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KINGS OF LEON – Festhalle Frankfurt

09.12.2010 / König der Löwen?

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Ich war gefühlte 8 Jahre nicht mehr in der Festhalle, und ich weiß seit gestern wieder warum. Nicht nur weil dort Veranstaltungen stattfinden wie das Internationale Reitturnier, Flippers Abschiedstournee, ABBA The Show oder Shakira, sondern weil mir die Halle definitiv zu groß, der Sound meistens echt mies und Organisation schlecht ist. Ausserdem stellt sich immer die Frage, wo parke ich mein Auto ohne nachher mit 5000 anderen Fahrzeugen im Stau zu stehen?

Die Anreise gestern war schon der Knaller. Schneebedeckte Fahrbahn auf der A66. Wir dachten schon, dass es wie bei Shakira läuft, die ihr Konzert ja absagen musste, weil der Flieger aus Paris nicht starten konnte. Wir kamen aber schon mal pünktlich an und fanden sogar noch einen Parkplatz im Marriot Hotel, gegenüber der Festhalle. Die 13 Euro Parkgebühren muss man halt noch auf die eh schon zu teuren Ticketpreise der Festhalle dazu rechnen.

Dann waren wir endlich in der Halle. Schön ist sie ja, sogar ziemlich schön. Jacken abgeben war dank Ivonnes Ellebogen-Einsatz an der Garderobe kein Problem. Ich kümmerte mich derweilen um die Getränke. Nach dem ersten Schluck Elefantenpisse entschied ich mich, an diesem Abend nichts mehr zu trinken. Keine Ahnung was die da in die Plastikbecher geschüttet haben, aber es schmeckte nicht nach Bier.

Die Vorband waren The Whigs, die erstaunlich gut waren. Auf jeden Fall haben sie die Bude gut eingeheizt. Gegen 21.20 kamen dann die Löwen auf die Bühne. Die ersten 3 Lieder haben wieder bewiesen, dass der Sound einfach kacke in der Festhalle ist. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie der Soundmischer am Schwitzen war, um das alles erträglicher zu machen. Und er hat es echt geschafft. Ab dem vierten Lied war es echt gut abgemischt.

Die Brüder und der eine Cousin aus Tennessee haben alles gespielt, um es den 14 jährigen schreienden Mädels und den 40 jährigen Rockern recht zu machen. Mir persönlich fehlten ein paar alte Songs wie „King of the Rodeo“ oder „Red Morning Light“. Was ich nicht ganz verstanden habe, war das unfassbar hässliche Bühnenbild. Zusammengewürfelte Scheinwerfer in Blöcken, die in seltsamer Reihenfolge aufblinkten, um am Ende ein Feuerwerk darauf abzubrennen. Muss man das als große Band machen? Ein Feuerwerk gehört wohl zum Status „berühmt und erfolgreich“ dazu. Auf der rechten Seite eine Leinwand, die in unregelmässigen Abständen mal nach oben, mal nach unten gelassen wurde. Die Livebilder, die auf 3 Leinwänden übertragen wurden, waren oft von unerträglich hässlichen Blümchenumrandungen umgeben. Vielleicht war das für Shakira vorgesehen. Da hätte es gepasst.

Knaller wie „Use Somebody“ und „Sex on Fire“ beendeten das Programm dann nach guten musikalischen 100 Minuten.

Schade, dass die Jungs so erfolgreich sind. Sonst würden sie sicherlich in der Jahrhunderthalle oder besser noch in der Batschkapp spielen. In den Genuss bin ich leider nie gekommen. (Lemmy)

BEWERTUNG: 8/10

www.kingsofleon.com

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KASHMIR – Mousonturm Frankfurt

07.12.2010 / Dat is Kashmir

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Mein erstes Kashmir Konzert durfte ich 2006 in der Batschkapp erleben. Und ich war damals schon völlig begeistert von den Dänen. Übrigens, wenn man nicht wüsste dass es Dänen sind, dann würde man es spätestens dann bemerken, wenn sie die Bühne betreten. Alles Klischeedänen, bis auf den Bassisten. Der ist eben Bassist, die sind immer etwas seltsam und leben in ihrer eigenen Welt. Die anderen haben alle ihre dänischen Bärte und Tränensäcke.

