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RISE AGAINST – Alsterdorfer Accoustik Gedächtnishalle

18.11.2017

Rise Against läd ein – Samstagabend, zur gepflegten Primetime in die Alsterdor☠ … ich will mich nicht mehr dazu äußern. Volles Haus, zwei Vorbands: Die New Orleanser Melodycorer PEARS knallten dem noch orientierungslosen Publikum ordentlich einen vor den Latz. Irgendwie zu viel für die vollgefutterten Bäuche. Es folgt SLEEPING WITH SIRENS, die mich kein bisschen hervorlocken konnten. Der Rest des Publikums sah das komplett anders und stieg gut drauf ein. Licht, Umbau, Bier, Kippe, Bier, Bier – Chamber the Cartridge und die Party geht los! Die Setlist ist zur Freude aller eher von älteren Alben inspiriert – maximal 3 Songs vom aktuellen Wolves Album, dafür jede Menge Klassiker wie Ready to Fall, Satellite, Prayer of the Refugee, aber auch I don’t want to be here anymore. Zwischendrin gibt es ein Accoustic-Set mit 3 Songs,  natürlich inkl. Hero of War – ok – wenn’s sein muss. Zu Help is on the way wieder rein ins Getümmel. Der Pit ist angenehm gefüllt und gut gelaunt gibt’s nochmals 20 Minuten ordentlich Schubserei mit Savior zum Schluss inkl. Band in Pauli-Trikots.

Großartige Band in top Stimmung mit Weltuntergang-Sound. Weiter! Immer weiter!

Bewertung: 8/10

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DEICHKIND – Trabrennbahn Hamburg

25.08.2017 / Krawall und Remmidemmi auf der Trabrennbahn.

Ganz im Sinne von „Denken Sie groß“ strömte das zahlreiche Publikum in der Hamburger Abendsonne (also die echte, nicht der Nieselregen, der gerne als Hamburger Sommer verkauft wird) auf die Trabrennbahn. Die Erwartungen waren hoch. Deichkind in Hamburg das muss sensationell sein. Ein bisschen arg gedrosselt wurde diese Erwartungen allerdings direkt mit den Vorbands Mighty oaks und der Mädchengang, deren Name mir mit dem ersten Song entfiel. Mighty oaks wirkten auf der riesigen Bühne mit ihrem Akustiksound verloren und leider auch sehr blechern, da die Tonqualität doch zu wünschen übrig lies. Die Mädchengang hob schon eher die Stimmung, wenn die HipHop Beats der Schwestern S mal ankamen. Auch hier war der Soundmeister Bier holen. Am Rande sei erwähnt, das das Bierstandpersonal auf Langsamkeit geschult war und so jeder Gewinn eines Hopfentropfens wie pures Gold wirkte und die Wiederkehr der verschollenen geglaubten Bierholer unglaublich zelebriert wurde.

Plötzlich riss die Hälfte der Konzertbesucher ihre Smartphones im Videoaufnahmemodus in die Luft und hielten diese wie versteinert auf die Bühne gerichtet.

Es war soweit das Konzert begann mit So’n Musik. Doch statt direkt das Fass hereinzurollen, hangelte sich Deichkind von ihren bekannten bis weniger bekannten Songs durch das Programm. Bis sie dann tatsächlich das Fass hereinrollten dauerte es eine Weile und erst dann kam das an, was man von Deichkind erwartete: Selbst die hintersten Reihen zum Wackeln zu bringen. Fast wollten sie sich schon ohne Krawall und Remmidemmi verabschieden, doch ohne diese Zugabe wollte keiner sie gehen lassen. Zum Glück, denn hier war der Zeitpunkt als die ganze Trabrennbahn sprang und bebte. Deichkind kann es ja doch – kurz bevor die Flutlichter die Herde von wieder von der Bahn traben lies.

