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Festival

ROCK AM RING 2012

30.05. – 04.06.2011 / Entschuldigen Sie, können wir Sie bitte kurz zur Seite gehen, Sie stehen auf einem Welthilt!

rockamring

Das erste Festival der Saison – Rock am Ring. Wie immer war die Organisation der absolute Wahnsinn – tolle Zelte, beste Vorbereitung durch Hofheim und Berlin. Hut ab.

Der Freitag begann für mich mit The Subways – keine Enttäuschung, aber auch keine Überraschung. Danach folgte Kasabian – und wie erwartet sehr gut, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sie nicht lange gespielt haben. Das wiederum kann aber auch meine sehr subjektive Meinung sein. Beth Ditto von Gossip produzierte sich vor allem selbst und ist nun wirklich keine Augenweide. Schnell rüber in Richtung Evanescence – was soll man sagen – Amy packte nochmals eine ordentliche Schippe mehr auf die bisherige Performance, damals in Düsseldorf. Umwerfend, sicher auch, weil Stimme und Stimmung im Dunkeln draußen einfach noch geiler sind als in einer langweiligen Halle. Dann der Fehler – lass mal schnell rüber zu Linkin Park. Okay, das war wirklich naiv. Egal – auf den Monitoren wurden vor allem Einspieler gezeigt, aber immer nur ganz kurz die eigentliche Performance der Band. Das was man sah, kam sehr „runtergespielt“ rüber. Also sollte auch Marilyn Manson alleine spielen müssen, wir zogen dann doch das Partyzelt vor.

Samstags erfüllten uns Jack Black und Kyle Gass (was eine coole Sau) von Tenacious D mit einem wirklich guten Auftritt. Und das um 20.00 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein sowie einem blauen Himmel. Das gesamte Konzert gibt es hier! Es lohnt sich.

Samstag sollte aber auch der Tag der Tage werden – was mir allerdings morgens noch nicht wirklich bewusst war. Ich sollte noch nicht ahnen, dass eine Band namens Metallica ein Feuerwerk zünden würde, was ich bisher so noch nicht erlebt hatte. Uns war beim Aufwachen noch nicht klar, dass wir am Ende flehend vor James Hetfield auf die Knie fallen und um Gnade bitten würden. Beim ersten Morgenbier wussten wir noch nicht, dass die Jungs uns einen Welthit nach dem anderen um die Ohren hauen würden. Unglaublich. Aber nicht nur, dass der Sound spitze, die Songs super waren und die Show dezent an exakt den richtigen Stellen einsetzte (inkl. Flammenfontänen auf dem Bühnendach) – nein, eben als ich nach Hause kam, habe ich in meinem Duden das Wort Souveränität gesucht – es steht jetzt unter M wie Metallica bzw. unter H wie Hetfield. Es war für die Jungs keine Anstrengung sondern die pure Freude, über 80.000 Menschen in Grund und Boden zu spielen und den Teppich des Rocks auszurollen. Meine Fresse! Abgerundet wurde das Konzert mit gefühlten 10 Zugaben. Einen kleiner Eindruck gefällig?

Sonntag – aber was sollte da noch kommen? Egal ob Dropkick Murphys, Deichkind oder The Offspring – alle müssen sich seit 01:00 Uhr Sonntagfrüh mit Metallica messen lassen. Ach so, und wer waren nochmals diese „Hosen„?

Alleine für Metallica hat sich der Weg gelohnt. Und wie schon letztes Jahr – wegen der wirklich großartigen Gesellschaft. Und wegen dem Warsteiner-Bier, was ab Nummer 20 auch nach Becks schmeckt. (Danko)

BEWERTUNG: 9/10

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Konzerte

BLACKMAIL – Goldene Krone Darmstadt

04.02.2012 / Definitiv Friend!

bm

Da der letzte Konzertbericht von Blackmail noch gar nicht so lange zurückliegt, folgt hier nur ein knappes Update. Sie luden für unfassbare 10 Euro / Karte (es war mir fast unangenehm, so wenig zu bezahlen) nach Darmstadt in die Goldene Krone ein – und ich muss sagen, eine sehr geile Location, die mich wirklich überrascht hat. Vor allem war das Ding zum Ende auch ganz gut gefüllt, nicht nur im Saal selbst sondern ebenfalls auf den Floors. Erdinger für 3 Euro ohne Pfand – Himmel!