Wer noch nicht im Mousonturm war, der sollte unbedingt mal hingehen. In meinen Augen eine der besten kleinen Hallen die wir haben. Leider sind meistens Künstler dort, deren Name ich entweder noch nie gehört habe oder ich nicht aussprechen kann. Die Halle ist gefühlt halb so groß wie die der Batschkapp, und egal wie voll sie ist, man sieht immer gut, kann immer auf Toilette und immer ein Bier holen. Alles wichtige Kriterien.

Als Vorband kamen Tusq aus Hamburg auf die Bühne. Ich muss sagen, dass die ziemlich nette Musik gemacht haben. Die CD ist schon auf die Weihnachts-Wunschliste bei Amazon gewandert. Der Sänger hat in meinen Augen ein wenig dummes Zeug gelabert, aber davon zum Glück nicht zu viel.

Dann endlich kamen die Dänen. Wie schon damals AdRock geschrieben hat, muss ich sagen, dass sie gereift sind. Waren sie vor 4 Jahren noch recht ungeschliffen, sind sie jetzt in meinen Augen ein fast lupenreiner Diamant. Sie beherrschen ihre Instrumente, lieben das was sie tun und wirken unfassbar sympathisch. „Rock’n’Roll und Melancholie verschmelzen hier zu einem wunderbaren Ganzen.“, Zitat AdRock.

An Liedern hat fast nichts gefehlt. Alleine das Konzert mit dem wunderschönen „In the Sand“ anzufangen war wunderbar. „Rocket Brother„(ich habe jetzt noch Gänsehaut) und „Kalifornia“ fehlten genauso wenig wie „The Cynic“,  „Mouthful of Wasps“ und „Pursuit of Misery„.

Alleine die Zugaben waren der Hammer, da wurden Lieder doppelt und dreifach verlängert, weil Kasper das Gefühl hatte, den Song ein wenig anders zu spielen als sonst. Ich hatte das Gefühl die improvisieren. Hammer…

Also immer wieder gerne. Ich kaufe Karten sobald es neue gibt. (Lemmy)

BEWERTUNG: 9/10

www.kashmir.nu
www.myspace.com/tusq

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BLACKMAIL – 11er Frankfurt

11.11.2010 / Definitiv ein Aydo Ersatz

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Über diese Combo haben wir ja schon öfters berichtet und sie in hohen Tönen gelobt. Deswegen war es vor einem Jahr ein umso größerer Schock, zu hören, dass Sänger Aydo und der Rest von Blackmail getrennte Wege gehen werden. Nun stellte sich die Frage, wie es mit Blackmail weiter gehen sollte. Doch ein Ersatz für Sänger Aydo war recht schnell gefunden. Doch wer Aydo schon mal gesehen und gehört hat, fragt sich zu recht, wie man den ersetzen soll.

Um das gleich zu beantworten.Es geht natürlich nicht zu 100%, aber was der neue Sänger Matthias Reetz da abgeliefert hat, war ziemlich klasse. Alle Augen waren auf ihn gerichtet und jeder hat sich die gleiche Frage gestellt: kann der überhaupt singen, ist er so wie Aydo und bestellt er so viele Schnäpse wie er? Der arme Kerl muss sich so in die Hosen gemacht haben. Dazu war das Frankfurter Konzert auch noch das erste der kleinen Mini-Tour. Sicher, er kann die Art von Aydo nicht ersetzen, aber er hat immerhin seinen Gesang fast ersetzen können.

