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BEASTFEST MIT DANKO JONES

03.07.2010 / Danke Danko, Danke Deutschland

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Das Beastfest, dass wir ja schon aus dem letzten Jahr kannten, begrüßte seine Gäste wieder mit einer Mischung aus harter Trash-Metall-Death- and-Heavy Musik. Da hatten wir eigentlich keinen Bock drauf. Aber eine kleine Perle sollte an diesem Abend für uns spielen. Danko Jones gab sich wieder mal die Ehre, im wiesbadener Schlachthof zu spielen.

Doch vorher gab es erst richtig was zu feiern. Die Deutschen spielten an diesem Tag ihr legendäres Match gegen Argentinien, das, wie wir alle wissen, ein Meilenstein des deutschen Fussballs werden sollte. Für dieses Spiel hatte der Schlachthof sogar extra sein Programm geändert und eine Pause von 2 Stunden eingelegt, damit wir uns alle am Public Viewing erfreuen durften. Die Hitze, die in der Halle herrschte, wurde einfach mit viel kühlem Bier weggepustet. Und das gute Gefühl aus dem Fussball-Spektakel, haben wir einfach mit vor die Bühne genommen. Danko war wieder auf Hochtouren und gefühlte 100x besser, als auf dem Hurricane.

Schöner kann ein Tag kaum sein.

BEWERTUNG: 10/10

www.dankojones.com
www.kingstar-music.com/beastfest

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Festival

HURRICANE 2010 – Teil 1

18. – 20.06.2010 / Oops, I did it again …

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Eigentlich bin ich noch viel zu müde, um über dieses tolle Festival Wochenende zu schreiben, aber wenn ich es jetzt nicht mache, habe ich spätestens morgen wieder alles vergessen. Auch dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, dieses Festival nicht wieder betreten zu wollen, aber was soll man machen, wenn alle guten Freunde dort sind. Ich konnte sie doch nicht im Stich lassen …

Dieses Jahr hatten Henning und ich uns für die dekadente Anreisevariante entschieden, da uns das Auto zu quälend erschien und man auf dem Hurricane immer in der Gefahr lebt, sonntags von irgendwelchen Bauern für 10 Euro aus dem Schlamm gezogen werden zu müssen und mit dem Zug hätte die Reise uns mehr gekostet als mit dem Flieger. Ausserdem will Henning ja Meilen sammeln. Deswegen sind wir mit dem Flieger von Frankfurt nach Bremen und dann zackig mit dem Metronom nach Scheeßel.

Ich will mal mit dem Wetter anfangen. In Scheeßel muss man ja mit allem rechen, aber vor allem mit nassen Klamotten. Man verfolgt den Wetterbericht vor solchen Großereignissen ja immer sehr rege, und je näher das Wochenende kam, wurde klarer, dass wir mit Regen zu rechnen hatten. Wie gut, dass ich meine Snowboard Jacke mit dabei hatte. Denn es regnete nicht nur, sondern es war abends verdammt kühl für einen Sommerabend. Aber im Großen und Ganzen muss man sagen, dass wir verdammtes Glück mit dem Wetter hatten. Die paar Schauer haben uns und der Stimmung nichts anhaben können. Und heute sitze ich mit einem Sonnenbrand im Büro.

Der perfekten Wegeplan wie man wann von Stage zu Stage laufen musste hatte ich schon en Detail ausgearbeitet. Ganz erfüllen konnte ich ihn aber nicht, da Mark (während Peggy Stralsund ihren The Sounds verschnitt auf der Bühne performte) von uns mit viel Wasser reanimiert werden musste. Hat nicht ganz geklappt, aber trotzdem verdankt er uns viel. Wir verdanken Mark nach Bier stinkende Klamotten und baldige Bierbäume, die ab nächstem Jahr auf dem Festivalgelände wachsen werden. Aber hey Mark, lass dir von mir gesagt sein, es war Freitag. Das ist der schwerste Tag auf Festivals und ich weiß  wovon ich rede.