Bewertung: 6/10

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BAD RELIGION – Große Freiheit Hamburg

25.07.2017 / Die alten Herren spielen auf

Wer jetzt vom Titel auf eine Tanzteeveranstaltung in der Großen Freiheit schließt, den muss ich leider enttäuschen: Beim Punkrock scheint es wie beim Käse zu sein: alt ist nicht unbedingt schlechter. Es gibt einige Bad Religion Fans in Hamburg so war die Große Freiheit gut gefüllt – man merkte es schon an der Schlange beim Einlass. Die Halle wartete geduldig auf ihre Helden und wurde von Itchy sehr angenehm auf Raumtemperatur gebracht. Dann kamen die großen Herren der Punkrock Szene auf die Bühne und die Menge fing langsam an zu brodeln. Nach einer Stunde Punkrock-Attacke tropfte der Schweiß nicht nur vom Gitarristen sondern auch von der Decke. Die Altmeister hatten es routiniert geschafft. Sozialkritisch wie immer – auch die Generation Digital Natives bekam ihr Fett weg – zeigten die vier aus Kalifornien wie guter Punkrock sich anhört. Auch wenn man immer ein bisschen das Gefühl hatte, dass der eigene Mathelehrer durch eine unwahrscheinliche Metamorphose als coole Socke auf der Bühne stand, begeisterten sie mit ihren alten aber auch neuen Songs und ließen sich auch nicht lumpen eine Zugabe in frischen T-Shirts zu spielen. Das gut durchgeschwitzte Publikum entließen sie dann nach gut 1 1/2 Stunden und 31 (!) Songs, um hinauszuziehen und die Welt ein Stück besser zu machen.
Bad Religion hat gezeigt: Musik kennt kein Alter.

BEWERTUNG: 9/10

http://www.badreligion.com/

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DISCO ENSEMBLE – Knust Hamburg

29.03.2017 / Muistatko?

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Definitiv eines meiner Highlight-Konzerte in diesem bisherigen Jahr sollte der Auftritt von Disco Ensemble im Knust werden. Von allen bisherigen Locations ist mir der hohe Saal an der Feldstraße immer noch einer der liebsten in Hamburg. Wurst am Anfang, immer angenehme Menschenmassen und schneller Weg zur Bar. Auf Youtube lief mir eben We Might Fall Apart von vor 10 Jahren im so nicht mehr existenten Molotow über den Weg. Bis auf Datum und Ort beschreiben diese 44 Sekunden ganz gut, was uns an einem Mittwochabend geboten wurde.

Ohne Vorband knallen uns die Finnen ohne Vorwarnung einen nach dem anderen vor den Latz. Start: Drop Dead Casanova. BAM. Der Sänger haut einen raus und ist gefühlt genauso ambitioniert wie bei allen bisherigen Shows. Second Soul, einer meiner persönlichen Favoriten, darf ich dann bereits vorne erleben. Ein lockerer Mittwochabend-Pit feiert die Band genauso vor der Bühne ab, auch wenn zwischendurch das neue Album Afterlife immer wieder stark vertreten ist, welches deutlich weniger Bretter enthält als die Vorgänger-Platten. Eartha Kitt (komm schon – grandios!)  zeigt genau das, was ich an der Band mag: Indierock ohne SchiSchi. Was soll noch kommen? Ach so – nur WMFA, Bay of Biscane, Face Down in a Fountain, Bad Luck Charm … STOP! WEITER! White Flag for Peace, Beacon, I’ve Seen The Future und das Ende mit This is my head exploding sowie Stun Gun.

Für mich war der Abend nah am perfekten Konzert. Hier wurde keine Geschichte geschrieben, aber mit vollem Bock grandioser, simpler Rock in Form hoch eingängiger Songs präsentiert. Selbst Herr Mensch äußerte sich als Ersthörer durchaus begeistert, er murmelt etwas von Kiitos, että tänä iltana!

BEWERTUNG: 9/10

http://discoensemble.com/

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JOHNOSSI – Docks Hamburg

11.02.2017 / For a little while

Johnossi-docks-hh-2017

Johnossi meets Reeperbahn. Man lernt so einiges, wenn man samstags auf ein Konzert in den Docks auf der Reeperbahn geht.

Erstens: Pünktlichkeit. Wenn auf dem Ticket 19 Uhr steht, dann geht das Konzert auch um 19 Uhr los. Einlass wird überbewertet, längere Spielzeiten von Vorbands auch. Zu der Vorband kann ich also nix sagen, weiß noch nicht einmal, ob es eine gab, denn ein entspanntes kurz vor 20 Uhr Eintrudeln warf uns direkt ins Konzertgeschehen.