Musikalisch war das an diesem Abend wieder mal aller erste Sahne. Kurt war wie immer souverän an seiner Gitarre und der Rest der Band hatte ebenso Bock vor den 50-60 Leuten zu spielen wie der neue Sänger Matthias. Alte Blackmail-Klassiker wurden genauso gespielt, wie ihre neuen Stücke, die Hoffnung auf eine neue, gute Platte aufkeimen lassen.

Trotzdem bleibt ein wenig Wehmut. Aydos Show ist unersetzlich (Lemmy)

BEWERTUNG: 8/10

www.myspace.com/thisisblackmail

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THE BOXER REBELLION – Das Bett Frankfurt

31.10.2010 / Kleine und feine Rebellion

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Die erste Platte der Jungs schlummert seit dem 2.4.2009 in meiner Sammlung rum, und ihr Lied „Misplaced“ hat es in der kurzen Zeit schon in meine iTunes Top 90, der meist gehörten Lieder geschafft. Das alleine war schon Anlass genug, sie Live sehen zu wollen.

Es gibt diese Konzerte bei denen man sich fragt, was der Band eigentlich noch dazu fehlt, nicht wie an diesem Abend, vor gefühlten 100 Leuten im Bett Frankfurt auftreten zu müssen, sondern vor einer gut gefüllten Batschkapp oder mehr. Diese Jungs haben meiner Meinung nach alles, was sie zu einer echt großen Band macht. Wunderschöne Lieder, tolle Sound-Arrangements und dazu noch überaus sympathisch. Und für die weiblichen Fans noch einen recht lecker aussehenden Sänger Nathan Nicholson. Gitarrist Todd Howe könnte, dank seines Aussehens, auch in einer Metallband spielen, und Bassist Adam Harrison würde rein optisch eher in die Wave Ecke gehören. Piers, der Drummer, sieht eben aus wie ein Drummer.

Musikalisch würde ich sie in die normale Alternative Rock Ecke schieben, wobei der Gitarrist es immer wieder schafft, Post-Rock Einflüsse in die Lieder einfließen zu lassen, besonders Live. Wenn man sie mit anderen Bands vergleichen möchte, dann würde mir sofort The Cooper Temple Clause, Editors oder The Veils einfallen.

Auf den Abend hatte ich mich schon seit Wochen gefreut, da ich die Jungs aus London noch nie Live gesehen hatte. Zuerst sah alles danach aus, dass ich alleine in den Genuss kommen sollte, doch zum Glück konnte ich in den letzten 2 Wochen noch ein paar Fans dazu gewinnen, von denen mich einer an dem Abend überraschen sollte. Tatsächlich schaffte Herr Ohms den Weg aus Mühlheim nach Frankfurt.

Die Vorband, bestehend aus einem Gitarristen, der sich später als Roadie der Band zu erkennen gab, spielte 4 recht persönlich-melancholische Lieder. Dann endlich kamen die Jungs und haben von vorne bis hinten alles richtig gemacht. Kein dummes Gelaber und Song-Erkläre, sondern pure Lust, auch vor 100 Leuten, alles geben zu wollen. Die recht hohe Stimme des Sängers erwies sich Live als ziemlich klasse und keinesfalls nervend und der Gitarrist hat es geschafft, uns Rockwände entgegen zu blasen. Wie schon gesagt, musikalisch haben die Jungs die Klasse, ganz weit oben mitspielen zu können. 3 neue Lieder, die sehr sehr vielversprechend klangen, durften wir auch noch hören.

