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Platten News – Beastmilk

BAND: a2339922695_10
Beastmilk

ALBUM TITEL:
Climax

STIL:
Post-Punk, Rock, Gothic Rock

KLINGT WIE:
Sisters of Mercy auf Speed, Joy Division mit Rock im Arsch,

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
You Are Now Under Our Control
Death Reflects Us
Fear Your Mind

Danke Bruder für den Tipp. Lange habe ich auf eine Platte gewartet, auf der einfach jedes Lied gut ist. Die Finnen (man glaubt es kaum) rocken mit extrem viel Power. Ich bekam das Gefühl nicht los, dass 80er Jahre Einflüsse zu hören sind. Sisters of Mercy auf Speed, oder Killing Joke im Jahre 2014. Alles nur viel brachialer. Vieles erinnert mich auch an Interpol oder die Editors in ihren Hochzeiten.

Beastmilk

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Platten News – Palms

BAND: palms_
Palms

ALBUM TITEL:
Palms

STIL:
Post Metal, Post-Rock

KLINGT WIE:
Deftones, Isis

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Future Warrior
Mission Sunset
Patagonia

Für alle Freunde von Deftones und Isis ist dieses Album sehr zu empfehlen. Chino Morenos Stimme ist wie immer fantastisch episch. Auch die Gitarre von Bryant Clifford Meyer, der in der Band ISIS für den typischen Sound verantwortlich war, hört man gut heraus. Eine wahnsinnig gute Mischung. Alles in Allem ein ruhiges Stück Tsunami.

Stream der Platte
Website Palms

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Platten News – ASG

BAND: asg_blood_drive1
ASG

ALBUM TITEL:
Blood Drive

STIL:
Stoner Rock, Hard Rock, Alternative Metal

KLINGT WIE:
Kadavar, Baroness, Kylesa

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Day´s Work
Blues for Bama
Stargazin
Avalanche

Ein ganz schön fettes Brett ist es, was die 4 Amis da abfackeln. Blood Drive ist ihr viertes Studioalbum, dass mir (dank Zufall) in die Hände gefallen ist. Ein absolutes rein-hör-muss ist „Blood Drive“. Stoner Rock gemischt mit sphärischen Gitarrenklängen. Ab und zu erinnert es an Fu Manchu, dann wieder an Baroness. Hard, steinig, amerikanisch. Ich will in die Wüste, sofort.

Bandcamp

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IRON MAIDEN – Festhalle Frankfurt

11.06.2013 / Überall Feuer

ironmaiden_2013

Eins muss ich gleich vorneweg sagen: ein „echter“ Maiden-Fan der „alten Garde“ bin ich nicht. Stammt doch ein Großteil der Musik aus einer zeit, wo ich viel Depeche Mode gehört habe und über Metal-Musik insgeheim abgelästert hab. Mit dem Aufkommen der Grunge-Bewegung hat sich dann alles ins Gegenteil verkehrt und an der Liebe zur Gitarre ging kein weg mehr vorbei.

Spätestens seit ich den Film „Flight 666“ war mir klar, das ich die mal live sehen will. Also hab ich meinen Bruder überredet und los ging’s. Obwohl das erste Handicap gleich schwer wiegt: Festhalle. Das bedeutet: man versteht von gesprochenen/gesungenen Texten nicht ein Wort, kann den Inhalt nur erahnen und Musik verkommt im Innenraum zu einem Lärmbrei. Das sollte man quasi „rausrechnen“ bei der Bewertung. Ich hab bisher nur wenige Bands erlebt, die die dämliche Halle akustisch in den griff bekommen haben.