Zweitens: ab und an sollte man auf Weisheiten der alteingesessenen Hamburger hören – vor allem wenn es um die Reeperbahn geht. „Meide Sankt Pauli am Samstag, da hat Pinneberg Ausgang.“ Ob das Konzert nun vorwiegend von Pinnebergern besucht war, habe ich statistisch nicht untersucht. Kann aber mit Bestimmtheit sagen, es war das übliche Reeperbahnpublikum von draußen.

Drittens: wenn man eine Nahkampfausbildung genießen möchte, versucht an den Wir-bleiben-in-der-Nähe-der-Bar-Stehern vorbei Richtung Bühne zu kommen. Eine Mauer ist durchlässiger und weniger aggressiv. So landeten wir bei meinem ersten Johnossi Konzert auf der Empore, um wenigstens einen Blick auf die Bühne erhaschen zu können.

Und die Musik? In der die faszinierende Welt der Aggros, Junggesellen, verlorenen Männersportgruppen und einsamen Mitvierzigerinnen auf Männerfang zwischen knutschenden Pärchen geriet die Musik total in den Hintergrund. Schade, denn die Band gab alles und spielte auch super. Wenn mal ein Ton zwischen gegrölten Geburtstagshymen seinen Weg in die Ohren fand. Durchaus Musik mit leichtem Mitschwing- und Mitsingpotential (was die Pärchen auch bei den Lovesongs reichlich ausnutzen), wenn ich das mal so laienhaft bewerten darf.

Ein paar Songs habe sogar ich mir gemerkt und erkannt – aber die richtige Konzertstimmung kam nicht auf. Irgendwie färbte das Publikum dann am Ende auch auf die Band ab und in der knappen Zugabe spielten sie einfach Lieder nochmal. Habt ihr sowenig Songs, Jungs?

Letztendlich schade, wie sehr einem ein Publikum den Konzertabend vermiesen kann, wenn die Musik nicht im Vordergrund steht. Doch bin ich nun aber auch neugierig wie ein Johnossi Konzert ohne Geburtstagsmedley klingt. Sollten sie wiederkommen, bekommen sie eine neue Chance. Außerhalb von St.Pauli am Samstag. Versteht sich.

BEWERTUNG: 4/10

http://www.johnossi.com/

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FOUR YEAR STRONG – Hafenklang Hamburg

02.02.2017

fouryearstrong

Auf Empfehlung eines Bekannten nach Billy Talent letzte Woche Donnerstag zu Four Year Strong. Erstes Mal Hafenklang – Erinnerungen an die Räucherkammer kommen hoch, wenn auch das Hamburger Pendant deutlich größer ist. Die erste Vorband Holly Would Surrender ist lokal wohl nicht ganz unbekannt, geht eher aber in Richtung Pop Punk inkl. einem Cover der Vengaboys (ja, genau DIE). Wer’s mag. Die zweite Vorband Boston Manor macht ordentlich Druck, auch wenn der Sänger etwas zuviel rumhampelt. In jedem Fall fühle ich mich wieder mitten in den 90ern. Wir stehen relativ weit hinten und mir fällt der doch recht gute Sound auf. Zu Four Year Strong gehts dann weiter nach vorne – und die ersten Songs brechen soundtechnisch sehr ab. Erst zum Ende hin verschwindet der breiige Eindruck. Die Band hat wahnsinnig Laune, den Laden wie im Jahr davor dick zu fordern. Die beiden Gitarristen sind gefühlt die Brüder von Graveltones Drummer Mikey Sorbello und sorgen noch heute bei mir für Verwirrung, weil ich Stimme und Statur nicht zusammenkriege. Beim letzten Song soll das Publikum dann auf der Bühne aushelfen und feiert die Jungs nochmal ordentlich ab. Das alles gab es übrigens für 17 €. Gerne mehr davon!

