schürzen, um alles zu geben. Nach eineinhalb Stunden, perfekt vorgetragener Rockmusik, war dann tatsächlich Schluss und mit einem kleinen Souvenier-Plektrum in der Tasche, ging es mit der S1 nach Hause. Einen kleinen Zwischenstopp im Nachtleben, auf ein weiteres Bier, legten wir noch ein.

Stereophonics next time nur in Wales!

BEWERTUNG: 10/10 (Musik), 0/10 (Publikum)

www.stereophonics.com

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Festival

HURRICANE 2010 – Teil 2

18. – 20.06.2010 / The first time

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Tag 1, Freitag:

9:00 Uhr gings los – 476 km lagen vor uns, mit dem Ziel, vor Anstoss des Deutschland-Spiels auf dem Campingplatz zu sein. Klappte leider nicht, also musste das Radio die traurige Nachricht übermitteln. Egal, zu Biffy Clyro sollten wir es schaffen.

Nachdem wir, dass erste mal auf dem Hurricane, nach einigem Verlaufen, dann doch den Eingang des Festivalgeländes fanden, wurden wir von Biffy Clyro gebührend empfangen. Sie waren mal wieder fantastisch und als Opener genau die richtigen – es darf gerockt werden!

Danach trafen wir auf die beiden Hamburger, den einen der beiden Wiesbadener und den einen Konstanzer. Kurz begrüsst zogen wir weiter zu Alberta Cross. Dort auch ein kurzes „Hallo“ zum Rest der Rock’n’Roller, dann ging es schon zu Frank Turner. Beate und mir war seine Musik dann doch etwas zu langsam (aber gut) und wir wechselten zur grünen Bühne – dort spielten die Altrocker von Hot Water Music. Ich muss sagen, Respekt, die gingen echt nur nach vorne. Band of Skulls verpassten wir leider, da wir noch keinen Timetable hatten – kacke, die wollte ich eigentlich sehen. Dann war erst mal Zeit bis Kashmir, die wir mit Trinken, Trinken und nochmals Trinken verbrachten. Nee, nicht nur, gegessen haben wir auch was. Kashmir wollten wir nicht verpassen und stellten uns rechtzeitig am roten Zelt an, um rein zu kommen. Zelt und Kashmir, was ein Quatsch, die gehören eigentlich auf die große Bühne. Und dann trat ein, was man bei keinem Live-Konzert erleben sollte: der Sound war einfach nur Scheiße. Kasper und seine Jungs waren man wieder fantastisch drauf, aber vorne war echt Soundtechnisch nix zu holen. Helle und Tommes waren auch wieder da, nachdem sie den ausgepowerten Marc gebettet hatten. Ihr seht, so funktioniert Freundschaft.

Wieder ne Band, die ich noch nie Live gesehen habe stand auf dem Plan, die Dropkick Murphys. Voller Erwartung zur Mainstage und voller Enttäuschung zum Jack Daniels Stand. Die klangen nicht aussergewöhnlich, und schade, wieder ne andere Band verpasst, The Temper Trap. Zu Danko Jones trafen wir uns dann alle und rockten so richtig gut ab. Beate und ich sahen den Herrn Danko the first time und fanden ihn großartig. Ja, und dann war da noch Mando Diao, als Headliner. Ich musste mal wieder kurz aus der Menschenmasse raus, 99% Mädelanteil, und fand dann natürlich meine beiden Mädels nicht mehr. Ok, ich stand da so rum, hörte die ersten beiden Songs, musste dann aber gehen, weil da vorne überhaupt keine Stimmung aufkam, es wurde nur wie wild fotografiert. Ich ging für heute bedient richtig Campingplatz, fand aber unseren Mein-Zelt-steht-schon-Platz nicht mehr – ich war ca. eine Stunde herumgeirrt, bis mich Beate glücklicherweise aufsammelte und selbst auf die letzten Nummern der Herren aus Schweden verzichtete. Danke!

