THE BLACK BOX REVELATION - Kesselhaus Wiesbaden

15.02.2017

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Another Two-Men-Band … yes! Endlich hat es mal geklappt die beiden Herren von The Black Box Revelation als Hauptact zu sehen und nicht als erster Slot auf einem Festival. Sie hatten auch keine Vorband am Start, aber was für eine will man da vorher hören wollen … keine Ahnung.

Ich war relativ früh am Kesselhaus und ausser mir nur eine Handvoll anderer Konzertgänger. Anfangs sah es auch so aus, als sollten es nicht viel mehr werden. Glücklicherweise änderte sich das dann aber und ich schätze es fanden ca. 60 Leute den Weg nach Wiesbaden.

Die Show wurde mit dem Song „2 Young Boys“ eröffnet und das Publikum wippte zum Groove von Schlagzeug und Gitarre entspannt Bier schlürfend mit. Danach wurde Liedgut aller vier Studioalben gespielt. Die Bassdrum von Dries, ein wahrer Bad Drummer, gab tief-satt-klingend das Tempo der Songs vor, die von Jan an der Gitarre beeindruckend gefüllt und mit seiner kratzig-rock-bluesigen Stimme abgerundet wurden. Die beiden Belgier funktionieren einfach fantastisch zusammen und hatten auch erkennbar eine Menge Spaß auf der Bühne. Mein persönlicher Highlight-Song bildete „I Think I Like You“, welcher von Jan mit folgenden Worten eingeleitet wurde: „Dieser Song ist ganz speziell für Euch … glaube ich“. Ein wunderbares Lied.

Als Zugabe gab es nach gespielten 80 Minuten noch „My Perception“ und dann war Schluss. Es hätten noch ein paar Nummern mehr sein können (deshalb ein, aber somit kam ich früh nach Hause, hatte auch was für sich!

BEWERTUNG: 9/10

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THE GRAVELTONES - Zoom Frankfurt

11.02.2017

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Neues Jahr, neues Graveltones-Konzert. Yeah! Ein Headline-Konzert ohne Vorband und ohne jeglichen Schnick-Schnack. Und dieses Mal auch kein Montag, sondern ein Samstag und dazu noch im wunderbaren Zoom.

Da die Herren unserer Einladung gefolgt waren, in unserem Rock’n’Motel zu übernachten, trafen wir uns schon mittags, um kurz zu quatschen. Schon mal da, halfen Emma und ich kurzer Hand mal schnell als Roadies aus.

Um 20:15 Uhr, zur besten Sendezeit, starteten Jimmy und Mikey mit ihrer Show. Und, was soll ich sagen, es war wie immer! Das Set enthielt alle Songs die gespielt werden müssen, um alle musikalischen Facetten der Jungs aufzuzeigen. Es wurde wieder einmal (wie bereits in Karlsruhe, Offenbach und Aschaffenburg) sensationell gerockt, gebluest und gegroovet. Das Publikum, ich schätze es waren ca. 100 Leute, ging vom ersten bis zum letzten Ton mit, was selbst The Graveltones wunderte. „Woher kennt ihr uns eigentlich?“, fragte irgendwann Mikey. „Von unseren Support-Auftritten bei The Boss Hoss?“. Daraufhin meldeten sich einige. „Und die anderen? Aus dem Internet? Oder habt ihr von uns über Rauchzeichen erfahren?“. Is auch egal, denn alle waren begeistert und gingen ab. Nach etwas mehr als einer Stunde und 17 Songs war alles erzählt und die Biden räumten die Bühne, um sich danach den Fans und deren Autogramm- und Selfie-Wünschen zu widmen.

Danach tranken Sylvia, Bernd und ich, noch ein paar Biere mit den Graveltones und plauderten über Musik, Kaffee, Zigarren, London, Australien und und und … um 2 Uhr schliefen dann alle glücklich und zufrieden im Rock’n’Motel ein.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, schauten die Musiker sogar noch kurz auf dem 70. Geburtstag meiner Schwiegermutter vorbei. Und ich glaube, sie hatten richtig viel Spaß dabei. That’s also Rock’n’Roll.