Ich bekomme das Line-Up nicht leider nicht mehr auf die Reihe. Hätte ich gewusst, dass ich was schreiben soll, hätte ich ein Notitzblock mitgenommen :-). Gefühlt waren alle Knaller dabei, die mir bekannt waren: „The Number Of The Beast“, „Run To The Hills“, „Wasted Years“, „Fear Of The Dark“, „Afraid To Shoot Strangers“, „Heaven Can Wait“, … . Markus, Stefan, korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege. Mich haben sie von Anfang an überzeugt. Ich hatte nicht einen Durchhänger. Nach einem guten Vollgas – Level bis zu „The Number Of The Beast“ schienen sie ihr Pulver nicht verschossen zu haben, sondern nochmal nachzulegen. Tempowechsel, Stimmungswechsel innerhalb der Lieder gepaart mit Gänsehaut – Momenten, genauso wie ich’s mag. Stefan meinte „Bruce Dickinson“ könne nicht singen. Ach egal. Stimmung war gut, die Show natürlich auch. Mindestens 30 der 65 Euronen sind wahrscheinlich für die Pyrotechnische – Showeffekte gewesen. Ich geb‘ trotzdem 1 Punkt Abzug für den Toningenieur. Bands wie Pink Floyd haben bewiesen, das die Halle auch akustisch in den Griff zu bekommen ist. 9/10. In einer anderen Location gerne wieder.

BEWERTUNG: 9/10

www.ironmaiden.com

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DANKO JONES – Schlachthof Wiesbaden

02.05.2013 / Alte Bekannte

dankojones_2013

Muss man noch irgendwas über den Kerl schreiben? Sicher nicht. Gefühlt sehe ich ihn jedes Jahr, entweder auf einer Hallen-Tour oder einer seiner Open-Air Auftritte. Und sicher ist etwas Routine bei ihm und bei mir eingetreten. Aber es ist eine sehr spaßige Routine. Ohne ihn würde etwas in Wiesbaden fehlen. Aber dazu später mehr.

Diesmal war es ein Geschenk an Henning, dass uns in den Schlachthof trieb. Zuerst zögerlich von hinten betrachtend wollten wir mal schauen, ob der alte Mann ES noch kann. Aber schon beim dritten Lied „Sticky Situation“ standen wir ein ganzes Stück näher am Rock. Aus der vorderen Reihe betrachtet ist er nicht älter geworden. Rocken kann er noch genauso. Nur seine Zunge zeigt er weniger. Nach „Play the Blues“ und „Lovercall“ hatte ich schon meinen 5. Halswirbel verloren. Dann kamen ein paar neue Songs, denen es an alter Kraft fehlt. Doch mit „I Think Bad Thoughts“ und dem legendären „Mountain“ könnte man selbst die langweiligste Show der Welt zum Schwitzen bringen. Gefehlt hat mir definitiv „My Time is now“.

Er hat dem Publikum auch endlich mal erklärt, warum Wiesbaden (gefühlt) jedes Jahr auf seiner Tour liegt. Der Onkel des Bassisten wohnt in Wiesbaden. Den Abstecher lassen sie sich also nicht nehmen.

Auf dem Hurricane sehen wir uns wieder.

BEWERTUNG: 8/10

www.dankojones.com

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Platten News – VENTURA

BAND: ventura1
Ventura

ALBUM TITEL:
Ultima Necat

STIL:
Noiserock, Grunge, Postrock

KLINGT WIE:
Navel

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Nothing Else Mattered
Amputee
Little Wolf
Corinne

Danke Visions für diesen großartigen Plattentipp. Wie gut es ist einfach mal in Neues und Unbekanntes reinzuhören. Eine Ähnlichkeit mit anderen Bands zu finden war schwer, was aber nicht heißt, dass es einzigartig ist. Am ehesten haben sie mich an Navel erinnert, die ebenso wie Ventura aus der Schweiz stammen. Die Musik kommt sehr rau daher, die Gitarrenriffs drehen oft in eine Postrock Richtung ab. Die Mischung aus Gesang und Gitarren sind perfekt getroffen. Man kann nur hoffen, dass die Jungs den Weg über die Alpen zu uns schaffen.