Die Vorband Red Hill bestach vor allem durch die gute Gitarrenmusik, weniger durch ihre Texte und schon gar nicht durch die Stimme des Sängers. Schade, denn wie gesagt – musikalisch war das ganz fein anzuhören.

Oktober 2011 haben wir die Band zuletzt im Nachtleben gesehen – etwas in Sorge, ob der Erfolg weiter anhält. Das Thema „neuer Sänger“ soll hier gar nicht mehr angesprochen werden, denn wie sich am Samstag zeigte, ist Blackmail eine gute Einheit geworden. Anders, aber besser als im Oktober. Zu Beginn war zwar der Sound etwas merkwürdig, wurde aber schnell besser. Die Mischung der Songs (neues Album, alte Alben) war definitiv großzügiger und von der Setlist her hätte es glaub ich nicht besser sein können. Solide, mit viel Laune und in einer guten Location. Die Spielzeit erschien uns mit 50 Minuten etwas kurz, wurde dann allerdings nach einer kurzen Unterbrechung (in der Carlos noch nicht mal die Bühne verließ), in einer grandiosen, gut 25-minütigen Zugabe mit Songs wie beispielsweise Nightschool oder aber „Friend“ (die Viertelstunde-Fassung) glatt gezogen.

Bitte, bitte, immer wieder exakt so!

BEWERTUNG BAND: 9/10
BEWERTUNG LOCATION: 10/10

http://www.blackmail.de/

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Konzerte

KILIANS – Das Bett Frankfurt

25.11.2011 / Ein klärendes Gespräch

kilians

Lang ist es her, dass wir etwas von Kilians gehört haben. Der letzte Eintrag auf der offizielen Bandwebsite preist 2 Konzerte im Dezember 2010 an. Danach Stille. Auf myspace liest man: „We are currently in the studio to record some demos. Sounds pretty damn good so far!!!“ – am 17.06.2010. Was ist da los? Umso besser, dass jetzt das Nachholkonzert vom August (?) im Bett in Frankfurt anstand. Ich muss gestehen, dass ich dieser Location das erste Mal die Ehre erwies – aber mit Sicherheit nicht das letzte Mal. Es hätte zwar etwas voller sein können, aber ansonsten kann dort wirklich eine gute Stimmung entstehen.

Als Vorband kam Nessi (aus Berlin) auf die Bühne. Beispielsong. Sie hat eine wirklich gute Stimme, auch wenn ich den Sound irgendwie nicht ganz gelungen fand. Dennoch ist es nicht meine Musik. Aber bemerkenswert in jedem Falle.

Anschließend endlich – oh ja – wir haben uns nicht vertan und sind bei einer Kilians-Coverband in die Ticketfalle getappt. Das passte überall. Die Band hatte Bock zu spielen, und zwar viel Neues, neben Klassikern wie Hometown oder When Will I Ever Get Home. Wenn ich Simons zwischenzeitliche Anmerkungen und Sticheleien richtig interpretiert habe, haben die Jungs schon einige Songs in petto, aber parallel wohl auch das ein oder andere Problem mit der Plattenfirma. Wir dürfen gespannt sein – in jedem Fall wird was kommen und die Songs versprechen etwas Gutes. Die Stimmung war spitze, die Spielzeit mit ca. einer Stunde vollkommen okay, da die Band dann nochmals für 7(!) Zugaben auf die Bühne kam.

Fazit: Es lohnt sich jedes Mal wieder – zumal 15 Euro wirklich mehr als fair sind. Und auch wenn Tommes seit 2008 immer noch im Bunker auf der Couch auf Simon wartet, sind die Jungs weiterhin sehr auf dem Boden geblieben und haben einfach Lust auf Musik. Simpel und Solide! Perfekt!

P.S.: Bei vorherigen Berichten haben wir häufig angesprochen, dass der Sänger des öfteren lange lange Reden schwingen musste. Das war dieses Mal überhaupt nicht so.