Bewertung: 7/10

http://fouryearstrongmusic.com/

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BILLY TALENT – Alsterdorfer Sporthalle Hamburg

07.12.2016 / not afraid of heights.

billy

Jetzt gut ein Jahr Hamburg. Leider muss ich gestehen, dass sich meine Konzerthistorie im Norden noch recht bescheiden gibt. Dem Aufruf zu Billy Talent Anfang Dezember bin ich zu spät gefolgt – zum Glück fand sich noch eine Karte. Eigentlich bin ich gar kein ultimativer Jünger der Kanadier, doch auf den Festivals der letzten Jahre haben sie mich nie enttäuscht. Von daher – ab zum Konzert – in der soundtechnisch grottenschlechten Alsterdorfer Sporthalle. Egal.

Die erste Vorband The Dirty Nil war gefühlt nicht die richtige Einstimmung. Zu dröge, langatmig und eher das Gegenteil von Billy Talent. Es folgte dann noch Monster Truck, die die Stimmung schon eher in richtige Bahn lenkte. Gegen halb 10 kamen BT dann auf die Bühne. Vom ersten Song bis zum letzten war ordentlich Druck hinten jedem Song, in einem guten Mix aus alt und neu. Klassiker wie Devil on my shoulder oder Neues wie Afraid of Heights gaben sich die Klinke in die Hand – standesgemäß mit solider Rangelei in den vorderen Reihen. Zum Abschluss der Viking Death March. Zack Bum, 2 Stunden gespielt, keine Zugabe. Licht an, fertig. Super solide, super motiviert, super Kack Sound. Die Band trifft keine Schuld und scheinbar muss man sich in Hamburg dran gewöhnen. Gerne wieder!

Bewertung: 8/10

http://billytalent.com

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BLUMENTOPF – Abschiedskonzert in der Alsterdorfer Sporthalle Hamburg

06.10.2016 / Das letzte Mal.

topf

Der Topf ist im Haus. Diesmal wirklich zum allerletzen Mal. Ich fasse es nicht. Die Jungs gehören schon zu meinem musikalischen Leben dazu. Und scheinbar auch zum Leben einiger anderen unserem Alters. Das Publikum in der f*****g Alsterdorf Tonqualität-Gedächtnis-Halle ist doch eher ein paar Tage älter als bei anderen Bands des gleichen Genres. Herrlich gediegen geht es dann auch los. Gefühlte 20 Minuten werden alle (ja wirklich alle) Konzerte dieser Band durchlaufen gelassen. Fazinierend, dass man erst nach 10 Min beim ersten eigenen Blumentopf-Konzert angekommen ist. Mainz. Gleich darauf Wiesbaden. Und jetzt ein letztes Mal hier in Hamburg. Man ist geneigt sich total in sentimentalen Gedanken zu verlieren.

Aber da hat man die Rechnung ohne den Topf gemacht. Voll da und schnell einem den Stock aus dem Arsch gezogen. Alle Top- und nicht Tophits werden performt. Das Publikum lässt sich mitreißen und schwingt auf einer Wolke grünen Dampfs den Partybeats entgegen. Doch was wäre der Topf ohne seine Freestyle-Einlagen. Roger, Cajus, Schu und Holunder flexen was das Zeug hält. Nach Aufhören sieht das nicht aus. Zwischendurch marschiert die bayrische Blaskappelle über die Bühne und heizt uns mit ordentlichem Schuhblattler (Tschuldigung?!) ein. Die war nur Solala. Aber nach 3 Stunden Schweiß, totalem Systemfuck, Manfred Mustermann und Horst mit der Rosi, 6 Meter 90 und der ultimativen Partysafari verlässt der Topf tatsächlich seinen Block. Alles im Lot – aufhören wenn es am Schönsten ist. Danke Topf! Wir werden euch vermissen.

Bewertung: 9/10

http://topf.flavors.me/

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DANKO JONES – Kieler Woche

20.06.2016 – Der alte Segler

Ernsthaft? Noch ein Danko-Review? Und wenn es das letzte ist, was ich tue – ohne es mit den anderen abgesprochen zu haben – dieser Blog ist Danko und Danko ist dieser Blog. @Winter und Hoppel: hoffe, das geht in Ordnung. Ich mache es auch kurz. Das Telefon klingelt – er ist da. Auf der Kieler Woche. An einem Montag. Ab in den Zug – der Regen trommelt nur so runter.