Wie lange sie gespielt haben kann ich nicht mehr sagen, aber ich hatte das Gefühl, dass es gepasst hat. 2 Zugaben gab es noch und dann machten sich die Jungs sofort in ihre Merch-Ecke, um T-Shirts und CDs zu verkaufen. Und wo bitte gibt es noch CDs und T-Shirts für 10 Euro direkt vom Erzeuger!!!! Da musste ich zuschlagen…

Ich würde einiges dafür geben, sie mal Open Air auf einer großen Bühne sehen zu können. Man kann den Jungs nur das Quentchen Glück wünschen. (Lemmy)

BEWERTUNG: 10/10

www.myspace.com/theboxerrebellion

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SCUMBUCKET – Logo Hamburg

09.10.2010 / Gitarrengott trifft kleine Halle

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Sicher wird es Menschen geben, die Kurt Ebelhäuser als arroganten und alten Egomanen bezeichnen. Aber erstens ist der Kerl nicht so alt wie er aussieht – nämlich 40 Jahre – und zweitens spielt er sein Instrument so, als wäre es mit ihm verwachsen. Er darf sich also eine gewisse Arroganz erlauben. Für alle die es noch nicht wissen, Kurt ist der eigentliche Kopf hinter der Band Blackmail, die nach dem Abgang ihres Sängers Aydo eine kurze Verschnaufpause eingelegt hat, um uns aber jetzt wieder mit neuem Sänger zu beglücken.

Das wir ins Logo gegangen sind, war auf jeden Fall eine glückliche Entscheidung, weil wir an diesem Abend auch gut und gerne im Rodeo am Hamburger Berg oder auf Tommes Couch hätten landen können. Beides haben wir später noch gemacht. Aber wenn Kurti schon mal am selben Abend in der Stadt ist, sollte man sich den auch anschauen. Fast sah es so aus, als müssten Scumbucket uns eine Privatvorstellung geben, da wir mit 3 anderen an der Theke, die sicher eh zum Equipment gehörten, alleine in dem kleinen Räumchen waren. Doch nach 3 Runden am Kicker und weiteren 30 Minuten wurde das Logo auch etwas voller.

Die Vorband, deren französisch anmutender Name ich verdrängt habe, war mir zu sprunghaft. Da wurde Metall mit Rock, Hardcore, Black Metall und Pop vermischt. Die Suppe die dabei rauskam reichte zum leichten Mitwippen und gelegentlichem Ferse-auf-den-Boden-klopfen.

Scumbucket spielten uns dann aber fast 2 Stunden an die Wand. Das Henning am anderen Tag Nackenschmerzen hatte sagt eigentlich alles aus. Ein paar Songs haben noch Songs gefehlt, aber die meisten Knaller haben sie gespielt.

Wunderbarer Anfang, für einen tollen Abend in Hamburg, sagt euer Lemmy…

BEWERTUNG: 10/10

www.myspace.com/scumbucketmusic

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JOHNOSSI – BATSCHKAPP FRANKFURT

24.09.2010 / Verdammt kurz

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Ich dachte bis letzten Freitag, dass es in Deutschland ungeschriebene Gesetze zu Anfangszeiten von Rockkonzerten geben würde. Dem ist nicht so. In 99% aller Fälle bedeutet eine Anfangszeit von 19.30 auf dem Ticket, dass die Vorband vielleicht um 20.00 Uhr anfängt und die Hauptband um 21.00 die Bühne betritt. In Schweden scheinen die Uhren anders zu gehen, denn nur so ist es zu erklären, dass die 2 Jungs aus Stockholm schon um 20.10 angefangen haben.

Schlimm genug, dass Henning und ich das unfassbar tolle Lied Mavericks verpasst haben, von dem wir ausgehen, dass sie es am Anfang gespielt haben könnten. Das wäre ja alles zu verkraften gewesen, denn die Jungs haben ja 3 Platten, die allesamt toll sind und mir kein schlechtes Lied einfällt. Aber was dann kam, grenzt an einer Unverschämtheit. Um 21.10 verließen sie zum ersten mal die Bühne und sagten „Goodbye“. OK, dachte ich mir, jetzt ist Halbzeitpause und die spielen uns gleich noch in Grund und Boden. Nix war es. 2 Lieder und dann war tatsächlich alles vorbei. John Engelbert – der Sänger und Gitarrist – erklärte uns noch etwas von einem Freitag, den wir nicht vergessen werden. Er hat recht behalten…