Aber musikalisch begann der Tag mit Biffy Clyro, die wie gewohnt halb nackt auf der Bühne standen und sehr geil gerockt haben. Keine Ahnung, warum so jemand als Starter spielen muss. Nach BC mussten wir dann zackig ins Zelt, weil dort Alberta Cross auf uns warteten. An die sehr eigene Stimme des Sängers muss man sich gewöhnen. Aber die Musik die sie spielen ist ebenfalls sehr sehr geil. Band of Skulls erinnern mich sehr an das Jack White Gespann The Dead Weather. Aber schlecht ist das nicht. Keine Ahnung was mich dann aus dem Zelt getrieben hat, da nun Moneybrother ist Bestes geben wollten. Aber ich wusste wohl, dass draussen Mark gerettet werden wollte. Nach der Rettungsaktion und der Flucht vor Jennifer Rostock ging es ab ins Zelt zu Kashmir. Mein Highlight der 2 Tage, mehr brauche ich dazu nicht sagen. The Temper Trap waren sicher die größte Überraschung, da sie auf der Platte nicht halb so viel Kraft rüber bringen wie Live. Danko Jones war leider nicht so gut wie sonst, aber wir haben den Kerl ja auch nun schon so häufig gesehen, dass wir über ein ordentliches Repertoire an Vergleich-Konzerten verfügen. Vielleicht war ihm aber auch zu sehr bewusst, dass er als vorletzter Akt an diesem Abend auf der Blue Stage spielen sollte. Welch Ehre! Kann sein, dass er Schiss hatte und deswegen nicht ganz so rockig und dreckig war wie sonst. Nach Danko war für mich der Abend gelaufen. Alles gesehen und glücklich ins Bett, alias Schlafsack.

Der Samstag war musikalisch leider weniger erfolgreich. Stone Temple Pilots hab ich irgendwie verpasst, Porcupine Tree übersehen und bei den Deftones zu sehr damit beschäftigt, mich von den Tanten hinter den Theken nicht übers Ohr ziehen zu lassen. Die Highlight des Tages waren Archive und Massive Attack, wobei ich auch die schon mal besser gesehen habe.

Zum Sonntag kann ich nichts sagen, da hab ich im Zelt gelegen und mich erholt. Aber es wird sicher jemanden geben, der vom Sonntag berichten wird.

BEWERTUNG: 08/10

www.hurricane.de

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WE WERE PROMISED JETPACKS

22.04.2010 / Alles richtig gemacht

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Zu diesen Konzert muss man nicht viel sagen, ausser, dass die Schotten alles richtig gemacht haben. Ich habe zwar nichts von dem verstanden, was die Jungs uns gesagt haben, aber zum Glück wollten sie uns nicht viel sagen.

Die Vorband mit dem Namen „Dupec“ hat ebenfalls eine Sprache gesprochen, die ich kaum verstanden habe. Aber auch die haben Einflüsse aus Indie, Rock und Postrock perfekt miteinander verbunden. Da Henning am Schlagzeug saß wusste ich auch, warum er nicht mit auf Konzert wollte. Er musste ja spielen.

We Were Promised Jetpacks haben aber die Bude mit den ersten 2 Liedern dermaßen abgebrannt, dass man sich fragen musste, was da noch kommen sollte. Aber es kam noch viel. Sie haben gefühlt die ganze Platte gespielt und uns zusätzlich 2 neue Songs geschenkt. Klar das da nach 60 Minuten die Show ohne Zugabe vorbei war. Brauchten die auch nicht. (Lemmy)

PERFEKT JUNGS!

BEWERTUNG: 10/10

www.myspace.com/wewerepromisedjetpacks

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KEN – IM SCHLACHTHOF

21.04.2010 / Auch kein Blackmail Ersatz

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Ich will nicht viel dazu sagen, warum und weshalb Blackmail nicht mehr sind und warum, wer, wen verlassen musste. Aber trotzdem kann ich mich nicht davon fei machen Scumbucket und auch KEN mit Blackmail zu vergleichen.

Als Vorband wollte uns Genepool in Wiesbaden die Ehre geben. Ich hatte das Gefühl, das der kleine George Clooney Verschnitt alles konnte, ausser sich die Playlist merken. Nach jedem Song musste er erstmal seinen Hals lang machen, um eine Blick auf die Playlist zu werfen. Das er die Playlist nicht im Kopf hatte, lag vielleicht daran, dass der Sänger kurz vor 9 noch aus Heilbronn anrief uns sagte, dass er gleich da ist. Gerockt haben sie ganz gut. Doch die Stimme des alten Sängers ist weit aus markanter und besser.