Tag 2, Samstag:

Zu The Blackout schafften wir es noch nicht, unsere, von der Nacht durchgefrorenen, Körper zur Bühne zu schleppen – es musste erst mal ein heisser Kaffee her. Die erste Band auf meinem Plan waren We Are Scientists, die mal wieder ein fantastisches Set für uns vorbereitet hatten – besser kann ein Festivaltag nicht beginnen. Dann war erstma wieder ne kleine Musikpause, die wir mit lecker Backfisch essen, trinken und relaxen, vor dem Jacki Stand, überbrückten.

Für die White Lies rafften wir uns dann wieder auf und wurden auch nicht enttäuscht. Alumt ging das Herz auf. Solides Programm – die haben große Gesten drauf – erinnern mich an Interpol. Nach den letzten Tönen schnell rüber zu den Deftones. Handgemachte Musik, einfach nur grandios. Beim nächsten Festival schau ich mir die komplett an. Ja und dann, einmal mit Jacki Cola auf Element of Crime und den Torsten anstoßen. Skunk Anansie hörten wir nur, sahen sie aber nicht. Dann ging es mal wieder von der einen zur anderen Bühne – richtig, wir machten einige Kilometer! Was macht man nicht alles für den netten Jack Johnson, nicht wahr liebe Helle? Er war ein bisschen leise, aber sonst so wie immer. Nachdem die Menschenmassen sich verflüchtigten, hatten wir freie Sicht auf (laut Peter: die beste Band der Welt) Archive. Und ich muss sagen, Peter, du hast nicht ganz Unrecht damit. Stefan und ich waren so begeistert, dass Beate und Almut sich einige Lobeshymnen, vergleichbar mit damals zu Massive Attack, anhören mussten. Für mich die beste Band am zweiten Tag, da ich Massive – fuck – nicht mehr gesehen habe, da ich dachte, Tommes und die anderen sein schon ins Zelt gefallen. Man sollte nicht immer denken. Egal. Die Methadonjunkies der Stone Temple Pilots hörten wir uns aus sicherer Distanz an, um nicht unnötig Energie zu verschwenden. Die waren einfach nur schlecht, nix besonderes mehr – waren die eigentlich jemals gut? Ami-Rock-Einheitsbrei.

Dann war es endlich soweit, es stand die Band, von der ich Beate so viel vom deren Highfield-2008-Auftritt erzählte, auf der Bühne – Billy Talent. Wir hatten uns echt ein ganz gutes Plätzchen ausgesucht, dachten wir. Und da passierte es wieder: wo war die Lautstärke geblieben. Der kreischenden Billy ganz leise, nee, dass geht überhaupt nicht. Auch das laute Brüllen unsererseits … LAUTER – LAUTER … nützte nix, der Sound blieb aus. Die Zugaben hörten wir uns auf dem Weg Richtung Ausgang an. Wie konnte es anders sein, 20 m weiter war die Lautstärke einwandfrei. Shit happens.

Am Zelt angekommen frage ich Helle nach Tommes, da ich ihr versprach, auf ihn aufzupassen und er nicht mehr auf dem Festivalgelände sein sollte – aber ihre Antwort lautete: „Der ist Tommes, der ist noch nicht da.“ Oh Mann, der schaut sich bestimmt Massiv Attack an. Ja ja, da war er, mein größter Fehler des Festivals.

Tag 3, Sonntag:

Neuer Tag, neues Rock-Glück. Erstma eine Tasse Kaffee, ne Aspirin und dann ein frisch gezapftes Becks. Und wie konnte es anders sein, die Herren Mensch und Winter mussten meinen Massive-Attack-Fehler, mit lästigen Kommentaren, wieder aufblühen lassen. Übrigens, Henning verpasste sie auch. Egal, is passiert – Bier austrinken und ab zu den Good Shoes. Die jungen Männer haben noch etwas Luft nach oben – musikalisch sauber, aber die Stimme, des Erdbeer-Shirt-tragenden Sängers, braucht noch etwas Feinschliff. Für die frühen Festivalstunden trotzdem ganz ordentlich. Danach kamen die wilden Mädels von Katzenjammer auf die Bühne. Sie verblüfften uns mit einer lustigen Mischung aus Polka-Rock. Die Instrumente wechselten sie auch nach fast jeder Nummer – Respekt.