So früh war ich noch nie von einem Konzert verschwunden. Und obwohl es musikalisch toll war was sie gespielt haben, kann ich so etwas nicht akzeptieren. Für 21.50 hab ich schon mal mehr für mein Geld bekommen… (Lemmy)

BEWERTUNG: 5/10

www.myspace.com/johnossi

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VELVETEEN IM BETT

18.09.2010 / Das erste mal im Bett

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Ich wäre nicht im Bett gewesen, wenn ich nicht von der großartigen Band Stun aus Bremen den Tipp bekommen hätte, mir die Frankfurter Band Velveteen anzuschauen. Zufälligerweise haben Stun und Velveteen gerade zusammen eine Venyl Platte auf den Markt geschmissen, die es sich lohnt zu kaufen.

Das war wieder mal so ein Abend, an dem man nichts besonderes erwartet und plötzlich viel für sein Geld zu sehen bekommt. Das Bett war mir ein Begriff, doch bisher hatte keine Band es geschafft, mich ins Bett zu ziehen. An diesem Abend sollten es gleich 3 sein, die ich sehen durfte. Die erste werde ich aber gar nicht erst erwähnen, weil sie über den Status einer Schülerband nicht heraus gekommen sind. Ihren Namen haben ich auch nicht gehört – oder vergessen.

Das zwischen den Umbaupausen die Schule für Mode, Grafik und Design eine Modenschau aufführen wollte, habe ich erst kurz zuvor aus dem Internet erfahren. Ich respektiere die Arbeiten, aber irgendwie hatte es nicht zu der Veranstaltung gepasst. Besonders unverschämt fand ich aber, dass die Studenten und Models, die an dem Abend da waren, nach ihrem Auftritt sofort verschwanden und es nicht für nötig hielten, sich die Musik der Bands anzuschauen. Das hatte zu Folge, dass beim Auftritt der letzten Band Cuba Missouri geschätzte 50 Menschen vor der Bühne standen.

Velveteen waren großartig und gehören definitiv in die Plattensammlung, wenn man auf Rock und Post Rock steht. Die Band ist bekannter als man denkt, weil sich ein amerikanischer Blogger den Scherz erlaubte, das letzte Album von Velveteen, Death Cab for a Cutie anzurechnen. Kritiker schrieben so Rezensionen, die recht positiv ausfielen, für eine Frankfurter Band. Die Musik ähnelt tatsächlich manchmal ein wenig an DCFAC, aber ich würde sie eher mit einer Mischung aus Slut und Notwist vergleichen. Auf jeden Fall machen sie feinen Rock. Der Drummer hat mich persönlich am meisten fasziniert. Wer so draufhaut, hat einen an der Waffel…

Am meisten überrascht hat mich an diesem Abend aber eine andere Band, von der ich bisher gar nicht wusste, dass sie auftreten soll. Denn von Cuba Missouri habe ich erst eine Stunde vor beginn erfahren. Irgendwas sagte mir die Band… Und tatsächlich besitze ich 2 Stücke der Band aus Münster. Hochklassiker melancholischer Rock, mir wahnsinnigen Gitarren-Wellen. Das sie von Kurt Ebelhäuser produziert werden glaubt man kaum, weil es so schön anders melodisch ist. Höhepunkt war das Lied „White Barracks Resolution“, an dem man gute die Bandbreite der Band hört. Anhören, kaufen!

3 Bands, 3 Stunden Musik, 10 Euro. Was will man mehr?

BEWERTUNG: 9/10

www.myspace.com/cubamissouri

www.myspace.com/velveteenmusic

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Konzerte

MOTHER TONGUE IN DER BATSCHKAPP

22.08.2010 We play until midnight …

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Kennt ihr diese Konzerte, von denen man von vornherein nicht viel erwartet und man dann so richtig eine auf die Fresse bekommt? Mother Tongue haben mir so eine Ohrfeige gegeben. Wie kann es sein, dass ich diese Band noch niemals Live gesehen habe, wo sie doch schon seit 20 Jahren existieren? Ok, es gab ne lange Unterbrechung, aber die sind doch nicht das erste Mal in Deutschland.