BEWERTUNG: 8/10

http://www.IAMNESSI.com/
http://www.myspace.com/thekilians

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Konzerte

EVANESCENCE – Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

18.11.2011 / Das erste Mal – das beste Mal.

evanescence

Ich musste eben erst einmal nachschlagen, zu welchem Genre sich EVANESCENCE überhaupt genau zählen – laut Wikipedia handelt es sich dabei um Alternative Metal bzw. Dark Metal. Hätte jetzt persönlich eher eine andere Richtung gesagt, aber eigentlich ist es auch vollkommen egal. Freitagabend – Andrea, Alex und ich machen einen kleinen Abstecher in die Mitsubishi Gedächtnis.. ähhh Electric Halle nach Düsseldorf. Location vollkommen in Ordnung, ganz schön groß, aber angenehm, da es später kein bisschen Gedränge gab.

Zunächst stehen Kellermensch aus Stockholm auf der Bühne. Alex und ich konnten uns an deren Auftritt am Samstag bei Rock am Ring erinnern und hatten damals eigentlich einen schlechten Eindruck. Irgendwie hatten wir da scheinbar zuviel Bier im Ohr, denn dieses Mal waren definitiv einige wirklich brauchbare Songs dabei, wie beispielsweise Army Ants. Abgesehen von der peinlichen Verabschiedungsszenerie des Sängers zum Ende also ein guter Auftakt.

Es folgten The Pretty Reckless und begannen, uns leicht wegzubretzeln. Die Sängerin war eine gute Einstimmung auf den Hauptact, auch wenn die Stimme ganz anders und etwas dreckiger klang. Leider konnte ich nicht wirklich gute Sachen bei Youtube finden – selbst auf dem Album kommen die Sachen nicht so rotzig rüber wie live, was etwas schade ist.

Endlich. Evanescence kommen. Amy Lee hat nicht nur im Studio eine unglaublich imposante Stimme sondern live ebenfalls. Es ging mit What You Want vom aktuellen Album los, darauf direkt Going Under und dann ein Kessel Buntes aus der gesamten Bandgeschichte. Bring Me To Live durfte ebenso wenig fehlen wie My Immortal als finale Zugabe. Die Sängerin ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, locker 6-7 Songs während des gesamten Auftritts teilweise auf dem Flügel (welcher immer wieder rein- und rausgeschoben wurde) zu beginnen – genau das, was man bei dieser Band kennt und mag – sanfter Anfang mit dem Piano, danach wird die Halle mit Gitarren und Drumset abgefackelt. Doch immer und immer wieder – ihre Stimme. Ich kann nur sagen: jederzeit wieder. Fast volle Punktzahl, da sich der Ausflug zu 100% gelohnt hat und Evanescence hoffentlich noch häufigst in deutschen Hallen spielen werden.

BEWERTUNG: 9/10

http://www.myspace.com/kellermensch
http://www.myspace.com/theprettyreckless
http://www.myspace.com/evanescence

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Konzerte

VOLBEAT – St.Jakobshalle, Basel

09.11.2011 / Mit Michael Poulsen gegen die Hochzeitsaufregung.

volbeat

Okay, ich weiß, dass es sich jetzt um den 3. Volbeat-Bericht kurz hintereinander handelt – dennoch möchte ich es nicht versäumen, meinen Senf dazu beizutragen. Erstmal ist es doch schon sensationell, dass Stefan, Tommes und ich alle in unterschiedlichen Location diese tolle Band betrachten und hören konnten. Für mich ging es Mittwochs mit Andrea, Atze und Alex im Gepäck nach Basel. Was direkt auffiel: scheinbar ist die Band in Deutschland um einiges erfolgreicher, als in der Schweiz. Überschüssige Tickets loswerden funktionierte nur schwerlich.

Die Vorband verpassten wir dadurch leider. Jetzt zu Volbeat. Ja, ich weiß, was Tommes exakt meint mit „ein und dasselbe Konzert abermals sehen“. Allerdings fand ich das überhaupt nicht schlimm, da ich eben genau aus diesem Grund dort hin wollte. Berlin war der Knaller (wahrscheinlich noch etwas besser als Basel, da die Bühne einfach nochmals größer war). Und um genau Volbeat (im besten Falle) wie damals in Berlin wieder zu erleben sind wir die 4 Stunden Fahrt angetreten. Sie haben uns nicht enttäuscht, auch wenn es ungewohnt (aber auch angenehm) luftig im Publikum war. Ich würde jederzeit wieder hinfahren, da sie ihre Show einwandfrei durchrocken. Vielleicht ist diese Konstante auch etwas Positives, so wie man sich bei Jimmy Eat World darauf freut, dass nicht gequatscht wird.