www.vntr.net
reinhören

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SIGUR RÓS – Zenith München

23.02.2013 / Zwischen Elfen und Geysiren

sigurros_2013

Wenn die Isländer auf Tour sind sollt man jede Strecke in Kauf nehmen, um sie sehen zu können. Diesmal schreckten uns die 400 km nach München keineswegs ab. Im Gegenteil. Endlich mal eine Location, die ich noch nicht kannte und von der ich noch nie gehört hatte. Diesmal lud die Zenith-Halle in München ein. Ich hatte keinerlei Vorstellungen von der Größe der Halle. Gut 5000-6000 Menschen sollten in dem alten Industriegebäude, in der früher Straßenbahnen zur Reparatur waren, Platz haben.

Bei arschkalten Temperaturen stapften wir, mit einer Menge anderen Menschen, durch den Schnee in Richtung Halle. Drinnen erwarteten uns zum Glück wärmere Temperaturen und ein Musikbrei, bestehend aus wabbernden Synthie-Tönen, von denen ich dachte, dass sie zu einem Testlauf des Tonmischers gehörten. Fast endlos, sich permanent wiederholende Töne, die wohl von einer Person kam, die sich hinter dicken Trockeneis-Nebel-Wand versteckte. Man sah zumindest nur einen wagen Schatten. Später sah ich erst, dass die Person, dessen One-Man-Band „Blank Mass“ hieß, sich hinter einem transparenten Vorhang versteckte.

Recht pünktlich kam die Band mit ihren gefühlten 20 Gastmusikern auf die Bühne. Mit dem ersten Ton begann die Reise in ferne unbekannte Welten. Gänsehaut pur. Ständig untermalt von schönen bis wirren Bildern und Videos. Und immer wieder die eine Frage, die einem ständig an der Lippe klebt: Ist das isländisch oder eine Sprache von einem anderen Planeten? Aber ganz ehrlich. Es ist mir so egal. Die Stimme, die Gitarre, der Sound. Alles passt so wunderbar zusammen. Das unglaubliche an der Band ist eigentlich, dass die Musik so was von dermaßen „radiountauglich“ ist und es doch schafft, 6000 Menschen in eine Halle zu bringen. Irgendwie will man nicht das es aufhört…

Gespielt haben sie alles was mir wichtig war. Angefangen mit „Ny Batteri“, dass nach 4.30 so richtig in Fahrt kommt und dem unfassbaren schönen „untitled #1“, „untitled #6“ und „Sæglópur“. Ein paar neue Songs waren auch dabei, die Lust auf die neue Platte gemacht haben. Und wer einmal „Svefn-g-englar“ und das grandiose Ende mit „untitled #8“ gehört hat und mit einer nicht enden wollenden Gänsehaut nach Hause gegangen ist, will immer wieder in diese Welt entführt werden.

Die nächsten Tickets liegen schon hier.


BEWERTUNG: 10/10

www.sigur-ros.co.uk

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THE JOY FORMIDABLE – Zwölfzehn Stuttgart

03.02.2013 / Der Wahnsinn in den Augen

joyformidable_2013

„Ist die süß“, denkt man noch bevor sie richtig loslegt. Ritzy Bryan ist die Sängerin und Gitarristin der Band The Joy Formidable. The Joy what? Mir ist die Band vor gut zwei Jahren irgendwie „unter“ gekommen (Platten-Review 2011). Und seit dem hat sie mich nicht mehr losgelassen. Eine Wahnsinns-Album haben die Waliser mit „The Big Roar“ damals hingelegt. Und weil das Album so gut und eingängig ist, wollte ich die Band unbedingt Live sehen. Doch die Tourpläne führten nur kurz nach Deutschland, um dann für gefühlte 2 Jahre nach Amerika verlagert zu werden. Kein Festival. Keine Deutschlandtour. Nix. Dann endlich die Erlösung. Am 3.2. sollten sie in Stuttgart spielen.

Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man, in Erwartung einer großen Location, auf einmal eine kleine Bar betritt. Mehr als 150 Personen sollten da nicht Platz finden. Hallo? Die Band war monatelang Support bei den FooFighters und haben vor zigtausend Menschen gespielt. Ich dachte tatsächlich, dass die Band mittlerweile doch große Hallen füllen müsste. Umso schöner war die Überraschung, sie in einem kleinen Club sehen zu dürfen. Und der Club war so klein, dass die Band nur über den Umweg an der Bar auf die Bühne kommen konnte. Zum Anfassen sozusagen. Nur ist Ritzy so klein, dass man sie kaum sehen konnte. Ab und zu konnte ich den Wahnsinn in ihren Augen durch die Köpfe anderen blitzen sehen. Das Stutgarter Publikum war übrigens ähnlich träge, wie man es dem Frankfurtern nachsagt. Bei einigen wusste man nicht genau, warum sie sich in der Bar befanden.

Die „Wall of Sound“, die entsteht, wenn die 3 in ihre Saiten und auf ihre Drums hauen, ist immens. Alle 3 geben alles. Drummer Matt Tomas verbucht gefühlte 10 Sticks auf seiner Rechnung und Ritzy benötigt sicher einen kompletten Satz neue Saiten nach der Show. Ihr sympathisches Auftreten, die klare, dünne Stimme, die sich gewaltig anhört, sobald sie singt, ergeben ein ziemlich geniales Ensemble. Es entsteht so ein Sog, der einen mitzieht. Musikalisch war an dem Abend alles dabei was ich brauchte. Von der alten Platte waren es „The Greatest Light Is the Greatest Shade„, „Austere„, „Cradle“ und einige Songs der neuen Platte  wie „Cholla“ und „Maw Maw Song„. Das Ende bildete das unfassbar geniale, in die Länge gezogene „Whirring„, das mir jedesmal Gänsehaut bereitet.  Bitte schaut euch das an: Youtube Link. Dann wisst ihr auch was ich damit meinte, dass die Frau den Wahnsinn in den Augen hat.

Bitte spielt auf einem deutschen Festival dieses Jahr!

BEWERTUNG: 10/10

The Joy Formidable on MySpace
Official Website

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TRIGGERFINGER – Schlachthof Wiesbaden

08.02.2013 / Das belgische Trio

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Verdammte Axt. Viel zu lange ist es her. Das Konzert war im Februar und meine Erinnerungen an das Event verschwimmen. Mit 4 Monaten Abstand würde ich es aber durchaus als solide Leistung bezeichnen. Seit die Belgier uns allen auf dem Sonnenrot 2010 extrem positiv ins Auge und Ohr gefallen sind, verfolge ich den Weg der 3 sympathischen Herren. Zu Ruhm sind sie ja mit der Unplugged-Coverversion des Songs der schwedischen Musikerin Lykke Li „I Follow Rivers“ gekommen.

Die Halle in Wiesbaden war eher schwach gefüllt. Mit ein wenig Ellebogeneinsatz hätte man es durchaus bis in die erste Reihe schaffen können. Trotz der nicht ganz ausverkauften Halle kam Stimmung auf. Ich kann mich aber noch an die vielen Pärchen erinnern, die wohl alle nur darauf warteten zu „I Follow Rivers“ ihre Standard-Tanzschritte aus der Schublade zu holen. Sicher waren einige von denen verwundert, das vor ihnen auf der Bühne keine Unplugged Band seichte Musik spielt. Der Gitarrist Gitarrist Ruben Block alias George Clooney kann nämlich ziemlich roh auf seiner Gitarre werden. Und Schlagzeuger Mario Goossens haut die Drums wie kaum ein anderer. Nur Bassist Paul Van Bruystegem hat immer die Ruhe weg. Welche Songs gespielt worden sind kann ich leider nicht mehr wiedergeben. Doch die Pärchen kamen noch zu ihrem Tanz-Einsatz. Wie so oft: Ein rundum gelungener Abend.

Auf dem Open-Flair 2013 sehen wir uns wieder.