Aydo kam und hat den selben Charme versprüht wie früher. Ich wunderte mich anfangs darüber, warum er nach jedem Song von der Bühne lief, um nach 10 Sekunden wieder zukommen. Schämte er sich, musste er pinkeln oder hatte er einfach nur DURST. Das klärte sich später, als Aydo fragte, ob noch jemand einen Schnaps haben möchte. Musikalisch gesehen kann man sich über das Konzert sicher streiten. Das Aydo mit KEN in eine andere Richtung will, als er es mit Blackmail konnte, ist ja klar. Die elektronischen Einflüsse sind auf der neuen Platte unverkennbar und ich glaube, dass sie bei der nächsten Platte überwiegen werden. Aydo wird sich langsam aber sicher von Gitarren frei machen, wahrscheinlich auch, um alte Lasten abzuwerfen. Die Band hatte sichtlich Lust zu spielen, aber eine gewisse Unsicherheit hat man Aydo doch angemerkt. Ich persönlich finde die momentane Richtung von KEN nicht so mein Ding. Es sind gute Lieder dabei gewesen, aber vom Hocker hat es mich nicht gehauen. (Lemmy)

BEWERTUNG: 6/10

www.myspace.com/yesweken

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KATATONIA + LONG DISTANCE CALLING

06.04.2010 / Haare, überall Haare

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Unser eigentliches Interesse galt eigentlich nur der Vorband Long Distance Calling. Die haben uns nämlich letztes Jahr im Rind Rüsselsheim schon richtig weggepustet. Und nun also als Vorband von Katatonia. So richtig befasst hatte sich mit der Hauptband  keiner. Ja, irgendwie kannte man ein paar Songs von irgendwelchen Visions Compilations oder von den jährlichen Bruder-Winter-Rock-Jahresrückblicken, aber einen Songs namentlich erwähnen könnte ich immer noch nicht.

Da es Ostermontag war und das Konzert laut Veranstalter auch nicht ausverkauft sein sollte, dachte ich wieder an so einen netten Abend wie damals im Rind, wo sich 50 lustige Gesellen zusammen gefunden hatten, um laute ProgRock Musik zu hören. Doch diesmal war alles anders. Ich habe selten an der Batschkapp anstehen müssen. Vielleicht lag es mitunter daran, dass die Pforten sich etwas spät öffneten, aber hauptsächlich waren es die Heerscharen von dunklen Haarmonstern, die mit Ketten und Kutten bekleidet waren. Ich hatte etwas Angst um Henning, da er sich mit seiner grauen Jacke nicht ganz der Kleiderordnung unterziehen wollte. Die Menschenmassen verhießen nichts gutes.

Es war brutal voll. Bei Long Distance Calling hatten wir zum Glück noch eine erträgliche Stellen finden können, wo man nicht alle 2 Sekunden von Leuten angerempelt wurde, da wir so tief in der Masse steckten, dass man gar nicht angerempelt werden konnte. Dafür musste man mit Haaren kämpfen, die einen von allen Seiten ins Gesicht flogen. Nach 45 Minuten Vorband war ich schon klatschnass. Und da ich auch noch in der Nähe eines Furzers und aus-dem-Mund-Stinker stand, musste ich schnell raus. Ging aber kaum, da diejenigen, die sich für Katatonia interessierten jetzt ihren Platz in den vorderen Reihen sichern wollten.

Long Distance Calling waren übrigens klasse. Man hatte fast das Gefühl, dass sie noch nie vor so vielen Leuten spielen durften. Aber die Menschenmassen haben einen vom Musikgenuss etwas abgehalten. Katatonia waren gut, wobei es zur Hälfte des Konzertes etwas lahm wurde für eine Gothic Metal Band. Ich habe übrigens nur Haare auf der Bühne gesehen, mal mehr, mal weniger moschend. Die Musiker müssen auf jeden Fall alle an einem chronischen Hals-Wirbel Traum leiden.

Long Distance Calling
BEWERTUNG:  8/10

Katatonia
BEWERTUNG: 6/10

www.myspace.com/longdistancecalling
www.katatonia.com

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SCUMBUCKET – 11er

04.03.2010 / Kein Blackmail-Ersatz!

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Im 11er muss man schon mal gewesen sein. Das Hör und Seh-Feeling ist eher wie in einem Proberaum. Man hat fast schon Angst sich beim Umdrehen in den Saiten der Gitarre zu verfangen. Heute sollten uns hier Scumbucket beglücken. Die Combo ist die Zweitband vom legendären Blackmail Gitarristen Kurt Ebelhäuser. Und wer die Gitarren bei Blackmail liebt, der wird Scumbucket auch lieben, auch wenn Kurt stimmlich nicht an Aydo rankommt. Will er ja auch nicht.

