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WE WERE PROMISED JETPACKS – Das Bett Frankfurt

27.01.2012 / Holy Shit

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Normalerweise benötige ich keine 2,5 Wochen, um einen Bericht zu schreiben. Aber ich bin erst gestern aus meinem Konzert-Flash aufgewacht. Es mag sein, dass ich auf irgendeiner „We Were Promised Jetpacks“ Wolke Schwebe, aber die Jungs machen zur Zeit alles richtig. Natürlich völlig subjektiv betrachtet.

Schon an meinen Platten-News konnte man feststellen, dass die neue Scheibe (in meinen Augen) ein wahnsinniger Kracher ist. Da freut man sich doch umso mehr auf ein Konzert.

Das Bett in Frankfurt ist bekannt für seine eher schnuckeligen und kleinen Konzerte, die selten ausverkauft sind. Heute erschien mir das anders. Volles Haus, was aber nicht bedeutet, sein Gewicht ständig von einem auf den anderen Fuß verlagern zu müssen, da man sich keinen cm mehr bewegen kann. Die Vorband bestand aus einer frankfurter Combo, deren Name ich vergessen habe. Sie wirkten bemüht, mehr mag ich nicht sagen.

Dann kamen die schottischen Jungs auf die Bühne. Sie wirken immer so „bubihaft“ und unschuldig, doch wenn es dann losgeht, mag man kaum glauben, dass aus dem kleinen, etwas fülligeren Sänger so eine Stimme kommen kann. Angefangen haben sie mit dem Song „Sore Thumb“, der erst instrumental anfängt, bis der Sänger Adam Thompson leise anfängt zu singen, um dann ab Minute 3 zu explodieren. Wahnsinn. Von der neuen Platte haben sie alle Knaller gespielt – also alles. Besonders das Lied „Medicine“ ist für mich stellvertretend für einige Songs auf der Platte. Ein Rhythmus aus Schlagzeug und Bass, der einen nicht loslässt. Dazu die Gitarren, die mir Gänsehaut bescheren. Es gab in den 90 Minuten keine Sekunde, die Langweile hat aufkommen lassen. Jedes Lied war gut gespielt, auch wenn Adam sich für seine schlecht gestimmte Gitarre entschuldigt hat. Übel genommen hat ihm das keiner. Gesagt haben die Schotten auch nicht viel, was für sie spricht, da sie Musik machen wollten. Klassiker der alten Platte haben sie natürlich auch gespielt. „It’s Thunder and It’s Lightning“, „Ships With Holes Will Sink“ und natürlich „Quiet Little Voices“

Bei „Boy In the Backseat“ war mir klar, dass die Jungs heute ohne Zugabe von der Bühne gehen werden, weil sie ALLES gegeben haben. So kam es dann auch. Mein Bruder sagt danach nur so etwas wie „unfassbar“… Und meinte unfassbar genial.

Das wird mir lange, lange in Erinnerung bleiben.

BEWERTUNG: 10/10

wewerepromisedjetpacks

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Konzerte

BLACKMAIL – Goldene Krone Darmstadt

04.02.2012 / Definitiv Friend!

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Da der letzte Konzertbericht von Blackmail noch gar nicht so lange zurückliegt, folgt hier nur ein knappes Update. Sie luden für unfassbare 10 Euro / Karte (es war mir fast unangenehm, so wenig zu bezahlen) nach Darmstadt in die Goldene Krone ein – und ich muss sagen, eine sehr geile Location, die mich wirklich überrascht hat. Vor allem war das Ding zum Ende auch ganz gut gefüllt, nicht nur im Saal selbst sondern ebenfalls auf den Floors. Erdinger für 3 Euro ohne Pfand – Himmel!

Die Vorband Red Hill bestach vor allem durch die gute Gitarrenmusik, weniger durch ihre Texte und schon gar nicht durch die Stimme des Sängers. Schade, denn wie gesagt – musikalisch war das ganz fein anzuhören.

Oktober 2011 haben wir die Band zuletzt im Nachtleben gesehen – etwas in Sorge, ob der Erfolg weiter anhält. Das Thema „neuer Sänger“ soll hier gar nicht mehr angesprochen werden, denn wie sich am Samstag zeigte, ist Blackmail eine gute Einheit geworden. Anders, aber besser als im Oktober. Zu Beginn war zwar der Sound etwas merkwürdig, wurde aber schnell besser. Die Mischung der Songs (neues Album, alte Alben) war definitiv großzügiger und von der Setlist her hätte es glaub ich nicht besser sein können. Solide, mit viel Laune und in einer guten Location. Die Spielzeit erschien uns mit 50 Minuten etwas kurz, wurde dann allerdings nach einer kurzen Unterbrechung (in der Carlos noch nicht mal die Bühne verließ), in einer grandiosen, gut 25-minütigen Zugabe mit Songs wie beispielsweise Nightschool oder aber „Friend“ (die Viertelstunde-Fassung) glatt gezogen.