BEWERTUNG: 7/10

www.triggerfinger.net

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DEICHKIND – Schlachthof Wiesbaden

22.10.2012 / Gib einem Kind deine Hand

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Wegen der Musik war ich nicht da. Deichkind verbreiten gute Laune und machen Spaß. Deswegen wollte ich sie wieder sehen. Schon 2008 war ich völlig geflasht von den Kindern mit Pyramiden auf den Köpfen, den neon-angemalten Menschen und der Spaß-Show der Deichkinder.

Diesmal lud der „neue“ Schlachthof in seine gerade erst fertiggestellte Halle. Über die Fassade kann man streiten. Irgendwie kann ich mich schwer von schönen Dingen trennen, an die ich mich gewöhnt habe. Die alte Halle hatte nun mal eine Geschichte. Und die muss für die Neue erst geschrieben werden. Innen wurde ein wenig die Form des alten Schlachthof übernommen. Es wirkt alles sehr aufgeräumt. Und sie wirkt klein. Viel kleiner als ich dachte.

Drinnen angekommen stellten wir uns im Bereich des Mischpults auf. Noch war dort Platz, was sich aber schnell ändern sollte. Schließlich war das Konzert ausverkauft. Eine Vorband braucht Deichkind nicht. Vielmehr haben wir uns die Frage gestellt, wer die Massen denn auf die Show vorbereiten soll. Mambo Kurt vielleicht? Ausserdem gibt es vor einem Theaterstück ja auch kein Vor-Theaterstück. Anstatt einer Vorband wurden auf eine vor die Bühne gespannte Leinwand Musik-Videos eingespielt. Hängen geblieben sind mir „Die Antwoord – Fatty Boom Boom“ und „Queen – The Great Pretender“. Deichkind machten daraus eine „Great Fatty Boom Boom Pretender Show“.

Mit viel Tamtam wurde gegen 20:45 ein epischer Video-Opener gestartet. Danach öffnete sich der Vorhang und die Show konnte beginnen. Mit dreieckigen LED Pyramiden ausgerüstet standen die 6 Mitglieder auf dreieckigen Podesten und zappelten was das Zeug hielt. Im Lady Gaga Style wurden Outfits und Bühnenaccessoires gewechselt. Gummiboote schwammen über hochgestreckte Hände hinweg. Riesige rollende Bierfässer durchpflügten die Menschmassen. Und Trampolins dienten auf der Bühne als Hüpferweiterung. Aber irgendwie hat man alles schon gesehen. In der ersten Stunde war Deichkind zu sehr damit beschäftigt ihr Theater runterzuspielen. Es kam zwar Stimmung auf  wenn sich die komplette Halle hinsetzen musste, um im nächsten Augenblick in die Höhe zu springen, aber trotzdem wirkte es zu sehr einstudiert. Highlights der ersten Stunde waren Lieder wie „Illegale Fans“, „Leider Geil“ oder „Partnerlook“. Doch bei „Bück dich hoch“ hatte ich das Gefühl, dass die Jungs nicht immer Live singen, was ich natürlich nicht beweisen kann. Doch das wäre sehr deprimierend, wo doch schon die komplette Musik nur vom „Band“ kommt. Bei „Roll das Fass rein“ kam ich mir vor wie im Megapark auf Mallorca. Und der Song „Der Mond“ könnte auch bei der ZDF Schlagerparade laufen. Erst nach der ersten Halbzeit stellten die Jungs auf echten Spielspaß um. Die ganzen Zugaben haben die etwas schwache erste Stunde wegmachen können. Songs wie  „Limit“, „Bon Voyage“ und „Remmidemmi“ haben für einen genialen Ausklang gesorgt.

Am Ende haben Ivonne und ich im Taxi gesessen und den Abend bei  Nana Mouskouris „Gib einem Kind deine Hand“ Revue passieren lassen. Schräger konnte die Musikmischung nicht sein…

BEWERTUNG: 7/10

Deichkind