Das war definitiv ein teures Konzert. Auch wenn die Karten für den doch recht kleinen 11er wie immer sehr moderate 11 Euro betrugen. Doch Henning und ich mussten später draufzahlen. Dazu gleich mehr.

Da es erst das zweite Konzert in diesem Jahr für mich war, freute ich mich tierisch auf laute, gute Gitarrenmusik und so ging es wohl auch Henning und Thomas. Die Stimmung war gut, die Band war gut drauf und Kurt haute kräftig in die Saiten. Etwas zu laut für den 11er, aber man konnte sich ja an der Bar Ohrenstöpsel für 50 Cent besorgen. Ein Taschentuch tut es natürlich auch. Die Setliste bestand aus 13 Liedern und 2 Zugaben, die dann die 90 Minuten ohne Langweile gefüllt haben. Obwohl der 11er mit vielleicht 50 Leuten nahezu ausverkauft war, gab es noch genug Platz, die Luftgitarre rauszuholen und mit Kurt zu spielen.

Dass der Abend teurer wurde als gedacht, lag nicht an den zusätzlichen Bieren die wir getrunken haben, sondern daran, dass Henning und ich rennend die (vor)letzte U-Bahn erwischen wollten um den letzten Zug nach Wiesbaden zu bekommen. War also keine Zeit zum Ticketkauf. Warum mussten auch genau an diesem Abend die Herren Kontrolleure in die U-Bahn steigen. Macht also:

11 € Konzert
20 € Bier
40 € Ticket fürs Bahnfahren
(Scheiß egal, sagt Lemmy)

BEWERTUNG:  8/10

www.scumbucket-musik.de

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WOLFMOTHER – KÖLN PALLADIUM

30.01.2010 / Saisoneröffnung

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Hab ich euch eigentlich schon mal gesagt, dass ich den Kölner an sich nicht mag. Und zwar liegt das nicht an seiner ach-immer-so-fröhlichen-Art, sondern eher an seinem leicht arroganten Wesen. Was das mit Wolfmother zu tun hat? Viel. Es hat mich dazu gebracht einen Platz in den vorderen Reihen aufzugeben und weit, weit nach hinten zu wandern, weil ich keinen Bock mehr hatte, von Schauspielern, Soap-Darstellern (die man nicht zu Schauspielern zählen sollte),  Musikern, Designer, Künstlern und sonstigem coolen Leuten rumgeschubst zu werden. „Ei man, lass mich mal vorbei, ich bin cool und will nach vorne“ Ja klar, aber das wollte irgendwie jeder. Auch klar, das gibt es bei jedem guten, ausverkauften Konzert, aber hier hat es mich halt genervt.

Aber dafür kann ja Wolfmother nichts.

Der Mann mit den Haaren kannte ich schon. Ich habe Wolfmother schon mal auf dem Hurricane (oder war es Highfield)  gesehen. Aber diesmal stand wohl auch sein Bruder auf der Bühne. Er hatte jedenfalls die gleiche Haarpracht. Das mit den Haaren muss an Australien liegen. Was machen die da unten nur?

Da Wolfmother nur 2 offizielle Platten haben, kann man sagen, dass sie in den 90 Minuten alles gespielt haben was sie haben. Und wer die Platten kennt weiß, das da kein Song scheiße ist. Ich habe jedenfalls nichts gehört was langweilig war. Es war super-geiler-purer Rock. Die Stimme muss man mögen, das geb´ ich zu, aber ich mochte schon immer Männerstimmen, die sich anhören, als hätte man Ihnen direkt in die Eier getreten. JJ72, Muse oder eben Wolfmother. Und das die Jungs sich anhören wie Led Zeppelin auf Speed, Deep Purple in Schnell oder Black Sabbath ohne Ossi finde ich persönlich nicht schlimm.

Mein Bruder und ich hatten auf jeden Fall ordentlich Spaß. Und wenn die australischen Affen nicht immer nur 3 Konzerte in Deutschland spielen würden, wären sie mir noch sympathischer. Sie spielen zwar jetzt als Vorband bei KISS, aber wer will die Mumien schon sehen. (Lemmy)

BEWERTUNG: 10/10

www.wolfmother.com

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MOTÖRHEAD – ROCK OUT!

