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THE GRAVELTONES – Zoom Frankfurt

11.02.2017

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Neues Jahr, neues Graveltones-Konzert. Yeah! Ein Headline-Konzert ohne Vorband und ohne jeglichen Schnick-Schnack. Und dieses Mal auch kein Montag, sondern ein Samstag und dazu noch im wunderbaren Zoom.

Da die Herren unserer Einladung gefolgt waren, in unserem Rock’n’Motel zu übernachten, trafen wir uns schon mittags, um kurz zu quatschen. Schon mal da, halfen Emma und ich kurzer Hand mal schnell als Roadies aus.

Um 20:15 Uhr, zur besten Sendezeit, starteten Jimmy und Mikey mit ihrer Show. Und, was soll ich sagen, es war wie immer! Das Set enthielt alle Songs die gespielt werden müssen, um alle musikalischen Facetten der Jungs aufzuzeigen. Es wurde wieder einmal (wie bereits in Karlsruhe, Offenbach und Aschaffenburg) sensationell gerockt, gebluest und gegroovet. Das Publikum, ich schätze es waren ca. 100 Leute, ging vom ersten bis zum letzten Ton mit, was selbst The Graveltones wunderte. „Woher kennt ihr uns eigentlich?“, fragte irgendwann Mikey. „Von unseren Support-Auftritten bei The Boss Hoss?“. Daraufhin meldeten sich einige. „Und die anderen? Aus dem Internet? Oder habt ihr von uns über Rauchzeichen erfahren?“. Is auch egal, denn alle waren begeistert und gingen ab. Nach etwas mehr als einer Stunde und 17 Songs war alles erzählt und die Biden räumten die Bühne, um sich danach den Fans und deren Autogramm- und Selfie-Wünschen zu widmen.

Danach tranken Sylvia, Bernd und ich, noch ein paar Biere mit den Graveltones und plauderten über Musik, Kaffee, Zigarren, London, Australien und und und … um 2 Uhr schliefen dann alle glücklich und zufrieden im Rock’n’Motel ein.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, schauten die Musiker sogar noch kurz auf dem 70. Geburtstag meiner Schwiegermutter vorbei. Und ich glaube, sie hatten richtig viel Spaß dabei. That’s also Rock’n’Roll.

BEWERTUNG: 10/10

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JOHNOSSI – Docks Hamburg

11.02.2017 / For a little while

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Johnossi meets Reeperbahn. Man lernt so einiges, wenn man samstags auf ein Konzert in den Docks auf der Reeperbahn geht.

Erstens: Pünktlichkeit. Wenn auf dem Ticket 19 Uhr steht, dann geht das Konzert auch um 19 Uhr los. Einlass wird überbewertet, längere Spielzeiten von Vorbands auch. Zu der Vorband kann ich also nix sagen, weiß noch nicht einmal, ob es eine gab, denn ein entspanntes kurz vor 20 Uhr Eintrudeln warf uns direkt ins Konzertgeschehen.

Zweitens: ab und an sollte man auf Weisheiten der alteingesessenen Hamburger hören – vor allem wenn es um die Reeperbahn geht. „Meide Sankt Pauli am Samstag, da hat Pinneberg Ausgang.“ Ob das Konzert nun vorwiegend von Pinnebergern besucht war, habe ich statistisch nicht untersucht. Kann aber mit Bestimmtheit sagen, es war das übliche Reeperbahnpublikum von draußen.

Drittens: wenn man eine Nahkampfausbildung genießen möchte, versucht an den Wir-bleiben-in-der-Nähe-der-Bar-Stehern vorbei Richtung Bühne zu kommen. Eine Mauer ist durchlässiger und weniger aggressiv. So landeten wir bei meinem ersten Johnossi Konzert auf der Empore, um wenigstens einen Blick auf die Bühne erhaschen zu können.

Und die Musik? In der die faszinierende Welt der Aggros, Junggesellen, verlorenen Männersportgruppen und einsamen Mitvierzigerinnen auf Männerfang zwischen knutschenden Pärchen geriet die Musik total in den Hintergrund. Schade, denn die Band gab alles und spielte auch super. Wenn mal ein Ton zwischen gegrölten Geburtstagshymen seinen Weg in die Ohren fand. Durchaus Musik mit leichtem Mitschwing- und Mitsingpotential (was die Pärchen auch bei den Lovesongs reichlich ausnutzen), wenn ich das mal so laienhaft bewerten darf.

Ein paar Songs habe sogar ich mir gemerkt und erkannt – aber die richtige Konzertstimmung kam nicht auf. Irgendwie färbte das Publikum dann am Ende auch auf die Band ab und in der knappen Zugabe spielten sie einfach Lieder nochmal. Habt ihr sowenig Songs, Jungs?

Letztendlich schade, wie sehr einem ein Publikum den Konzertabend vermiesen kann, wenn die Musik nicht im Vordergrund steht. Doch bin ich nun aber auch neugierig wie ein Johnossi Konzert ohne Geburtstagsmedley klingt. Sollten sie wiederkommen, bekommen sie eine neue Chance. Außerhalb von St.Pauli am Samstag. Versteht sich.

BEWERTUNG: 4/10

http://www.johnossi.com/