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RADIOHEAD – Köln Lanxess Arena

15.10.2012 / another Trip

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In den Genuss Radiohead live sehen zu können kam ich bisher noch nicht so häufig in meinem Leben. Einmal verhinderte mich eine plötzlich aufkommende Übelkeit auf einem Festival daran oder es war einfach schon ausverkauft, bevor ich überhaupt nur darüber nachdenken konnte. Diesmal wurde alles von langer Hand geplant. Nicht von mir. Ich hätte wieder viel zu lange darüber nachgedacht, ob ich mir den exzentrischen Thom Yorke unbedingt geben muss. Ausserdem sind 75 Euro ein stolzer Preis. Aber um das vorwegzunehmen. Die haben sich voll gelohnt. Und dank Torsten musste ich eh nur 60 zahlen. Nochmal danke dafür.

Das Drumborium um die Tickets herum war noch nie größer. Um dem Schwarzmarkt den Hahn abzudrehen waren die Tickets personalisiert. Falls man ein Ticket weiterverkaufen wollte, was bei uns der Fall war, musste man sich das Ticket Wochen vorher erst umschreiben lassen. Und dann musste man es an einem Schalter vor der Halle (nach Vorlage des Personalausweises) gegen ein (Festival-) Band umtauschen.

Nachdem wir den noch nie da gewesenen Ticket-Sicherheitsquatsch hinter uns gelassen hatten, betraten wir die Halle mit dem seltsamen Namen (vom dem ich mich heute noch Frage woher er kommt). Oder muss man Lanxess unbedingt kennen?

Die Innenraum-Tickets erwiesen sich als beste Wahl. Der Raum war definitiv nicht komplett gefüllt. Es waren auch noch genügend Sitzplätze auf den Rängen vorhanden. Wir standen direkt vor dem  Mischpult und wenn man gewollt hätte, wäre man bis nach Vorne gekommen. Von der Vorband Caribou hatten wir die ersten Minuten verpennt. Aber sie passten mit ihrer elektronischen Musik ganz gut zu Radiohead. Trotzdem war es nicht mein Fall.

Dann kamen die Radioköpfe. Nach dem Starter „Bloom“ kam direkt eines meiner Lieblingslieder „Lucky“ von der CD „ok-computer“ (die ich definitiv auf eine einsame Insel mitnehmen würde).  Nach all den Konzerten und unfassbaren visuellen Steigerungen fragt man sich immer wieder, wie es die Licht- und Sounddesigner schaffen wollen, einen mit etwas Neuem in den Bann zu bekommen. Doch auch hier hatten sie sich was nettes Einfallen lassen. Über den Köpfen der Band schwebten 9 bis 12 großformatige Monitore, die sich der jeweiligen Musik in ihrer Position und Farbe anpassen und ändern konnten. Das ergab (nicht immer) sehr geniale neue Räume. Etwas dumm dagegen waren die QR-Codes die immer wieder während der Musik-Pausen über der Bühne eingeblendet wurden. Mich würde interessieren, welches Handy den Spagat zwischen Hell und Dunkel schafft. Das iPhone jedenfalls nicht. So bleib der QR-Code leider ein Rätsel für mich.

Musikalisch folgten eine bunte Mischung aus allen Alben.  Meine Highlights waren „Reckoner“, „Pyramid Song“, „Nude“. Nach 15 Songs und „Bodysnatcher“ war der erste Teil vorbei. Danach folgten noch unfassbare schöne, Gänsehaut-erzeugende Songs wie „Weird Fishes“, mein „Pyramid Song“ und „How To Disappear Completely“. Die letzten Songs gaben uns Raum zum Zappeln und Tanzen. Es war wunderbar. Nach 2,5 Stunden war es vorbei und viel besser als ich dachte.

BEWERTUNG: 10/10

Radiohead

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Konzerte

JUNIUS – Räucherkammer Wiesbaden

01.05.2012 / zu schönes Wetter

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Junius kennt man nicht so. Die Jungs kommen aus Amerika und die Musik die sie machen nennt man Post Wave, wobei ich es als Progressive oder Post-Rock bezeichnen würde. Irgendwie mag ich alle 3 Platten und habe mich ziemlich gefreut als ich hörte, dass sie mit Wolves Likes Us in der Räucherkammer spielen werden. Die heimische und private Atmosphäre hat der Rockblogg ja schon all zu oft beschrieben. Doch das es so privat werden sollte konnte ich nicht wissen.