09.12.2009 / Alle Jahre wieder…

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Wer mich kennt, der weiß, was mich mit Motörhead verbindet. Nicht etwas eine tiefe und lange Freundschaft oder Musikliebe, sondern eine Dummheit, die ich mir mal geleistet habe, weil ich vor 2 Jahren ein Konzert vom Motörhead in Wiesbaden VERGESSEN habe. Schande über mein Haupt. Und wenn ich damals nicht so blöd gewesen wäre, hätte ich schon früher den lauten Wums und die unverkennbar kaputte Stimme von Lemmy hören dürfen. Aber zum Glück gehört Wiesbaden ja fest zur Tourliste mit dazu. Warum sie immer im Dezember kommen, mag vielleicht am Wiesbadener Weihnachtsmarkt liegen, wo die Britten sich mit deutschen Würstchen und Glühwein vollstopfen können.

Als ich draussen an den Rhein-Main-Hallen vorbeiging, um zum Eingang zu gelangen, hatte ich das Gefühl, dass die Halle gleich explodiert, weil die Aussenfassade gefährliche Töne von sich gab, so als wollte sie gleich zerspringen. Aber das war ja erst die Vorband, die ich verpasste, weil ich echt keinen Bock auf die Alt-Herren-Rocker Thin Lizzy hatte, die noch älter sind als Lemmy. Die zweite Band Black Stone Cherry wollte ich auf Grund ihres bescheuerten Namens auch nicht sehen. Wie sollte erst die Halle bei Motörhead zittern? Warum das Konzert nicht im Schlachthof, sondern in den RMH stattfand, lag wohl an den Menschenmassen, die Motörhead sehen wollten. Die Rhein-Main-Halle fasst nämlich viel mehr Besucher und hat einen deutlich besseren Klang als der Schlachthof.

Das Publikum bestand aus jungen und alten Rockern, die sich nur durch ihrer Fettleibigkeit unterschieden. Die Alten haben Motörhead sicher schon 1984 gesehen und für viele der  jungen, langhaarigen Programmierer, die sich gerne auch mal mit Rollenspielen befassen, war es sicher das erste Motörhead Konzert.

Den Versuch in der Umbaupause ein Bier zu trinken hab ich schnell fallen gelassen, als ich ich die Schlange am Bierstand sah. Dann lieber raus in die Kälte und bei einem der freien Verkaufsstände ein 0,5er Licher kaufen. So tut man sogar noch dem Dosen- und Flaschensammler vom Schlachthof einen Gefallen. Als es endlich losging und die drei alten Herren auf die Bühne kamen, wurde mir nach den ersten Tönen wieder schnell bewusst, wie laut sie sein können. Und selbst mit einem Taschentuch in beiden Ohren war es noch heftig. Die Britten hatten sichtlich Bock zu spielen und rockten trotz ihrer 50-60 Lebensjahre super ab. Besonders der Drummer Mikkey Dee, der immer leicht erhöht vor einem nicht enden wollenden Schlagzeug-Set sitzt, ist unfassbar. Es hört sich ungefähr so an und sieht auch so ähnlich aus: Animal ->

Mehr muss man zu Motörhead nicht sagen. Ich werde auf jeden Fall in Zukunft kein Konzert von Motörhead verpassen. Ich hätte den Jungs auch 10 Punkte gegeben, wenn sie noch 30 Minuten länger gespielt hätten. (Lemmy)

BEWERTUNG: 9,5/10

http://www.imotorhead.com

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EAGLES OF DEATH METAL IM SCHLACHTHOF

14.10.2009 / Rock ´n´n Roll at it´s Best

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Meine Lust auf Rock an diesem Abend hielt sich tatsächlich ein wenig in Grenzen, obwohl ich ja wusste was mich erwartet, da ich die EODM schon dreimal in meinem Leben gesehen hatte. Und jedesmal konnten sie mich mitreissen, was hauptsächlich an dem verrückten, langhaarigen, brillentragenden, schnauzbärtigen und rumhüpfenden Cowboy Jesse lag, der einen mit seiner ständigen guten Laune und Lust auf Rock infizieren konnte.

Aber schafften sie es auch diesmal?

An den Namen der Vorband kann ich mich schon nicht mehr erinnern, also lassen wir das einfach weg. Aber ich kann mich daran erinnern, wie ich in der Umbaupause zu Henning sagte, dass ich heute keine so rechte Lust verspüre und mir eher einen Abend mit Chips, Bier und Mittwochabend Serien vorstellen konnte.