Ich weiß nicht so recht, wo ich mit den Superlativen anfangen soll. Die Jungs erschienen um 21 Uhr persönlich auf der Bühne, um ihren Rowdies freundlich unter die Arme zu greifen. Wo sieht man dass denn noch, ausser bei völlig unbekannten Bands, die sich keine Rowdies leisten können. Um 21.12 bat David Gould um weitere 8 Minuten, um seinen Bass noch zu stimmen. Um Punkt 21.20 ging dann das Feuerwerk los. Auf technisch höchstem Niveau hat die Band ihr breites Spektrum an musikalischen Facetten gespielt, und dass reicht von Rock über Funk bis hin zu Soul. Hört sich komisch an, ist aber der reine Knaller.

Was den Abend aber so besonders gemacht hat, war dieser unglaubliche BOCK den die Jungs auf der Bühne hatten. Ohne Playlist haben sie nach jedem Song besprochen, was als Nächstes kommt. Und wenn jemand aus dem Publikum mal einen Song-Wunsch hatte, wurde auch der gespielt. Und wenn jemand mal Lust hatte, mit den Jungs auf der Bühne zu hotten, wurde auch dieses Wunsch gewährt, was dann aber dazu führte, dass zwischenzeitlich 15 Menschen auf der Bühne standen und vom Sänger animiert wurden, Stage-Diving zu machen. Das Publikum hatte aber auch ordentlich Bock. Und das hat dann dazu beigetragen, dass Sänger und Bassist David Gould nach 2 Stunden und vielen vielen Zugaben wieder die Bühne betrat und  versprach, uns für die 17.50 Euro die uns die Karte gekostet hat, das komplette Programm zu bieten und die Bühne erst wieder zu verlassen, wenn es Mitternacht ist.

Das haben sie dann auch gemacht. Nach 2 Stunden und 45 Minuten bin ich klitschnass aus der Batschkapp. Das nenn ich mal ne Leistung.

BEWERTUNG: 10/10

www.myspace.com/mothertongue

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Festival

ROCKEN AM BROCKEN 2010

30. – 31.07.2010 Henning in Hochform

Rocken am Brocken 2010

Tag 1, Freitags:

Ja ja, der Freitag. Der geübte Festivalgänger weiß, dass dies definitiv der härteste Tag ist, da es schwierig sein kann, ihn zu überleben. So sehr überwiegt oft die Freude über kommende Stunden mit Freunden, Musik und ein paar Bier, dass man sich den Lüsten einfach so hingibt bis es fast zu spät ist. Aber es ist ja noch mal alles gut gegangen.

Unverständlich, dass die grandiose Band The Picturebooks als Opener vor gefühlten 10 Leuten starten mussten. Diese Band hat definitiv mehr verdient. Danach kamen Mutabor, an die ich mich erinnern kann und deswegen wohl kaum erwähnt werden müssen. Jedoch der Herr Gisbert zu Knyphausen aus dem schönen Rheingau hat eine Erwähnung verdient, obwohl seine sehr melancholischen Texte einen nicht wirklich voran bringen. Aber irgendwie hat es zur Abendstimmung wunderbar gepasst. Nach The Busters kamen dann die wunderbare Band Friska Vijlor, die uns auch schon letztes Jahr auf dem RaB den Abend versüßt hatten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch schon erste Verluste zu melden. Alex und Andrea waren ins Zelt, um sich mal so richtig auszuschlafen… Mh, klar. Zu Bratze sind Henning und ich dann Richtung Heimat gelaufen, die diesmal nicht aus einem 70er Jahre Hotel, das eher als Jugendherberge hätte dienen können bestand, sondern aus einer Nobelherberge, die sich als eigenes Haus entpuppte, mit Betten, Duschen, Toiletten und was sonst noch dazu gehört. Mensch, wir werden alt.