Mein Bruder und ich sind an einem (wahrscheinlich zu schönen) Sonnentag Richtung Schlachthof. Der Biergarten war knackig gefüllt. Da schon Musik aus der Kammer kam, schlichen wir uns rein und siehe da. Tatsächlich spielte dort eine uns unbekannte Band deutschen Ursprungs vor genau 4 Personen, exklusive der Bardame, dem Merch-Mann und dem Tonmischer, inklusive uns. Alleine schon aus Mitleid musste man der Band einfach eine Chance geben. Ich kann nicht nachempfinden wie deprimierend es sein muss, vor 4 Menschen zu spielen. Zum Glück forderte der Sänger die Menschenmassen nicht auf, näher an die Bühne zu kommen. Nach 4 Liedern und viel Geschrei hatte ich genug davon und schlich mich in dem Moment raus, als der Sänger kurz die Augen zu hatte.

Nach einer kurzen Pause und einem kalten Bier im warmen Biergarten kamen Junius auf die Bühne. Irgendwie hatte ich mir die Jungs anders vorgestellt. Schwarze Kapuzenpullover und lange Bärte sind mir in Erinnerung geblieben. Toll war die einfache aber effektive Lichtgestaltung. 2 fette Scheinwerfer-Batterien neben dem Drumset ballerten einem den Sehnerv weg. Genau wie die Musik. Die war großes Kino. Geile Gitarren, tolle Stimme und trotz der wenigen Leute (auch wenn es jetzt mehr als 20 waren) viel Bock auf Musik. Gefühlt war jedes einzelne Lied toll. „Transcend The Ghost“, „Stargazers & Gravediggers“ oder „All Shall Float“, alles war dabei. Es hätte noch länger dauern können. Doch leider waren Junius nur eine weitere Vorband.

Es kamen noch Wolves Like Us, die haben uns aber definitiv nicht mitreißen können. Draussen war es einfach immer noch zu schön und heiß…

Junius gerne immer wieder.

BEWERTUNG: 7/10

Junius

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Konzerte

MOTORPSYCHO – Bürgerhaus Stollwerck Köln

17.04.2012 / Oldies but Goldies

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Zuerst wollte ich nur über die ignoranten Kölner schreiben, die mich schon das eine und andere Mal um den Verstand gebracht haben. Aber ich versuche mich nur auf die Musik zu konzentrieren.

Motorpsycho gaben sich die Ehre, eines ihrer sehr raren Konzerte zu spielen. Nach über 20 Jahren in der Musikbranche muss man ja auch nicht mehr wie ein bekloppter rumtouren. Wenn dann ein Konzert ansteht, sollte man dieses auf jeden Fall besuchen. Diesmal im Bürgerhaus Stollwerck in Köln. Eine für mich völlig neue Location, die sich aber sehen lassen kann. Die Norweger haben mich ja schon letztes Jahr auf dem Sonnenrot-Festival völlig an die Wand gespielt. Daher waren meine Erwartungen an den Abend natürlich hoch.

Enttäuscht wurden mein Bruder und ich nicht. Aber ich hatte vorher schon vermutet, dass sie einiges, um nicht zu sagen alles, ihrer neuen Platte spielen würden. Dazu muss man wissen, dass die neue Platte ein Konzeptalbum ist und man nicht ohne weiteres einzelne Stücke daraus spielen kann. Alles hängt irgendwie zusammen und ist miteinander verknüpft. Die Lieder haben kein Ende und dehnen sich ins unendliche aus. Das hatte zur Folge, dass auch die schwachen Stücke der Platte gespielt wurden. Aber starke Stücke wie „The Hollow Lands“ oder „Mutiny!“ waren auch dabei. Ich habe mich definitiv 30 Jahre in der Zeit zurückversetzt gefühlt. Die Hammond Orgel, die Zottel Haare und die Kontragitarre mit ihren zwei Hälsen trugen viel dazu bei. Nach sagenhaften 2 Stunden kamen dann noch 2 Zugaben. Und „Starhammer“ mit allein 12 Minuten Länge war der krönende Abschluss des abends auch wenn ich noch gerne „Wishing Well“ gehört hätte.