19:30 Uhr: orientieren. Alles spielt sich um die Kaistraße ab – Bühne ist gefunden. Davor zwei Flens-Stände, an denen ein paar Leute lehnen ansonsten eher so NIEMAND. Ähm… hier tritt gleich Danko Fucking Jones auf. Wo sind die Menschen? Die Nässe hört nicht auf. Essen organisieren, zweites Pils, 21:30 Uhr geht es los. Wir sind noch außer Sichtweite, weil wir dem Kieler-Woche-Montag-Abend-Programm fröhnen: abhängen. Rüber zur Bühne und moment mal, wo kommen denn die Menschen her? Hat er die in seinem Nightliner importiert? Kann nicht sein, das Publikum wirkt doch recht deutsch – aber gute Mischung.

Zur Musik kann und darf man nichts mehr sagen – er kann es einfach und rockt trotz stärker werdendem Regen für eine Stunde das Wasser aus allen Pohren und neues rein. Sogar ein kleiner Pit entsteht. Nicht überragend, doch gerade DANK Regen – irgendwann ist die Scheiß-Egal- bzw. Jetzt-erst-recht-Haltung aktiviert. Songauswahl typisch, Stimmung für die Umstände akzeptabel. AAABER: wieder einmal merkt man, dass es dieser Band vollkommen wurscht ist, wo und wieviele vor der Absperrung stehen. Die wollen nur spielen. Und zwar immer in gewohnter Qualität und Leidenschaft. Davor ziehe ich jedes Mal wieder meinen Hut. Die Kanadier werden auch nicht müde, sich für den Auflauf an einem verdammten, sinnflutartigen Montag zu bedanken. Kalt, naß, draußen. Bis hoffentlich gleich!

Bewertung: 6/10

http://www.dankojones.com

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BLUMENTOPF – Schlachthof Wiesbaden

03.12.2012 / Gebt her euren Schweiß

topf

Der Topf war im Haus. Und das richtig. Wer in den Stunden Unterhaltung nach bester HipHop Manier nicht ins Schwitzen geraten ist, hatte entweder erfolgreich einen Stock verschluckt oder noch viel mehr falsch gemacht.

Auf dem Weg zum neuen Schlachthof dachte ich noch, dass das Konzert abgesagt ist. Keine kreischenden Teeniemassen und keine endlose Schlangen am Horizont. Doch Blumentopffan sind einfach die Relaxten. Gemütlich trudelte der ein oder andere ein. Bei Edgar davor hatte man auch nicht viel verpasst. Gediegen war so auch der Einstieg ins Konzert. Hier und da waren am Anfang noch die Stocksteifen und Indiekopfnickerfraktion vertreten. Doch der Topf brachte auch selbst diese Bewegungslegastheniger spätestens bei der ersten Freestyleeinlage zum Zappeln. Bei matschigen Boden gingen tatsächlich alle Mann (ja – es war sicher 80% männliches Publikum) vor den Töpfen in die Knie. Danach gab es in der Halle 2 Stunden kein Halten mehr. Der Schweiß ran und Blumentopf verteilte Augustiner. Welche Songs? Gefühlt alle – aber diejenigen, die mich kennen, wissen, dass es für mich das schwerste auf der Welt ist, Songtexte und Songtitel zu merken. Aber klar – neue Songs wie „Rosi“ oder „Neulich in der City“, Klassiker wie die „Partysafari“ waren natürlich dabei und SoLaLa wurde mit Horst auch geträllert. Wirklich beeindruckt hat mich allerdings die ausschweifenden Freestyleeinlagen, die sicher mal mindestens 40 min der Show ausmachten und in denen Blumentopf sich und Wiesbaden ordentlich auf den Arm nahm. Dann waren sie „Mal weg“.

Hut ab liebe Töpfe. Da verzeihe ich euch auch das Anfeuern der Mainz 05er – Ich bin das nächste Mal auf jeden Fall wieder dabei!

Rahel

PS: Stefans Eindruck muss ich bestätigen. Die neue Halle wirkt kahl und ist gefühlt die Hälfte kleiner als die alte. Und reingeregnet hat es auch schon.

BEWERTUNG: 10/10