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Festival Konzerte

VSIONS INDOOR FESTIVAL – Dortmund

29.10.2011 / Das Visionenmassaker

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So jetzt ist es soweit!

Spätestens seit Samstag weiss ich, dass ich nicht als Medium tauge. Denn eigentlich hatte ich ja den Ablauf des Therapy-Auftritts schon vor meinem inneren Auge ablaufen lassen. Und yeah, sie sollten ausschliesslich das legendäre Troublegum Album spielen. Wie geil ist das denn!

Und so fuhren wir voller Erwartungen nach Dortmund. Für die erste Band des Abends verschwende ich keine Zeilen, schliesslich waren die gefühlten 2 Minuten Spielzeit zu wenig, um sie zu zerreissen oder zu vergöttern.

Und dann kamen sie. Na gut ein bisschen gealtert und aufgedunsen im Vergleich zum letzten mal, aber anscheinend top motiviert. Und sie spulten konstant ihr Programm ab. Selten hat eine Band ihre genialen Songs so konstant mit einer Kettensäge massakriert. Der Sänger schaffte es traumwandlerisch sicher jeden Song so zu zersingen, dass man sich zwangsläufig an DSDS erinnert sah, bei dem man den jeweiligen Superhit auch oft erst nach 1 Minute erkannte.

Der Veranstalter jedenfalls schien schon etwas geahnt zu haben und schenkte die Getränke in 0,02 mm dicken Plastikgefäßen aus (es waren ja schliesslich Pauli-Fans anwesend).

Dank des Inhalts, den ich nicht auf Grund zerplatzter Becher über mir verteilt hatte, ertrug ich das Ganze mehr oder minder mit Fassung und fieberte Herrn Schmidt und Maximo Park entgegen.

Dieser enttäuschte dann wie gewohnt auch nicht und schaffte es dank seines Charisma, Bocks und Charmes die gute Laune vom Boden auf zukratzen. Somit gingen danach auch dann alle doch noch auf die Suche nach den Dortmunder Kult-Kneipen.

Dieses stellte sich als nicht so einfach heraus. Immerhin lernte ich an diesem Abend dann noch, dass ich die Gläser nicht mit raus nehmen darf!!!!!!!!!

Danke Herr Schmidt. (Ghostwriter Tommes)

BEWERTUNG: 6/10

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Platten-News

Platten News – MASTODON

BAND:
Mastodon

ALBUM TITEL:
The Hunter

STIL:
Progressive Metal, Metalcore, Hardcore

KLINGT WIE:
Deftones, ISIS, The Sword,

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Black Tongue
Curl Of The Burl
Bedazzled Fingernails
The Sparrow

Heilige Scheiße sind die brachial und dazu völlig melodisch. Die musikalische Bandbreite die diese Jungs aus Atlanta anbieten ist hervorragend. Schon meine erste Platte von Mastodon war für mich völlig überraschend und neu. Ich bin sonst kein Fan von Progressive Metal, aber Mastodon schafft den Grat zwischen harten Gitarrenriffs und sphärischen Klängen ohne Gegrunze.

www.mastodonrocks.com

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Konzerte

MONA – Das Bett Frankfurt

21.10.2011 / U2 als The Clash in Frankfurt?

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Jaja, sie hören sich tatsächlich manchmal ein wenig wie in den frühen Jahren von U2 an. Dabei sind sie doch soooo anders. Ich hatte mir den Tipp von AdRock und meinem Bruder zu Herzen genommen und wollte mir selber ein Bild dieser aufstrebenden Rock-Hoffnung machen. Enttäuscht wurden wir nicht.

Der Abend fing schon mal nicht nach Standart-European-Concert Time an, was mir positiv auffiel. War halt mal was anderes. 20.30 stand auf der Karte, 20.30 fing die Vorband „The Transfer“ an. Und die hatten es live ziemlich in sich. Vom Look her passten sie ein wenig in den Rockabilly Stil Monas und musikalisch waren sie ein richtiger Kracher. Alternative, Rock und Postrock verbanden sich zu einem Hörgenuß. Ich holte mir die CD am Merge-Stand, was ich extrem selten mache. Leider kommen die Lieder auf der Platte etwas zu seicht daher.