Das nächste Mal wünsche ich mir wieder mehr alte Lieder, da die neuen doch recht anstrengend sind. (Lemmy)

BEWERTUNG: 8/10

www.motorpsycho.fix.no

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Allgemein

WE WERE PROMISED JETPACKS – Das Bett Frankfurt

27.01.2012 / Holy Shit

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Normalerweise benötige ich keine 2,5 Wochen, um einen Bericht zu schreiben. Aber ich bin erst gestern aus meinem Konzert-Flash aufgewacht. Es mag sein, dass ich auf irgendeiner „We Were Promised Jetpacks“ Wolke Schwebe, aber die Jungs machen zur Zeit alles richtig. Natürlich völlig subjektiv betrachtet.

Schon an meinen Platten-News konnte man feststellen, dass die neue Scheibe (in meinen Augen) ein wahnsinniger Kracher ist. Da freut man sich doch umso mehr auf ein Konzert.

Das Bett in Frankfurt ist bekannt für seine eher schnuckeligen und kleinen Konzerte, die selten ausverkauft sind. Heute erschien mir das anders. Volles Haus, was aber nicht bedeutet, sein Gewicht ständig von einem auf den anderen Fuß verlagern zu müssen, da man sich keinen cm mehr bewegen kann. Die Vorband bestand aus einer frankfurter Combo, deren Name ich vergessen habe. Sie wirkten bemüht, mehr mag ich nicht sagen.

Dann kamen die schottischen Jungs auf die Bühne. Sie wirken immer so „bubihaft“ und unschuldig, doch wenn es dann losgeht, mag man kaum glauben, dass aus dem kleinen, etwas fülligeren Sänger so eine Stimme kommen kann. Angefangen haben sie mit dem Song „Sore Thumb“, der erst instrumental anfängt, bis der Sänger Adam Thompson leise anfängt zu singen, um dann ab Minute 3 zu explodieren. Wahnsinn. Von der neuen Platte haben sie alle Knaller gespielt – also alles. Besonders das Lied „Medicine“ ist für mich stellvertretend für einige Songs auf der Platte. Ein Rhythmus aus Schlagzeug und Bass, der einen nicht loslässt. Dazu die Gitarren, die mir Gänsehaut bescheren. Es gab in den 90 Minuten keine Sekunde, die Langweile hat aufkommen lassen. Jedes Lied war gut gespielt, auch wenn Adam sich für seine schlecht gestimmte Gitarre entschuldigt hat. Übel genommen hat ihm das keiner. Gesagt haben die Schotten auch nicht viel, was für sie spricht, da sie Musik machen wollten. Klassiker der alten Platte haben sie natürlich auch gespielt. „It’s Thunder and It’s Lightning“, „Ships With Holes Will Sink“ und natürlich „Quiet Little Voices“

Bei „Boy In the Backseat“ war mir klar, dass die Jungs heute ohne Zugabe von der Bühne gehen werden, weil sie ALLES gegeben haben. So kam es dann auch. Mein Bruder sagt danach nur so etwas wie „unfassbar“… Und meinte unfassbar genial.

Das wird mir lange, lange in Erinnerung bleiben.

BEWERTUNG: 10/10

wewerepromisedjetpacks

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Konzerte

COLDPLAY – Festhalle Frankfurt

20.12.2011 / Back to the 80s

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„Puhhhh, soll ich es wagen und wieder mal auf ein Coldplay Konzert gehen?“, fragte ich mich vor gut einem halben Jahr. Die neue Platte war noch nicht auf dem Markt und meine letzten Erfahrungen mit Live Konzerten von Coldplay waren eher bescheiden gewesen. Gefühlte 10 Konzerte von Coldplay in den kleinsten Hallen bis zu großen Live Konzerten trugen zu einer gewissen Übersättigung bei. Beim letzten Konzert musste ich sogar meine Freundin davon abhalten auf die Bühne zu springen, um Chris Martin eine zu pfeffern, was daran lag, dass sie unglaubliche Summen für Konzerttickets verlangen, aber nur kurz dafür spielen. Geht gar nicht!