Bitte, bitte, immer wieder exakt so!

BEWERTUNG BAND: 9/10
BEWERTUNG LOCATION: 10/10

http://www.blackmail.de/

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Konzerte

BAND OF SKULLS – Nachtleben Frankfurt

31.01.2012 / … Sweet Sour.

Band of Skulls mal wieder im Nachtleben Frankfurt und Thilo war wie 2010 mit am Start. Wir verpassten leider die Vorgruppe „Dead Man’s Eyes“, weil ich mal wieder nicht rechtzeitig aus der Agentur rauskam. 20:00 Uhr is einfach zu früh für ein Konzert unter der Woche.

Das Wohnzimmer Nachtleben war gut gefüllt – beim nächsten Frankfurtbesuch werden sie wohl ne grössere Halle bespielen, also die familiäre Atmosphäre ein letztes Mal genießen.

Kellerlicht aus – Bühnenlicht an. Los ging es mit dem Titelsong des neuen Albums, „Sweet Sour“. Klingt eigentlich alles super, aber der Funke will auch nach drei, vier alten Nummern, nicht auf das Publikum überspringen. Die Stimmung war sehr unterkühlt, lag es etwa an den vorherrschenden Frankfurter Minusgraden? Oder doch an der Setlist? Spielerisch und soundtechnisch war alles fein – druckvoll, aufs wesentliche konzentriert, so wie Band of Skulls eben. Wieder mal sehr großartig.

Und es war doch die Setlist, denn erst zu „Hollywood Bowl“, dem 10. Song des Abends, ging zum ersten Mal etwas mehr, also nur leichtes Kopfnicken, ab. Mit „Light Of The Morning“, gefolgt von „Death By Diamonds And Perls“, den beiden Hammertracks der Debütscheibe, wurden wir dann doch noch voll bedient – Rock’n’Roll at it’s best. Zwei Zugaben gab’s noch. Mit „Impossible“ wurden wir nach eineinhalb Stunden wieder in die Kälte entlassen. Ach übrigens, die neuen Songs, des am 17.02. erscheinenden Albums „Sweet Sour“, klingen wonderful – bitte unbedingt kaufen!

Bis zum nächsten Mal – mit The Black Keys zusammen, im Herbst – und mit passender Setlist.

BEWERTUNG: 9/10

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Konzerte

COLDPLAY – Festhalle Frankfurt

20.12.2011 / Back to the 80s

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„Puhhhh, soll ich es wagen und wieder mal auf ein Coldplay Konzert gehen?“, fragte ich mich vor gut einem halben Jahr. Die neue Platte war noch nicht auf dem Markt und meine letzten Erfahrungen mit Live Konzerten von Coldplay waren eher bescheiden gewesen. Gefühlte 10 Konzerte von Coldplay in den kleinsten Hallen bis zu großen Live Konzerten trugen zu einer gewissen Übersättigung bei. Beim letzten Konzert musste ich sogar meine Freundin davon abhalten auf die Bühne zu springen, um Chris Martin eine zu pfeffern, was daran lag, dass sie unglaubliche Summen für Konzerttickets verlangen, aber nur kurz dafür spielen. Geht gar nicht!

Auch diesmal lag der Preis im oberen Bereich der Skala. Und das die Festhalle nicht gerade berühmt für guten Sound ist, muss ich nicht noch mal erwähnen. Egal, Tickets gekauft und gewartet.

Dann war es soweit. Die Platte hatte ich mehrmals rauf und runter gehört und als soliden Pop-Rock deklariert. Die Trägheit nach der Arbeit und meine neue Tochter führten dazu, dass ich zu spät an der Halle ankam. Wobei ich bei 20 Uhr Einlass mit einem Beginn nicht vor 22 Uhr gerechnet hatte. Draussen vor der Halle wurde schon der Dreck der 13.000 Zuschauer wieder zusammengekehrt. Ich betrat die Halle und musste feststellen, dass Herr Martin schon um 21.15 das erste Lied angestimmt hatte. Perfektes Timing.