Davon abgesehen war es ein sehr freudiger Abend, da Andrea und Alex 2 Tage vor ihrer Hochzeit standen.

BEWERTUNG: 8/10

www.myspace.com/volbeat

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Festival

ROCK AM RING 2011

03.06. – 05.06.2011 / Entspannt und groß

rar

Zu Beginn muss man festhalten: bisher bin ich in meinem ganzen Leben noch nie bei Rock am Ring gewesen. Dafür musste ich mir nicht nur jede Menge verwunderte Blicke einfangen – mich hielten bisher auch Horrorgeschichten von nicht enden wollenden Menschenmassen von einem Besuch ab. Ersteres animierte mich dann doch dazu, dieses Jahr mit Hilfe von Alex mein erstes Ringfestival zu starten. Zunächst einmal: ich habe selten ein solch entspanntes Musikereignis dieser Größe miterlebt. Das lag zum einen an einer perfekten Ausstattung (inkl. Kühlschrank und weiteren Annehmlichkeiten) auf dem nahegelegenen Campingplatz, aber vor allem an den wirklich tollen Leuten, welche dieses Jahr schon teilweise ihr 15-jähriges RAR-Jubiläum feierten. Leider machte mein Magen am Sonntagmorgen schlapp, weshalb ich frühzeitig abreisen musste und damit unter anderem Volbeat verpasste.

Musikalisch muss man wenig dazu sagen – ein (großes) Highlight jagte das nächste. Unser Opener am Freitag war mal wieder Gaslight Anthem, die einem immer wieder zu Beginn eines Festivals das Gefühl von Geborgenheit und gleichzeitigem Hochgefühl geben. Man möchte am liebsten in die Bühne springen vor Freude. Umdrehen und ab zu Wolfmother – Brett! Auch wenn ich im letzten Jahr noch gegen die Stimme des Sängers war – nach einer gewissen Penetration finde ich diese Band immer besser. Dies wurde durch das Konzert nur nochmals bestätigt. Den Abschluss bildeten Kings Of Leon (zum ersten Mal gesehen) – sie begeisterten vor allem dadurch, dass sie eben nicht die Klassiker rauf und runter gurkten sondern auch viele alte (mir unbekannte) Songs spielten. Meiner Meinung nach nicht gerade Standard auf einem solchen Festival.

Der Samstag begann mit Kellermensch, welche allerdings im Vergleich zum Bierstand nur die 2. Wahl waren. Anschließend folgte eine gute Band namens Escape The Fate. Darauf entstand eine mir nicht zu erklärende Lücke in meinen Erinnerungen, die erst wieder (ja, ich weiß, es ist schlimm) von den Söhnen Mannheims abgelöst wurde. Themawechsel: Coldplay. Auch diese habe ich zum ersten Mal gesehen und muss sagen: ich war wirklich begeistert. Sicher kann man darüber streiten, dass die Show nebst 200kg Pyrotechnik vor allem das Mainstreampublikum ansprechen soll – dennoch war es für mich ein krönender Abschluss des Tages. Es folgte ein leichter Schauer mit 800 Litern pro Quadratmetern.

Fazit: Nächstes Jahr definitiv wieder. Wie schon beschrieben: ein wirklich entspanntes Festival mit riesiger Fläche und dadurch gar nicht mehr so groß wirkenden Menschenmassen. Abgesehen davon: super tolle Festivalleute!! Die Bands gewinnen sowieso. (danko)

BEWERTUNG: 9/10

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Konzerte

VOLBEAT – Arena Berlin

14.11.2010 / Dänemark in Berlin

volbeat

Volbeat war angesagt. Location: Arena, Berlin. Nach einer entspannten Anreise, unfassbar komfortabler Unterbringung und einem schönen Wochenende sollte nun der krönende Abschluss am Sonntagabend folgen. Ich muss zugeben, ich hatte mir vorher schon ein bisschen im Kopf ausgemalt, wie das Konzert Rockabilly-Band aus Dänemark werden könnte – und nach meinen Erfahrungen mit TigerArmy war ich etwas in Sorge, aber guten Mutes. Schließlich sind Rockabilly-Anhänger meistens düster aber kein bisschen beängstigend. Stefan und mir verschlug es dann dementsprechend die Sprache, als wir der Arena immer näher kamen und uns die Massen an Fans begleiteten.