Da wir ja schon mal vor der grünen Bühne standen und der Jacki Stand genau so weit weg war, wie die Bier-Station, blieben wir einfach dort und sollten dies auch nicht bereuen, denn was jetzt kam begeisterte durch die Band weg alle. LaBrassBanda, ne Blaskapelle aus dem tiefsten Bayern rockte uns mit ihrem Reggae-Ska-Folk-Rock-Brass aus den Latschen. Titus, der alte Blasmusiker, hätte sein wahre Freude daran gehabt. Mittlerweile läuft die CD jeden Tag bei uns zuhause hoch und runter. Ein echtes Highlight des diesjährigen Hurricanes. Wir bewegten uns dann doch weg zur blauen Bühne, um dort auf Phoenix zu warten. Da hörten wir noch ein paar Nummern von Dendemann. Mann, is der durchgeknallt – fantastisch. Zu Phoenix stellten wir uns etwas weiter nach vorne, um den optimalen Sound der Musikperfektionisten ab zu bekommen. Und in der Tat, sie waren wirklich soundtechnisch fast wie auf CD – einfach nur schön. Irgendwie stand wieder ein Bühnenwechsel auf dem Programm, da Tommes auf The Gaslight Anthem schwörte und da verpassten wir doch glatt LCD Soundsystem. Zu Vampire Weekend kam dann doch der erste und einzige große Regenschauer (max. 20 min.), der mich dazu bewegte, meine Klamotten zu wechseln. Aber erst, nachdem die letzten Töne der Vampires verklungen waren.

Als ich dann wieder aufs Festivalgelände kam, erreichte mich die Nachricht, dass sich alle auf dem VIP-Dach des Telekom-Stands befinden. Von dort aus hatten wir optimale Sicht auf Faithless. Wir fühlten uns alle ein wenig wie auf einem Loveparade-Wagen. Zu Insomnia tanzten alle. Bei Dunkelheit hätten die bestimmt Massive Attack das Wasser reichen können! Daraufhin verabschiedeten sich Helle und Tommes vom Hurricane 2010. Wir hörten uns noch ein paar Nummern von The Strokes an, die echt gut drauf waren, was auch nicht immer der Fall sein soll. Und dann war auch für uns Feierabend. Noch auf einen Absacker in den Titty Twister.

Schön war’s.

BEWERTUNG: 09/10

www.hurricane.de

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Platten-News

Platten News – THE BLACK KEYS

BAND: the-black-keys-brothers
THE BLACK KEYS

ALBUM TITEL:
Brothers

STIL:
Blues, Country, Soul, Boogie und Rock’n’Roll

Klingt wie:
Jon Spencer Blues Explosion, Frank Zappa – eben wie 70er Rock’n’Roll – Great!

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Tighten Up
Next Girl
Howlin’ For You

Diese beiden Herren aus Akron, Ohio, spielen eine so aufregenden Mixtur – ich bin hin und weg! Aber hört selbst: Tighten Up (Live).

www.theblackkeys.com

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Konzerte

HARMFUL – Batschkapp Frankfurt

30.05.2010 / Tatort: Kapp!

harmful10

Sonntagabend, ein Abend nach dem sensationellen Grand Prix Sieg von Lena, gab es ein musikalisches Kontrastprogramm in der Kapp – Harmful stand auf der Bühne. Grrrrr!

Die beiden Vorgruppen muss ich diesem Bericht nicht wirklich erwähnen, da sie mir wie schlechte Kopien von Iggy Pop und Ash vorkamen.

Sonntagabend, ein Abend, an dem viele lieber vor der Klotze hängen und Tatort schauen, was sich auch anhand der Zuschauerzahl widerspiegelte. Schade für Harmful, die sich wirklich eineinhalb Stunden die Finger blutig gerockt haben. Aber egal, das Konzert war auch so grandios, da die Jungs sich musikalisch von ihrer besten Seite zeigten. Der Sound war für Batschkapp-Verhältnisse einfach nur fett. Das Set war eine bunte Mischung aus alten und neuen Songs, die alle sehr frisch und locker präsentiert wurden – Harmful im zweiten Frühling. Arens Stimme klang bei seinen Ansagen etwas angegriffen, von der zurückliegenden Konzertwoche, dies merkte man aber während der Songs kein bisschen.