Auch diesmal lag der Preis im oberen Bereich der Skala. Und das die Festhalle nicht gerade berühmt für guten Sound ist, muss ich nicht noch mal erwähnen. Egal, Tickets gekauft und gewartet.

Dann war es soweit. Die Platte hatte ich mehrmals rauf und runter gehört und als soliden Pop-Rock deklariert. Die Trägheit nach der Arbeit und meine neue Tochter führten dazu, dass ich zu spät an der Halle ankam. Wobei ich bei 20 Uhr Einlass mit einem Beginn nicht vor 22 Uhr gerechnet hatte. Draussen vor der Halle wurde schon der Dreck der 13.000 Zuschauer wieder zusammengekehrt. Ich betrat die Halle und musste feststellen, dass Herr Martin schon um 21.15 das erste Lied angestimmt hatte. Perfektes Timing.

Und dann traf mich ein wenig der Schlag. Die komplette Halle war durch tausende kleiner Lichtarmbänder, die einige Zuschauer zuvor bekommen hatten, erleuchtet. Die Lichter konnten vom Light-Master angesteuert werden, so dass der Zuschauer ein Teil der Lightshow wurde. Hammer Idee. Dazu kamen endlich mal wieder Laser zum Einsatz. Warum wurden die in den 90ern total vergessen? Man mag sie als 80er Relikt abtun, aber die Stimmung die sie erzeugen ist brutal. Die Show der ersten 3 Songs, war kaum noch zu übertreffen. Laser, Konfetti-Kanonen, Lichtarmbänder und dazu ein ziemlich gut gelaunter Chris Martin. Da bekam ich zum ersten mal an dem Abend Gänsehaut. Aber tatsächlich waren es die ersten 3 Lieder, in denen sie alles abfeuerten. Danach kamen nur noch Wiederholungen, was aber meine Stimmung nicht beeinträchtigen sollte.

Gespielt haben sie eine gute Mischung aus alten Songs, wie Fix You, Politik, Yellow, Clocks und den üblichen Neuen, wie Every Teardrop is a Waterfall, Viva La Vida, etc. Der Sound war einigermaßen und Chris Martins Stimme brauchte seine üblichen 30 Minuten, bis sie eingesungen war. Es hätten ein ziemlich guter Abend werden können, wäre da nicht wieder der frühe Abgang gewesen. Müssen die immer nach 60 Minuten pinkeln? Für 75 Euro verlange ich eine Toilette für die Band auf der Bühne, dafür eine Verlängerung der Spielzeit auf 120 Minuten. Für weitere 4 Lieder kamen sie noch mal auf die Bühne. Und selbst die tobende und „Viva la Vida“ singende  Masse konnte nicht dazu beitragen, die Band danach noch mal auf die Bühne zu führen. Wahrscheinlich ginge das auch nicht, weil die Shows in der Größe dermaßen abgestimmt sind, dass der Ton- und Lichtingenieur nicht gewusst hätten, welchen Knopf er nun zu drücken hat.

Letztendlich war es ein ziemlich gutes Konzert, dass nur durch die übliche kurze Spielzeit der Band einen unrunden Abgang bekam.  (Lemmy)

BEWERTUNG: 8/10

www.coldplay.com

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Konzerte

LONG DISTANCE CALLING – Räucherkammer Wiesbaden

02.11.2011 / 2 Fliegen, eine Klappe.

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Jedem ist sicher schon mal was Dummes passiert. Mit das Dümmste was mir mal passiert ist, geschah an einem Sonntag im Dezember. Ich lag gegen 22.30 Uhr im Bett und träumte schon langsam vor mich hin, bis ein seltsames Gefühl in meinem Hirn mir sagte, dass ich etwas Wichtiges vergessen habe… Zur selben Zeit stand Lemmy Kilmister in Wiesbaden auf der Bühne, um die zweite Flasche Jacky zu öffnen und Ace of Spades anzustimmen. Die Karten, um ein Teil dieser kopfschwingenden Menge sein zu dürfen, hingen an meinem Kühlschrank.