Die Location war auf der einen Seite sehr geil, weil die Bühne unfassbar breit schien, auf der anderen Seite ein Problem, weil auf gefühlte 10.000 Menschen gerade mal 20 Toiletten kamen. Sagen wir mal so, es uferte ein bisschen aus. Jetzt Musik: Vorband 1 war „The Kandidate“ – keinerlei Beurteilung möglich. Danach kamen „Entombed“, die meiner Auffassung mal wieder nicht so wirklich zum Headliner passten. Aber sie waren mit Ihrem Geschreie ganz gut, um die Meute aufzustacheln. Bier (wie – achso, du darfst mir kein Bier verkaufen, das dürfen nur deine Kollegen? Du zapfst nur? Ik versteh’s nich, wa?). Intro – Volbeat machte Show, und spielte uns in Grund und Boden. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass Sie so viel Show drum herum machten, aber über eine Art Rampe konnten die Bandmitglieder (und vor allem Frontman Michael Schøn Poulsen (seines Zeichens zu 96,4% volltätowiert)) auf 3 verschiedenen Ebenen rumlaufen und uns wegpusten. Ich habe nichts auszusetzen. Es war laut und alle Songs, die ich mir hätte wünschen können, klangen durch die heiligen Hallen. Eine saftige Zugabe gab es ebenfalls (die allerdings auch nötig war nach nicht allzu langer Spielzeit) und das Publikum schien größtenteils überzeugt vom Abend.

Abmarsch – wo sind Stefan, Tommes und Helle? Ahhhhja… die haben sich lieber zu den Glatzen und dem Weinstand im hinteren Teil der Halle gestellt. Nochmals zum Thema Publikum: im Gegensatz zu TigerArmy fand ich dieses Mal schon einige Menschen sehr fragwürdig und nicht ganz koscher. Nach vorne hätte ich mich zumindest nicht getraut.

BEWERTUNG: 9/10

www.myspace.com/volbeat

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Konzerte

SAMIAM – Schlachthof Wiesbaden

03.11.2010 / Selten aber gut

samiam

Samiam gehört zu den Bands, die gefühlt (nicht ganz so selten wie Mute Math aber fast) alle Lichtjahre mal nach Europa kommen und man dann auch noch Glück haben muss, dass sie Deutschland besuchen. Jackpot. Samiam im Schlachter. Tommes rief mich schon eine Woche vorher begeistert beim Pendant aus HH an.

Doch der Reihe nach. Zunächst stand A Death In A Family vor uns, zu denen ich nicht wirklich viel sagen kann. Musikalisch hat es meiner Meinung nach nicht so gepasst. Aber scheinbar touren sie schon ein bisschen mit dem Hauptact. Anschließend bekamen wir dann von Nathan Gray’s „The Casting Out“ auffe Ohren. Im Nachhinein hab ich gelesen, dass eben dieser Sänger auch Gründungsmitglied von boysetsfire (die sich übriegens dieses Jahr wieder vereinigt haben) war. Die Jungs zeigten uns in der folgenden halben Stunde, wie sich genau Post-Hardcore/Punk (das Punk ist von mir weil ich weiterhin glaube, dass dort einige punkige Einflüsse drin sind) definiert. So hatte Nathan (schon nach den ersten Songs) ein unglaubliches Mitteilungsbedürfnis und krabbelte wie ein Affe an den Verstrebungen der Räucherkammer rum. Das Publikum vor der Bühne: jung, jünger, am jüngsten. Pogen was das Zeug hält. Fazit: viel Entertainment und passable Musik.