BEWERTUNG: 10/10

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FOUR YEAR STRONG - Hafenklang Hamburg

02.02.2017

fouryearstrong

Auf Empfehlung eines Bekannten nach Billy Talent letzte Woche Donnerstag zu Four Year Strong. Erstes Mal Hafenklang - Erinnerungen an die Räucherkammer kommen hoch, wenn auch das Hamburger Pendant deutlich größer ist. Die erste Vorband Holly Would Surrender ist lokal wohl nicht ganz unbekannt, geht eher aber in Richtung Pop Punk inkl. einem Cover der Vengaboys (ja, genau DIE). Wer’s mag. Die zweite Vorband Boston Manor macht ordentlich Druck, auch wenn der Sänger etwas zuviel rumhampelt. In jedem Fall fühle ich mich wieder mitten in den 90ern. Wir stehen relativ weit hinten und mir fällt der doch recht gute Sound auf. Zu Four Year Strong gehts dann weiter nach vorne - und die ersten Songs brechen soundtechnisch sehr ab. Erst zum Ende hin verschwindet der breiige Eindruck. Die Band hat wahnsinnig Laune, den Laden wie im Jahr davor dick zu fordern. Die beiden Gitarristen sind gefühlt die Brüder von Graveltones Drummer Mikey Sorbello und sorgen noch heute bei mir für Verwirrung, weil ich Stimme und Statur nicht zusammenkriege. Beim letzten Song soll das Publikum dann auf der Bühne aushelfen und feiert die Jungs nochmal ordentlich ab. Das alles gab es übrigens für 17 €. Gerne mehr davon!

Bewertung: 7/10

http://fouryearstrongmusic.com/

THE GRAVELTONES Colos Saal Aschaffenburg

19.12.2016

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Montagskonzerte sind bekanntermassen  immer schwierig und dann nur wegen der Vorgruppe hingehen – geht schon mal – aber auch nur, wenn es The Graveltones sind! Mit Beate und Matze im Schlepptau, ab nach Aschebersch. Das Colos Saal war ziemlich voll, lag wohl an The Temperance Movement, ich kannte sie bis dahin nicht. Aber egal, wir waren ja schliesslich wegen den beiden Australiern da, die jetzt in London zuhause sind.

Kurz nach acht ging’s dann los und es wurde eine intensive halbe Stunde gerockt, gebluest und gegroovet. Unsere Erwartungen wurden von Jimmy und Mikey vollends erfüllt. Es gab einen Moment während des Konzerts, ich kann mich leider nicht mehr an den Song erinnern, aber da sang Jimmy O. so intensiv und inbrünstig, dass es urplötzlich im ganzen Saal ruhig wurde. Grossartig … Gänsehaut pur. Aber still war der Auftritt ganz und gar nicht, alleine schon wenn Bad Drummer Mikey Sorbello mit gezählten 5 Drumsticks pro Hand in die Felle haut. Das muss man mal gesehen und gehört haben, einzigartig. Ich liebe Zwei-Mann-Kapellen! Mit “Bang Bang” wurde das feine kleine Set beendet.

Nach The Graveltones wäre eigentlich unser Konzertabend beendet gewesen, doch Mikey sprang ersatzweise als Schlagzeuger bei der Hauptband mit ein, da diese ihr Drummer kurz vor der Tour verlies. Okay, schon mal hier, kann man sich ja auch noch diese Show geben. Kurzum, bis auf das Schlagzeug war es nicht so meins.

Am Merchandise Stand noch kurz gesmalltalked und die Jungs in unser Rock Motel eingeladen;)

The Graveltones sind echt ne Rock’n’Roll-Waffe … schaut sie euch unbedingt mal an, wenn sie in eurer Nähe spielen!

BEWERTUNG: 9/10

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BILLY TALENT - Alsterdorfer Sporthalle Hamburg

07.12.2016 / not afraid of heights.

billy

Jetzt gut ein Jahr Hamburg. Leider muss ich gestehen, dass sich meine Konzerthistorie im Norden noch recht bescheiden gibt. Dem Aufruf zu Billy Talent Anfang Dezember bin ich zu spät gefolgt - zum Glück fand sich noch eine Karte. Eigentlich bin ich gar kein ultimativer Jünger der Kanadier, doch auf den Festivals der letzten Jahre haben sie mich nie enttäuscht. Von daher - ab zum Konzert - in der soundtechnisch grottenschlechten Alsterdorfer Sporthalle. Egal.

Die erste Vorband The Dirty Nil war gefühlt nicht die richtige Einstimmung. Zu dröge, langatmig und eher das Gegenteil von Billy Talent. Es folgte dann noch Monster Truck, die die Stimmung schon eher in richtige Bahn lenkte. Gegen halb 10 kamen BT dann auf die Bühne. Vom ersten Song bis zum letzten war ordentlich Druck hinten jedem Song, in einem guten Mix aus alt und neu. Klassiker wie Devil on my shoulder oder Neues wie Afraid of Heights gaben sich die Klinke in die Hand - standesgemäß mit solider Rangelei in den vorderen Reihen. Zum Abschluss der Viking Death March. Zack Bum, 2 Stunden gespielt, keine Zugabe. Licht an, fertig. Super solide, super motiviert, super Kack Sound. Die Band trifft keine Schuld und scheinbar muss man sich in Hamburg dran gewöhnen. Gerne wieder!

Bewertung: 8/10

http://billytalent.com

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