Was hat das mit Long Distance Calling zu tun? Henning und ich sind bekennende Badesalz Hörer. Also kaufte ich Anfang des Jahres 2 Karten für die Vorstellung im Capitol Offenbach. Gut einen Monat später freute ich mich über die Nachricht, dass Long Distance Calling (LDC) in der Räucherkammer spielen werden. Auch dafür hatte ich Karten. Das diese beiden Events an einem Tag sein sollten, konnte nur derjenige ahnen, der einen Blick auf die Karten werfen sollte. Danke Rahel.

Wir entschieden uns nach Offenbach zu fahren, da es weit aus schwieriger ist Karten für das hessische Duo zu bekommen, als für Long Distance Calling. Als ich nach der Show bemerkte, dass es erst 21.45 war, kam mir der Gedanke heute zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Wenn LDC nach Standart European Concert Time angefangen haben sollten, würden mich noch 40 Minuten Soundberge erwarten. Offenbach – Wiesbaden in Rekordzeit. Und ab in die Räucherkammer, in der mein Bruder schon auf mich wartete und begeistert von der Vorband „Pigeon Toe“ erzählte. Als ich die kleine Halle betrat, fing gerade das unheimlich, geniale „Black Paper Planes“ an. Alles richtig gemacht! Und es kam noch besser. Die Stimmung in der Räucherkammer war der komplette Wahnsinn. Die Gäste jubelten noch während der Songs, ließen ihre Köpfe hin und her wackeln und brachen nach den Songs dermaßen in Freudengeschrei aus, dass die Band sich ständig ungläubig anstarrten und sich bestimmt fragten, ob sie in der richtigen Stadt gelandet waren. Gegen 23.20 kam zum Abschluss noch der Song „Metulsky Curse Revisited“. Danach musste nichts mehr gesagt werden.

Wer auf Postrock der feinen Art steht, sollte Long Distance Calling gesehen haben. Sie unterscheiden sich, in meinen Augen, von vielen anderen Bands dieses Genres. (Lemmy)

BEWERTUNG: 10/10

www.myspace.com/pigeontoeband
www.myspace.com/longdistancecalling

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Konzerte

VOLBEAT – Jahrhunderthalle Höchst

31.10.2011 / We are black, we are white, we are danish Dynamite.

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Nach meinem letzten Volbeat Konzert in Berlin wurde ich danach zu Recht von meinem (halb)dänischen Freund Carsten etwas blöd gefragt, warum ich ihn den nicht mit auf das Konzert genommen habe. Jetzt hatte ich die Chance zur Wiedergutmachung. Volles Haus in der Jahrhunderthalle. Karten seit Wochen ausverkauft. Und dank Carsten und ebay hatten wir noch 2 bezahlbare Karten erwischt.

Wie zu erwarten, war das Publikum wieder breitnackig, kahlköpfig und rockabilly mäßig drauf. Die Vorband „Clutch“ bot einen, in meinen Augen, ziemlich guten Einstand mit ihrem Stonerock Sound. Laute und fette Gitarrenriffs, die bei der Menge aber nur langsam ankamen.

Dann aber kamen Volbeat auf die Bühne. Wie schon in Berlin, war die Bühne mit einem kleinen Laufsteg um den Drummer herum ausgestattet. Nicht so ausladend, da die Bühne etwas kleiner war, aber immer noch mit genügend Platz für Sänger Michael Schøn Poulsen zwischen 4 extra für ihn postierten Mikrofonen auf der Bühne umherzutanzen. In meinen Augen etwas zu viel Show. Auch seine bei jedem Song anstachelnden „Oi, Oi, Oi“ Worte waren für mein Gefühl etwas zu viel. Klar, das Publikum liebt so was.