Und dann traf mich ein wenig der Schlag. Die komplette Halle war durch tausende kleiner Lichtarmbänder, die einige Zuschauer zuvor bekommen hatten, erleuchtet. Die Lichter konnten vom Light-Master angesteuert werden, so dass der Zuschauer ein Teil der Lightshow wurde. Hammer Idee. Dazu kamen endlich mal wieder Laser zum Einsatz. Warum wurden die in den 90ern total vergessen? Man mag sie als 80er Relikt abtun, aber die Stimmung die sie erzeugen ist brutal. Die Show der ersten 3 Songs, war kaum noch zu übertreffen. Laser, Konfetti-Kanonen, Lichtarmbänder und dazu ein ziemlich gut gelaunter Chris Martin. Da bekam ich zum ersten mal an dem Abend Gänsehaut. Aber tatsächlich waren es die ersten 3 Lieder, in denen sie alles abfeuerten. Danach kamen nur noch Wiederholungen, was aber meine Stimmung nicht beeinträchtigen sollte.

Gespielt haben sie eine gute Mischung aus alten Songs, wie Fix You, Politik, Yellow, Clocks und den üblichen Neuen, wie Every Teardrop is a Waterfall, Viva La Vida, etc. Der Sound war einigermaßen und Chris Martins Stimme brauchte seine üblichen 30 Minuten, bis sie eingesungen war. Es hätten ein ziemlich guter Abend werden können, wäre da nicht wieder der frühe Abgang gewesen. Müssen die immer nach 60 Minuten pinkeln? Für 75 Euro verlange ich eine Toilette für die Band auf der Bühne, dafür eine Verlängerung der Spielzeit auf 120 Minuten. Für weitere 4 Lieder kamen sie noch mal auf die Bühne. Und selbst die tobende und „Viva la Vida“ singende  Masse konnte nicht dazu beitragen, die Band danach noch mal auf die Bühne zu führen. Wahrscheinlich ginge das auch nicht, weil die Shows in der Größe dermaßen abgestimmt sind, dass der Ton- und Lichtingenieur nicht gewusst hätten, welchen Knopf er nun zu drücken hat.

Letztendlich war es ein ziemlich gutes Konzert, dass nur durch die übliche kurze Spielzeit der Band einen unrunden Abgang bekam.  (Lemmy)

BEWERTUNG: 8/10

www.coldplay.com

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Konzerte

KILIANS – Das Bett Frankfurt

25.11.2011 / Ein klärendes Gespräch

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Lang ist es her, dass wir etwas von Kilians gehört haben. Der letzte Eintrag auf der offizielen Bandwebsite preist 2 Konzerte im Dezember 2010 an. Danach Stille. Auf myspace liest man: „We are currently in the studio to record some demos. Sounds pretty damn good so far!!!“ – am 17.06.2010. Was ist da los? Umso besser, dass jetzt das Nachholkonzert vom August (?) im Bett in Frankfurt anstand. Ich muss gestehen, dass ich dieser Location das erste Mal die Ehre erwies – aber mit Sicherheit nicht das letzte Mal. Es hätte zwar etwas voller sein können, aber ansonsten kann dort wirklich eine gute Stimmung entstehen.

Als Vorband kam Nessi (aus Berlin) auf die Bühne. Beispielsong. Sie hat eine wirklich gute Stimme, auch wenn ich den Sound irgendwie nicht ganz gelungen fand. Dennoch ist es nicht meine Musik. Aber bemerkenswert in jedem Falle.

Anschließend endlich – oh ja – wir haben uns nicht vertan und sind bei einer Kilians-Coverband in die Ticketfalle getappt. Das passte überall. Die Band hatte Bock zu spielen, und zwar viel Neues, neben Klassikern wie Hometown oder When Will I Ever Get Home. Wenn ich Simons zwischenzeitliche Anmerkungen und Sticheleien richtig interpretiert habe, haben die Jungs schon einige Songs in petto, aber parallel wohl auch das ein oder andere Problem mit der Plattenfirma. Wir dürfen gespannt sein – in jedem Fall wird was kommen und die Songs versprechen etwas Gutes. Die Stimmung war spitze, die Spielzeit mit ca. einer Stunde vollkommen okay, da die Band dann nochmals für 7(!) Zugaben auf die Bühne kam.

Fazit: Es lohnt sich jedes Mal wieder – zumal 15 Euro wirklich mehr als fair sind. Und auch wenn Tommes seit 2008 immer noch im Bunker auf der Couch auf Simon wartet, sind die Jungs weiterhin sehr auf dem Boden geblieben und haben einfach Lust auf Musik. Simpel und Solide! Perfekt!