Die Jungs hätten es verdient, endlich den großen Durchbruch zu schaffen, deshalb mein Appell an alle Rocker: Kauft euch das neue Album „Cause“, hört es, liebt es und geht gefälligst auf ein Harmful Konzert!

Danke Nico, Chris und Aren – macht weiter so.

BEWERTUNG: 10/10

www.harmfulweb.com
www.myspace.com/sismasis

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Konzerte

KASHMIR – Knust Hamburg

23.05.2010 / Danish Dynamite!

kashmir10

Vorab ein großes Dankeschön an meine liebe Frau, die mir den Konzertbesuch erst möglich gemacht hat. Des weiteren möchte ich mich bei Helle und Tommes für die Übernachtung und ihr mitkommen bedanken. Und dann noch bei den netten Herren aus Dänemark, um die es ja hier in diesem Bericht in erster Linie gehen sollte – Danke Kashmir, ihr wart echt großartig! So, jetzt langt’s aber.

Den Anfang machten die isländische Band Who knew. Viel Platz zum spielen hatte die sechs Mann-Combo allerdings nicht, da das Knust eine eher kleiner Konzerthalle ist und somit auch nicht über ne Riesenbühne verfügt. Das komplette Instrumenten-Set von Kashmir war nämlich bereits hinter ihnen aufgebaut und so blieb eine Bühnentiefe von max. einem Meter zum musizieren. Und doch schafften sie es das Publikum mit ihrer frischen Musikmischung aus Indie-Rock-Pop und Psychedelic zu begeistern. Besonders der kleine Sänger explodierte hin und wieder wie ein gewaltiger Geysir.

Nun kamen endlich Kashmir auf die Bühne und gingen da erst nach gut zwei Stunden wieder runter. Mir wurde schnell klar, daß sie eine gereifte Band sind – und der Vergleich, sie seinen die dänischen Coldplay, trifft einfach nicht zu (ich hab diesen Vergleich auch ganz gerne benutzt). Kashmir sind einfach Kashmir, Punkt. Sie klingen auf der Bühne eine Nuance rauher und rockiger, als auf Platte – aber genau dies macht ihre Spielfreude aus, die Kashmir zu einer fantastischen Liveband machen. Rock’n’Roll und Melancholie verschmelzen hier zu einem wunderbaren Ganzen. Die Mannen um Kasper Eistrup waren von der ersten bis zur letzten Minute 100%ig bei der Sache. Die Mischung aus altem und neuem Material wurde unheimlich kraftvoll wiedergegeben, die das Publikum und Musiker gleichermaßen zum Schwitzen brachte. Songs wie „Rocket Brothers und The Aftermath“ fehlten genauso wenig wie „Mantaray und Still Boy„. Mehr von dem guten dänischen Stoff gibt es auf dem diesjährigen Hurricane.

Danach ging es noch auf ein paar Biere und Lieder aus der Jukebox ins Rodeo. (Ad Rock)

BEWERTUNG: 10/10

www.kashmir.nu
www.myspace.com/kashmiryeah

www.myspace.com/wellwhoknew

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Platten-News

Platten News – HARMFUL

17.05.2010

BAND: harmful
HARMFUL

ALBUM TITEL:
Cause

STIL:
Alternative, Rock, Metal

Klingt wie:
Scumbucket, Blackmail, QOTSA

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Ordinary People
Exhausted
Innocent Hell
Decay
Passenger

Ich würde mal behaupten, dass es die beste Platte ist, die Harmful rausgebracht hat. Die neue Platte ist vielseitiger, variabler und eingängiger als die alten Platten. Und es sind radiotaugliche Songs dabei, die ihre Wucht und Kraft behalten, ohne im Mainstream-Mist zu versinken. Bestes Beispiel dafür ist die erste Auskopplung “Ordinary People”. Ausserdem ist sie super produziert, das hört man.

www.harmfulweb.de