Aber schon in der ersten Sekunde, in der die Band die Bühne betrat, wusste ich, dass die Männer Bock haben das Haus kaputt zu rocken. Und Cherry Cola war ein guter Anfang dafür. Das ich ca. 90% der Lieder nicht kannte, da ich nur eine Platte von EODM besitze, war überhaupt nicht schlimm. Die Stimmung passte und selbst die vor Freude fliegenden Plastikbierbecher, die abwechselnden mal den Sänger und mal den Schlagzeuger trafen, konnte die Freude der Band nicht trüben, sondern eher noch steigern, da sie merkten wie geil die Stimmung war. Das Bassist bekam keinen Becher ab, da die Leute wohl Angst vor den größten Händen seit Menschen-Gedenken hatten. Ich habe keine Ahnung, wie ein Mann mit solchen Händen und Fingern überhaupt ein Instrument spielen kann. Das Publikum wurde ständig gefragt, „Can you dig it“, was so viel heißt wie: „Könnt ihr das erleben, gefällt euch das?“ Und die Antwort war „JA“.

Meine Unlust auf Rock war ja schon während des ersten Liedes verflogen, aber die Lust sich bewegen und den Kopf zur Musik schütteln zu wollen stieg immer mehr. Nach gefühlten 50 Liedern war es leider schon vorbei, aber nicht ohne den obligatorischen Rock ´n´Roll BH, der auf die Bühne flog. Nach 2 akustischen Einlagen von Jesse und ein oder 2 neuen Songs wie „Secret Plans“ kam noch ein letzter Kracher und dann war es leider schon vorbei. (Stefan)

BEWERTUNG: 9/10

www.eaglesofdeathmetal.com

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PEARL JAM AUF DER WUHLHEIDE

15.08.2009 / Einmal Berlin und zurück

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Wir konnten uns glücklich schätzen, überhaupt Karten für dieses Ereignis bekommen zu haben. Ich kann mich noch an den Samstag morgen vor 3 Monaten erinnern, als mein Wecker, mein Handy, mein Computer und Ivonne mich daran erinnerten, Karten für das einzige Pearl Jam Konzert in Deutschland zu kaufen. Punkt 9 Uhr hab ich also an meinem Rechnen gesessen und 4 Karten gekauft. Das ca. 10 Minuten später keine Karten mehr erhältlich waren, hat Thomas, der ja eigentlich den Stein erst ins rollen brachte, dann auch gemerkt.

Also ging es, wie schon 2007 und 2000 auf die Wuhlheide nach Berlin. Es scheint ihnen da zu gefallen.

Mit dabei waren diesmal 2 Teams, eines aus Wiesbaden, bestehend aus Johnny, Henning, Ivonne und meiner Wenigkeit und einem Team aus Hamburg, bestehend aus Helle, Tommes und Fabian (war der echt mit dabei? ich kann mich nicht erinnern).

Nach oblogatorischem Bundesliga-schauen-und-ein-aufwärm-Bier-trinken, ging es dann darum, den weiten Weg Richtung Wuhlheide anzutreten. Man fährt nämlich ein ordentliches Stück Richtung Ost-Berlin, was man auch daran merkt, dass man sich auf einmal mitten in einem Wald befindet. Wenn man dann aus der Bahn aussteigt, hat man dann noch die Wahl entweder Richtung Festivalgelände zu laufen oder mit Lukas, Jim Knopf und seiner Lokomotive zu fahren, die einen für nur einen Euro mit ihrer Schmalspurbahn mitnehmen.

Nach der Vorband Gomez, überfüllten Toiletten und sagenhaft langen Bierschlangen kamen die Altmeister des Grunge auf die Bühne. Dabei war es doch erst 20.30. Der Rest ist Geschichte. Man kann sich jetzt darüber streiten, ob in den fast 2.5 Stunden Musik, gefühlte 100 Klassiker fehlten. Ich denke man nimmt es Pearl Jam nicht übel. Klar das es noch geiler hätte werden können, doch nach nun fast 20 Jahren kann man nicht erwarten, dass sie Black, Wishlist, Rearviewmirror oder etwa Jeremy  spielen. Hier gehts zur komplette Playlist. Es war einfach wieder toll die Jungs zu sehen. Und falls sie in 2 Jahren wieder auf der Wuhlheide spielen, werde ich wieder dabei sein. (Lemmy)

BEWERTUNG: 7/10

www.pearljam.com