Nach einer kurzen Pause ging es zackig um 21.20 Uhr weiter. Wer kein Lied von Mona kennt, muss nur die Augen schließen und sich U2, Kings Of Leon und Johnny Cash auf der Bühne vorstellen. Das alles vereint kann nicht schlecht sein. Manchmal rotzen sie die Sau raus, oft sind sie so seicht wie eine „Girlie Rock Band“ und wieder manchmal hatte ich das Gefühl gleich in einen alten Cadillac steigen zu müssen. Ich muss aber gestehen, dass ich gehofft hatte, die Lieder würden Live ein wenig rauher und rockiger werden. Zu viel „uhuuuuuu, ahaaaaaaa und lalalaaaaaaa“ waren mir dabei. Da half auch nicht die Flasche Jägermeister, von der Sänger Nick Brown alibimässig 2 Schlucke trank, um dem deutschen Publikum zeigen zu müssen, das harte Rocker so etwas nun mal machen. Aber mehr als 2 Schlucke wurden es auch nicht. Die 2 Bier die er antrank, um dann eins gegen den Mona Banner zu schmeißen und das andere wieder auf seinen dafür vorgesehen Platz zu stellen, machten es nicht besser. Mit dem Lied „Teenager“ wollten sie die Gäste aufrütteln, was in Frankfurt ja bekanntlich schwer ist. Das Lied hat gegen Ende einen gewissen Mitsing-Charackter, den die Band dazu ausnutzte, Frankfurt gegen Berlin  und Warschau ansingen zu lassen. Am Ende hat dann Frankfurt gewonnen. Aber auch diese Floskel geht wohl auf jedem Konzert.

Die Stimme von Nick Brown ist aber der Wahnsinn. Auf der Platte bekommt man einen netten Einblick, aber Live ist das echt höhere Kunst. Die Jungs hatten allesamt Lust zu spielen, auch wenn der Sänger es sich hat anmerken lassen, dass das Frankfurter Publikum nicht mit dem Berliner zu vergleichen ist. Ihre Instrumente beherrschen Sie perfekt. Und auch wenn es Momente gab, wo ich mir mehr Rock gewünscht hätte, muss man am Ende sagen, dass es vergnügliche kurze 80 Minuten waren, in denen die Band alles rausgehauen hat. Wenn sie das nächste mal nicht einen auf Next-Superstar machen und 8 Drumsticks und 20 Plektren im Publikum verteilen, bekommen sie von mir einen Punkt mehr.

Den Vergleich mit U2 schmeißt man sofort über den Haufen, wenn man die Jungs sieht. Wer aus Nashville Tennessee kommt kann man gar nicht mit Iren vergleichen.

Ob sie das „Next-Big-Thing“ werden wage ich zu bezweifeln. Potenzial haben sie. Radiotauglich sind sie auch. Fehlt nur noch das Quentchen Glück. Ich werde sie weiter beobachten. (Lemmy)

BEWERTUNG: 8/10

www.myspace.com/monatheband

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Konzerte

THEES UHLMANN – Batschkapp Frankfurt

20.10.2011 / … Millerntor lässt Grüßen.

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Ein Geburtstagskind war zu feiern und ein Geburtstagsgeschenk einzulösen – ich wäre wohl auch ohne diese beiden Gründe in die Batschkapp zum Konzert von Herrn Uhlmann gefahren, aber so war es dann um so schöner. Ein dickes Dankeschön geht an Heike und Roger.

Die gute alte Batschkapp war restlos ausverkauft und doch haben wir uns bis zum Mischer durchgemogelt, um dort unsere sehr guten Sichtplätze einzunehmen.

Kurz danach ging es dann auch schon los – als Supporter standen „Imaginary Cities“ aus Kanada auf der Bühne. Und richtig, diese Band ist auch auf dem uhlmanneigenen Label Grand Hotel van Cleef unter Vertrag. Nette Indie-Folk-Pop-Klänge stimmten uns auf einen fantastischen Musikabend ein.

Viertel vor Zehn war es dann soweit, Thees betrat die Bühne, zu Heikes entsetzen, in Jeansjacke. Und sie hatte doch extra ihre schwarze Lederjacke angezogen.