Tag 2, Samstags:

An diesem Tag waren alle soweit wieder hergestellt, nur Helles Lippe so aus, als hätte sie den Abend nicht richtig überstanden. Eine Biene war es jedenfalls nicht daran Schuld. Auch Henning, bei dem ich ohne weiteres hätte verstehen können, wenn er bis 17 Uhr im Bett gelegen hätte, war wieder dermaßen fit, dass er als erstes ein Bier in das Hand hatte. Unfair!

Der Tag begann wieder mit einem Opener, der es definitiv verdient hat, als Headliner zu spielen. Die Platte von Stun liegt schon seit einen Jahr auf meinem Schreibtisch und ich habe bisher nur davon geschwärmt und jedem nahe gelegt, sich die Jungs aus Bremen mal anzuhören. Leider stand ich alleine vor der Bühne, da der andere Teil der Gruppe sich in Strandliegen vom Tag zuvor erholen mussten. Den Rest des Tages kann man getrost vergessen, bis dann Dúné auf die Bühne kamen und tatsächlich eine recht ordentliche Rock/Eletrktro Performance hingelegt haben. Zu Itchy Poopzkid bin ich dann nach Hause gelaufen, wobei die 3 Jungs echt gerockt haben.

Alles in Allem also wieder solide 2 Tage, die ziemlich viel Spaß gemacht haben. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Magenschleimhautentzündung, die ich danach bekommen habe, nichts mit dem Essen oder Alkoholkonsum zu tun hat.

BEWERTUNG: 08/10

www.rocken-am-brocken.de

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Konzerte

THE NATIONAL IM STADTPARK HAMBURG

08.07.2010 / Woodstock liegt in Hamburg

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Anders als beim Beasfest im Schlachthof, wo die deutsche Mannschaft gegen Argentinien so wunderbar gewonnen hatte, mussten wir hier in Hamburg die Niederlage gegen Spanien mitverfolgen. Es gibt aber diese Tage, wo man genau weiß, dass alles gut wird. Denn nur einen Tag später sollten wir in den Genuss von The National kommen. Für mich war es der erste Besuch eines Konzertes im Stadtpark Hamburg und ich kann nur jedem raten, bei schönem Wetter dort ein Konzert zu besuchen. Die Atmosphäre war toll. Alle Menschen lagen bei den 2 Vorbands THE MIDDLE EAST und MIDLAKE entspannt auf der Wiese, tranken ihr Bier, rauchten ihr Gras und lauschten den Klängen dieser Bands. Es hatte ein wenig Woodstock-Charakter. Als nächtes sollten Jimi Hendrix und Joe Cocker die Bühne betreten.

Gegen 20.30 kam dann ein völlig angetrunken Matt Berninger auf die Bühne. Mir ist es bis heute unverständlich, wie man so eine geile Stimme haben kann, wenn man so besoffen ist. Er hat aber sein Bestes gegeben und versucht, die Bühne stehend zu verlassen. Von der neuen Platte fehlte nichts. Sorrow, Anyone´s Ghost, Bloodbuzz Ohio und England. Ich bekomm Gänsehaut bloss beim erwähnen dieser Songs…

Das Mikrophon und Ständer des öfteren durch die Gegend flogen, hatte mit dem Enthusiasmus zu tun, den der Sänger an den Tag legte. Leider war es schon nach 90 Minuten vorbei, obwohl die Band ausdrücklich betonte, noch länger spielen zu wollen. Aber der Stadtpark unterliegt wohl den schärfsten Lautstärke-Richtlinien die man in Deutschland haben kann. Ausserdem war wohl die Flasche Rotwein leer.

Meinetwegen hätte es noch Stunden weitergehen können.

BEWERTUNG: 10/10

www.americanmary.com
www.myspace.com/thenational
www.myspace.com/visitthemiddleeast
www.myspace.com/midlake