P.S.: Bei vorherigen Berichten haben wir häufig angesprochen, dass der Sänger des öfteren lange lange Reden schwingen musste. Das war dieses Mal überhaupt nicht so.

BEWERTUNG: 8/10

http://www.IAMNESSI.com/
http://www.myspace.com/thekilians

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Konzerte

EVANESCENCE – Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

18.11.2011 / Das erste Mal – das beste Mal.

evanescence

Ich musste eben erst einmal nachschlagen, zu welchem Genre sich EVANESCENCE überhaupt genau zählen – laut Wikipedia handelt es sich dabei um Alternative Metal bzw. Dark Metal. Hätte jetzt persönlich eher eine andere Richtung gesagt, aber eigentlich ist es auch vollkommen egal. Freitagabend – Andrea, Alex und ich machen einen kleinen Abstecher in die Mitsubishi Gedächtnis.. ähhh Electric Halle nach Düsseldorf. Location vollkommen in Ordnung, ganz schön groß, aber angenehm, da es später kein bisschen Gedränge gab.

Zunächst stehen Kellermensch aus Stockholm auf der Bühne. Alex und ich konnten uns an deren Auftritt am Samstag bei Rock am Ring erinnern und hatten damals eigentlich einen schlechten Eindruck. Irgendwie hatten wir da scheinbar zuviel Bier im Ohr, denn dieses Mal waren definitiv einige wirklich brauchbare Songs dabei, wie beispielsweise Army Ants. Abgesehen von der peinlichen Verabschiedungsszenerie des Sängers zum Ende also ein guter Auftakt.

Es folgten The Pretty Reckless und begannen, uns leicht wegzubretzeln. Die Sängerin war eine gute Einstimmung auf den Hauptact, auch wenn die Stimme ganz anders und etwas dreckiger klang. Leider konnte ich nicht wirklich gute Sachen bei Youtube finden – selbst auf dem Album kommen die Sachen nicht so rotzig rüber wie live, was etwas schade ist.

Endlich. Evanescence kommen. Amy Lee hat nicht nur im Studio eine unglaublich imposante Stimme sondern live ebenfalls. Es ging mit What You Want vom aktuellen Album los, darauf direkt Going Under und dann ein Kessel Buntes aus der gesamten Bandgeschichte. Bring Me To Live durfte ebenso wenig fehlen wie My Immortal als finale Zugabe. Die Sängerin ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, locker 6-7 Songs während des gesamten Auftritts teilweise auf dem Flügel (welcher immer wieder rein- und rausgeschoben wurde) zu beginnen – genau das, was man bei dieser Band kennt und mag – sanfter Anfang mit dem Piano, danach wird die Halle mit Gitarren und Drumset abgefackelt. Doch immer und immer wieder – ihre Stimme. Ich kann nur sagen: jederzeit wieder. Fast volle Punktzahl, da sich der Ausflug zu 100% gelohnt hat und Evanescence hoffentlich noch häufigst in deutschen Hallen spielen werden.

BEWERTUNG: 9/10

http://www.myspace.com/kellermensch
http://www.myspace.com/theprettyreckless
http://www.myspace.com/evanescence

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Konzerte

VOLBEAT – Alsterdorfer Sporthalle

16.11.2011 / Volbeat die Zweite

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Was ist passiert, wenn eine Band fast alles richtig macht, das Publikum Alles gibt und man trotzdem am Ende nur 6 bis 7 Punkte geben will.

a.) Man hatte persönlich einen Scheisstag und einfach nicht genug Alkohol getrunken

b.) Man ist irrtümlich auf einem Wendler-Konzert gelandet

c.) Man sieht ein und das selbe Konzert zum 2. Mal und zwar nicht auf DVD, weil man es wollte

Also dank Thorsten hatte ich definitiv genug Bier und Gott sei Dank war es auch nicht b.). Leider war es c.). Denn obwohl Volbeat gewohnt souverän und musikalisch perfekt Vollgas gaben,  hatte ich dieses Konzert bis ins letzte Detail schon mal vor einem Jahr in Berlin gesehen und zwar inklusive der überpathetischen Szenen des Gitarristen. Zugegeben, es waren Songs des neuen Albums dabei, aber irgendwie kam bei mir nicht diese euphorische Stimmung von vor einem Jahr auf. Die bekannt beschissene Akustik der Sporthalle trug zuverlässig ihren Teil dazu bei.