„Es ist zu spät, um nach Hause zu gehen, …“, die ersten Worte erklingen und plötzlich herrschte Millerntor-Atmosphäre in der Batschkapp. Ja, da verstummte selbst der letzte Kritiker, der die zweite oder dritte Tomte-Text-Ebene in den Liedern vermisst. Es ist ja auch keine Tomte-, sondern eine Thees-Uhlmann-Platte und die macht richtig Spaß, dass sah man auch bei den Akteuren auf der Bühne. Thees zeigte sich sehr dankbar: Ich kann es gar nicht glauben, was hier los ist und das, obwohl ich zum „ältesten“ 1Live Krone Newcomer 2011 nominierte wurde. Dies nur eines der typischen Uhlmann-Ansagen. Ihm nimmt man sein Geschnacke überhaupt nicht Übel, da gibt es andere, die wir schon lange ausgezählt hätten.

Zur Halbzeit spielte er dann doch einen Tomte-Song, „New York“. Da hat er sich wohl die Anregung von Torsten auf der Vorhörung in Wiesbaden zu Herzen genommen. Sensationell fand ich, das Thees es sich nicht nehmen ließ, in der Adlerhochburg Batschkapp, einen St. Pauli Song „Das hier ist Fussball“ zu singen. Hooray, hooray … nach regulärer Spielzeit von 90 Minuten war dann Schluss.

Danke Herr Uhlmann, zum Rückspiel kommen wir alle wieder.

BEWERTUNG: 10/10

www.theesuhlmann.de

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Konzerte

BLACKMAIL – Nachtleben Frankfurt

05.10.2011 / … Blackmail mit Reetz die 2.

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Irgendwie hatte ich mich nicht so darauf gefreut wie sonst. Das könnte man darauf zurückführen, dass ich Blackmail schon zu oft gesehen habe oder das die Stimmung einfach eine andere ist als früher. Ich bleibe dabei, Matthias Reetz kann Aydo nicht ersetzen.

Das für die Batschkapp angesetzte Konzert wurde kurzfristig ins deutlich kleinere Nachtleben verlegt. Schon das zeigt ein wachsendes Desinteresse der Band gegenüber. Ob alle Zuschauer ihren Weg ins Nachtleben gefunden haben, vermag ich zu bezweifeln. Als wir dort ankamen saßen Kurt und seine Combo noch vor dem Nachtleben, um gemütlich ein oder zwei Kaltgetränke zu sich zu nehmen. Sich unter die wartenden Menschen zu mischen finde ich sehr sympathisch. Die Vorband haben wir einfach mal links liegen gelassen, was mir nachträglich natürlich leid tut, weil sicher nur 10 Leute vor der Bühne standen.

Standart European Concert Time ging es dann los. Die erste halbe Stunde waren grausam. Die sicher gute Stimme von Matthias Reetz war kaum zu hören, und der Rest des Sounds war grässlich. Im zweiten Drittel verbesserte sich das, wobei dann eher die Stücke der neuen Platte kamen, die mir nicht so zusagen, weil mir die improvisierten Elemente fehlen. Die Songs sind zu sehr auf Radiotauglichkeit überprüft worden. 3,5 – 4 Minuten-Stücke, eben Standart, was nicht heißen soll das alles Mist war. „Monographic Doll“ oder „Sky on Sky“ sind super Stücke, Gänsehaut pur. Das letzte Drittel bestand aus vielen alten Songs. Da kam auch wieder die Klasse von Kurt Ebelhäuser hervor. Sein Gitarrensound ist wahnsinn. Er improvisierte das letzte Stück in unermessliche brachiale Soundlängen. Wahnsinn. Dafür immer wieder gerne.

Aber ob Matthias Reetz jemals das Charisma eines Aydo erreichen wird bleibt offen. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass Blackmail einen Sänger gesucht haben, der sich ansatzweise so anhören soll wie Aydo. Deswegen vergleicht man Matthias zu Recht mit ihm. Das kann er aber nicht leisten. Im fehlt das Rampensau-Gen und der manchmal arrogante Umgang mit dem Publikum, wofür man Aydo gehasst und geliebt hat. Wird Matthias jemals die Wall-of-Death auf einem Live-Konzert anstimmen? Nein.

BEWERTUNG: 08/10

www.blackmail-music.com
www.myspace.com/thisisblackmail