Musikalisch tänzeln Volbeat immer zwischen Heavy Metall, Country und Blues herum. Das von der letzten Platte gespielte „Heaven Nor Hell“ ist so dermaßen radiotauglich und fast schon lahm, dass ich mir vorstellen könnte, dass nächste Mal meine Mutter mit auf das Konzert mitzunehmen. Nur würde sie dann wieder das Weite suchen, wenn danach so ein Kracher wie „Sad Man´s Tongue“ kommen würde. Und davon hatten sie genug. Viele Lieder haben uns einfach nur weggepustet. Die Stimme von Poulsen war wie immer grandios, auch wenn er seine Stimmlage während der Lieder mehr variieren müsste. Die Gitarren waren wie schon das letzte Mal echt Heavy Metal. Der Drummer würde wiederum ohne sein zweites Bassdrum auch bei Peter Maffay mitspielen können. Ich fand das Konzert, mit ein paar Ausnahmen, super. Für Carsten war es sicher mehr als das.

Mir ist es immer noch unerklärlich, warum ich Volbeat erst so spät kennenlernen durfte. In ihrer Heimat gehören sie schon zum Mainstream. (Lemmy)

BEWERTUNG: 7/10

www.myspace.com/volbeat
www.myspace.com/clutchband

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Platten-News

Platten News – WE WERE PROMISED JETPACKS

BAND:
We Were Promised Jetpacks

ALBUM TITEL:
In The Pit Of The Stomach

STIL:
Indie Rock, Alternative, Scottish Rock

KLINGT WIE:
Frightened Rabbit, The Twilight Sad

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Medicine
Sore Thumb
Boy In the Backseat
Human Error

Wow. Ich habe selten ein Album in die Hand bekommen, auf dem JEDER verdammte Song ein Kracher ist. Wer auf den schottischen Akzent steht wird dieses Album lieben. Schon das Debüt habe ich 2009 hier vorgestellt. Diesmal kracht es ein wenig mehr. Es wirkt roher und mitreißender. Das Album wurde diesmal in den Studios von Sigur Ros auf Island aufgenommen, und ich meine man hört ein paar Einflüsse. Einige Lieder steigern sich in ein wunderschönes Chaos.
Da sieht man mal wieder das es sich auszahlt, über 2 Jahre auf ein neues Album warten zu müssen.

wewerepromisedjetpacks.com

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Festival Konzerte

VSIONS INDOOR FESTIVAL – Dortmund

29.10.2011 / Das Visionenmassaker

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So jetzt ist es soweit!

Spätestens seit Samstag weiss ich, dass ich nicht als Medium tauge. Denn eigentlich hatte ich ja den Ablauf des Therapy-Auftritts schon vor meinem inneren Auge ablaufen lassen. Und yeah, sie sollten ausschliesslich das legendäre Troublegum Album spielen. Wie geil ist das denn!

Und so fuhren wir voller Erwartungen nach Dortmund. Für die erste Band des Abends verschwende ich keine Zeilen, schliesslich waren die gefühlten 2 Minuten Spielzeit zu wenig, um sie zu zerreissen oder zu vergöttern.

Und dann kamen sie. Na gut ein bisschen gealtert und aufgedunsen im Vergleich zum letzten mal, aber anscheinend top motiviert. Und sie spulten konstant ihr Programm ab. Selten hat eine Band ihre genialen Songs so konstant mit einer Kettensäge massakriert. Der Sänger schaffte es traumwandlerisch sicher jeden Song so zu zersingen, dass man sich zwangsläufig an DSDS erinnert sah, bei dem man den jeweiligen Superhit auch oft erst nach 1 Minute erkannte.

Der Veranstalter jedenfalls schien schon etwas geahnt zu haben und schenkte die Getränke in 0,02 mm dicken Plastikgefäßen aus (es waren ja schliesslich Pauli-Fans anwesend).

Dank des Inhalts, den ich nicht auf Grund zerplatzter Becher über mir verteilt hatte, ertrug ich das Ganze mehr oder minder mit Fassung und fieberte Herrn Schmidt und Maximo Park entgegen.

Dieser enttäuschte dann wie gewohnt auch nicht und schaffte es dank seines Charisma, Bocks und Charmes die gute Laune vom Boden auf zukratzen. Somit gingen danach auch dann alle doch noch auf die Suche nach den Dortmunder Kult-Kneipen.

Dieses stellte sich als nicht so einfach heraus. Immerhin lernte ich an diesem Abend dann noch, dass ich die Gläser nicht mit raus nehmen darf!!!!!!!!!