Zeitsprung: Samiam hat nun mittlerweile als Band schon geschlagene 22 Jahre / 11 Alben auf dem Rücken. Und das merkt man ihnen auch an: von der Souveränität! Sie ebneten mitunter den Weg für Bands wie Bad Religion, Blink oder Green Day (naja… ;)). Doch jetzt bitte: Jason Beebout! Der gute Mann scheint sich von Konzert zu Konzert nicht die Bohne zu verändern und hat beim Gesang eine Gottes-Stimme. Okay, ich finde sie grandios. Die Songauswahl war bunt durch den Garten – viel aus dem Album Astray, Klassiker wie Stepson oder Capsized und zum Schluß Storm Clouds. Perfekt. Gefühlt hat die Band ca. ein einviertelstunde gespielt plus 3 Zugaben. Vollkommen okay. Auch wenn ich zugeben muss, dass Bewegung nicht ihre Stärke ist – aber die Stimme reißt es raus. Noch kurz zum Publikum: das wurde in der Umbauphase von A Casting Out zu Samiam komplett ausgetauscht. Beim Headliner standen auf einmal gefühlt nur noch Ü-30er vor der Bühne – teils Tiere, die komplett anders steil gehen als die Fans der Vorband. Man hatte den Eindruck, als fänden sie Samiam so geil, dass sie gleich die Bühne samt Band ummähen würden.

Fazit: Ein Stück Musikgeschichte + 2 Bands für 20 Euro. Wenn sie wieder da sind, werde ich wieder hingehen. Und selbst wenn sie sich dann noch weniger bewegen. Respekt. Because life can be so dull.

BEWERTUNG: 8/10

http://www.myspace.com/samiam

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Konzerte

DISCO ENSEMBLE IN DER RÄUCHERKAMMER

06.09.2010 Gegensätze ziehen sich an (Sound vs. Band)

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Schande über mein Haupt – ich hätte es fast vergessen, wenn Stefan mich Montags nicht darauf hingewiesen hätte, dass ja heute Abend Disco Ensemble im Schalchthof laufen sollte. Im gleichen Atemzug erwähnte er dann, dass er aus krankheitstechnischen Gründen diesem Highlight besser fernbleiben sollte. Rahel hatte sich bereitwillig als Ersatzbegleitung einverstanden erklärt und so schlenderten wir gegen halb 9 gemütlich runter. Nach Pizza und ersten Bieren sahen wir nur noch den Rest der Vorband, die aus lediglich 2 Mitgliedern bestand. Von außen hörte sich fast alles gleich an – schnelles Schlagzeug – aber irgendwas war anders. Innen drin konnte man dann feststellen, dass der Drummer komplett ohne Bassdrum da saß – wahrscheinlich aus Platzgründen in der Räucherkammer.

Danach sollten sie kommen, die großartigen Jungs von Disco Ensemble. Und sie kamen – aber wo war die Stimme des Sängers? Er schien sich nicht wirklich leise zu artikulieren, allerdings war der Sound das gesamte Konzert super beschissen. Wenig Sänger, viel zu schepperndes Schlagzeug. Sehr schade. Denn die Jungs haben wirklich Lust gehabt, zu spielen. Das Verhältnis von Nichtmoshpit’ler zu Moshpit-Begeisterten spricht dafür – geschätzt 1/3 zu 2/3. Der halbe Raum war kontinuierlich über die 1,5 Stunden in Bewegung. Gerade bei älteren Songs wie Dynamite Days oder We Might Fall Apart sah man den Circle kreisen. Großartige Songs auch vom neuen Album, welches bei meiner nächsten Bestellung definitiv dabei ist. Sehr interessant übrigens, dass ich zu Beginn etwas die Befürchtung hatte, der Sänger würde leicht ins Schreien abdriften – dem war nicht die Bohne so. Also soweit man das bei dem Sound erhaschen konnte. Nach einer Stunde war Schluß – ohne ein Wort zu sagen, gingen sie von der Bühne, kamen 17 Sekunden später wieder und gaben noch 6 weitere Zugaben.

Fazit: Spitzenband, die nach vorne geht und leider scheiß Sound im Gepäck hatte.