Danke Herr Schmidt. (Ghostwriter Tommes)

BEWERTUNG: 6/10

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Konzerte

MONA – Das Bett Frankfurt

21.10.2011 / U2 als The Clash in Frankfurt?

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Jaja, sie hören sich tatsächlich manchmal ein wenig wie in den frühen Jahren von U2 an. Dabei sind sie doch soooo anders. Ich hatte mir den Tipp von AdRock und meinem Bruder zu Herzen genommen und wollte mir selber ein Bild dieser aufstrebenden Rock-Hoffnung machen. Enttäuscht wurden wir nicht.

Der Abend fing schon mal nicht nach Standart-European-Concert Time an, was mir positiv auffiel. War halt mal was anderes. 20.30 stand auf der Karte, 20.30 fing die Vorband „The Transfer“ an. Und die hatten es live ziemlich in sich. Vom Look her passten sie ein wenig in den Rockabilly Stil Monas und musikalisch waren sie ein richtiger Kracher. Alternative, Rock und Postrock verbanden sich zu einem Hörgenuß. Ich holte mir die CD am Merge-Stand, was ich extrem selten mache. Leider kommen die Lieder auf der Platte etwas zu seicht daher.

Nach einer kurzen Pause ging es zackig um 21.20 Uhr weiter. Wer kein Lied von Mona kennt, muss nur die Augen schließen und sich U2, Kings Of Leon und Johnny Cash auf der Bühne vorstellen. Das alles vereint kann nicht schlecht sein. Manchmal rotzen sie die Sau raus, oft sind sie so seicht wie eine „Girlie Rock Band“ und wieder manchmal hatte ich das Gefühl gleich in einen alten Cadillac steigen zu müssen. Ich muss aber gestehen, dass ich gehofft hatte, die Lieder würden Live ein wenig rauher und rockiger werden. Zu viel „uhuuuuuu, ahaaaaaaa und lalalaaaaaaa“ waren mir dabei. Da half auch nicht die Flasche Jägermeister, von der Sänger Nick Brown alibimässig 2 Schlucke trank, um dem deutschen Publikum zeigen zu müssen, das harte Rocker so etwas nun mal machen. Aber mehr als 2 Schlucke wurden es auch nicht. Die 2 Bier die er antrank, um dann eins gegen den Mona Banner zu schmeißen und das andere wieder auf seinen dafür vorgesehen Platz zu stellen, machten es nicht besser. Mit dem Lied „Teenager“ wollten sie die Gäste aufrütteln, was in Frankfurt ja bekanntlich schwer ist. Das Lied hat gegen Ende einen gewissen Mitsing-Charackter, den die Band dazu ausnutzte, Frankfurt gegen Berlin  und Warschau ansingen zu lassen. Am Ende hat dann Frankfurt gewonnen. Aber auch diese Floskel geht wohl auf jedem Konzert.

Die Stimme von Nick Brown ist aber der Wahnsinn. Auf der Platte bekommt man einen netten Einblick, aber Live ist das echt höhere Kunst. Die Jungs hatten allesamt Lust zu spielen, auch wenn der Sänger es sich hat anmerken lassen, dass das Frankfurter Publikum nicht mit dem Berliner zu vergleichen ist. Ihre Instrumente beherrschen Sie perfekt. Und auch wenn es Momente gab, wo ich mir mehr Rock gewünscht hätte, muss man am Ende sagen, dass es vergnügliche kurze 80 Minuten waren, in denen die Band alles rausgehauen hat. Wenn sie das nächste mal nicht einen auf Next-Superstar machen und 8 Drumsticks und 20 Plektren im Publikum verteilen, bekommen sie von mir einen Punkt mehr.

Den Vergleich mit U2 schmeißt man sofort über den Haufen, wenn man die Jungs sieht. Wer aus Nashville Tennessee kommt kann man gar nicht mit Iren vergleichen.

Ob sie das „Next-Big-Thing“ werden wage ich zu bezweifeln. Potenzial haben sie. Radiotauglich sind sie auch. Fehlt nur noch das Quentchen Glück. Ich werde sie weiter beobachten. (Lemmy)

BEWERTUNG: 8/10

www.myspace.com/monatheband