BEWERTUNG: 8/10

www.myspace.com/discoensemble

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Festival

ROCCO DEL SCHLACKO 2010

13. – 15.08.2010

vorlage-rockblogg

Tag 1, Freitags:

Aus technischen Gründen gelang uns die Anreise zu den Sauwasen im Saarland erst so gegen 17.30 Uhr. Zu Beginn hatte ich mal was von 22.000 Menschen gehört – falsch – es waren wohl nur 8.000. Nach Zelt-aufbauen beeilten wir uns, um noch Shout Out Louds mitzubekommen. Dem ungetrübten Festivalgenuss standen allerdings noch die scheinbar nur im südwestlichen Raum Deutschlands vertretene Abart, Kohle gegen „Festivalcoins“ zum Bezahlen tauschen, entgegen. Unfassbar. Stefan hat sich letztes Jahr schon beim Rock A Field darüber ausgelassen – ich finde noch nicht genug. (Axt, Staubwolke, Raute, Faust)
Die letzten Töne von Shout Out Louds. Dann war die erste zu hörende Band dann doch Gaslight Anthem. Wie jedes Mal solide gut und einfach spitze. Ich habe keine Ahnung, was die mit mir angestellt haben – aber es hat gewirkt.
Es folgte Bad Religion, mit denen ich nicht wirklich etwas anfangen kann und so langsam wurde uns der Begriff Sauwasen klar. Der Untergrund war unfassbar staubig und der vom Pit augewirbelte Sand kam dann auch ganz schnell zu uns rüber.
Bühne frei für The Hives. Grandios. Das Bild zeigt die doch sehr eindrucksvolle Show – und sie gönnten uns nicht wirklich eine Pause. Die Zugaben fühlten sich an wie 10, waren aber (so ließ ich mir später sagen) wohl nur 2, wobei der letzte Song in epischer Breite immer und immer wieder stückchenweise wiederholt wurde. Boom.

Tag 2, Samstags:

Samstag standen nach Quatropop (??) We Were Promised Jetpacks auf der Bühne und Stefan hatte mir eingebläut, unbedingt hinzugehen. Auch wenn mir manchmal die Stimme etwas quengelig vorkommt – die Songs gefallen mir und der Sänger sieht so verdammt unscheinbar aus – jetzt nicht falsch verstehen. Finde ich.  Mit Skindred standen dann Briten (gefühlte Kubaner) auf der Bühne und der Sänger verwirrte mich schon zu Beginn mit seinem Diktatorkostüm. Keine Ahnung, ich musste die ganze Zeit an Captain Jack denken – deshalb haben wir uns das lieber mal aus der Ferne angeschaut. Denn der Vodka-RedBull-Stand war weit weit weg.

Spannung – Blumentopf kam. Hatte ich bislang noch nie gesehen und auch wenn ich kein HipHop-Fan bin, besitze ich 3 Alben von denen, da ihre Texte wirklich wirklich gut sind und es nicht so anstrengender HipHop ist. Nach Macht Platz kam zunächst mal gute 10 Minuten Freestyle – Respekt. Bezogen auf alles, was sich gerade im Publikum abspielte.

Es folgten Münsterländer Donots und Frontmann Ingo Knollmann hatte zu allem Überfluss auch noch Geburtstag – LaberRabarber. Wir mussten die ganze Zeit seine Wünsche erfüllen – tanzen, sitzen, aufspringen… Die Musik finde ich jedoch weiterhin größtenteils gut. Bela B und die Helden wurden danach erfolgreich von allen Teilnehmern unserer Gruppe boykottiert und so sollte uns das Brot den Rest geben. Große Show. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Fazit: gutes solides Festival mit extremen Problemen im Sanitärbereich und teils zu jungem (asozialen) Publikum, was scheinbar auch den Klassiker mit „aufs-Zelt-Kotzen“ super lustig findet. Und nein – uns ist es nicht passiert. Das Wetter hat uns die ganze Zeit schöne Sonne beschert und die ersten Regentropfen pünktlich zur Abreise. Vom Zeltgelände war es im einen Teil zu staubig, in unserem (ruhigeren) Teil allerdings perfekt. Diese Umtausch-in-Coin-Kacke aber nervt wirklich, allein schon, weil man in normalen Fällen einfach zuviel Kohle dort lässt.

BEWERTUNG: 07/10

http://www.rocco-del-schlacko.de