Fairerweise muss man sagen, dass das Konzert (abzüglich des beschissenen Sporthallen Sounds) für jemanden, der Volbeat zum ersten Mal sah, bestimmt sensationell war und somit jammere ich auf hohem Niveau.

Mein Abend war dennoch ein großer Erfolg, denn Volbeat, die sich ihre Vorbands persönlich aussuchen, hatten einen hervorragenden Job gemacht und sich für die Band „Clutch“ entschieden! Diese war ein absolutes Highlight und bekommen für meine Errettung 9 Punkte. Geile Gitarren, genialer Sound (trotz Sporthalle) und ein Hammer Sänger. Ich empfehle und wünsche viel Spaß beim Entdecken.  (Ghostwriter Tommes)

BEWERTUNG Volbeat: 7/10
BEWERTUNG Clutch: 9/10

www.myspace.com/volbeat
www.myspace.com/clutchband

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Konzerte

JENNIFER ROSTOCK – Capitol Mannheim

15.11.2011 / Der schärfste Knackpo der deutschen Rockszene!

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Nachdem die Batschkapp ausverkauft war, machte ich die Not zur Tugend und kaufte mich für die „Mit Haut und Haar“-Tour ins Capitol Mannheim ein. In der Stadt muss ich ja eh gerade arbeiten. Natürlich kaufte ich die beste Kategorie, ohne zu wissen, was das ist. Als die Karte mit dem Aufdruck „Empore“ kam, wusste ich es. Mist, ich sitz doch nicht!

Checke am Abend im Hotel „Memo“ ein, nur ca. 5 Minuten vom Capitol entfernt. Auf den 5 Minuten liegt sogar noch ein McD auf dem Weg, Abendessen also gesichert.

Vor dem Capitol war wenig los, lag wohl daran, dass die Vorband schon angefangen hatte zu spielen. Bei einer Kippe frage ich das Mädel an der Abendkasse, ob ich mit der Emporenkarte auch in den Innenraum könnte. Muss mal sich vorstellen, ich frage das! Nun ja, einmal aus Unkenntnis der Location (bin das erste Mal hier), zum anderen werde ich alt und frage nun aus Höflichkeit.

„Innenraum ausverkauft, das geht nicht“ ist ihre Antwort. Ich blicke auf das Schild „Karten Innenraum ausverkauft“ und sage „OK“.

Mmh, teuer ist nicht immer gut, sage ich mir, doch als ich im Capitol drin stehe, merke ich, dass das ne üble Finte war, denn der Zugang zum Innenraum wird nicht kontrolliert, nur der Aufgang zur Empore.

Das Capitol MA ist die kleine Schwester des Capitols OF und sehr nett. Man fühlt sich gleich wohl und die Bierschlange ist nicht lang.

Die Vorband „IKF“ – Ich kann fliegen (bescheuerter Name) spielt Deutschrock – ganz passabel.

Nutze meine teuere Karte und gehe vom Innenraum hoch auf die Empore. Cooler Blick von oben, nicht viel los auf den Rängen. Unten sieht es voll aus. Nun ja, bei „Innenraum ausverkauft“ irgendwie logisch.

Als IKF irgendwie kurz innehalten und dann mit etwas Sepultura-artiges loslegen bin ich schwer begeistert. War nur ne kleine Einlage, aber sehr nett! Erinnert mich an Madsen mit „Roots Bloody Rotos“ beim RaR (Gruß an Jürgen!). Wenn Deutschrockbands immer so ne Einlage spielen, bin ich bei JR mal gespannt.

Bei den letzten Klängen von IKF geh ich schnell noch mal eine rauchen und hole mir auf dem Weg nach Vorne in den Innenraum mein 2. Bier. Draußen hatte ich im Gespräch mit einem Szenegänger erfahren, dass der Innenraum zur Bühne hin abfällt, was für einen tollen Blick auch von hinten sorgt. Bin begeistert, denn ich dachte mein Blick wäre wegen den kleinen 16-Jährigen so gut. Das Publikum ist jung: 60% < 20 Jahre, 30% < 30 und 10% ich und ein paar andere Opas.

Schlängele mich am rechten Rand durch die Menge und bin begeistert, dass ich rechts dann fast direkt vor der Bühne stehe. Wie sich im Laufe des Abends zeigen sollte, die absolut richtige Wahl.

Das Licht geht aus, der Spot auf den Drummer an und es geht langsam los. Da ich nur ein paar Lieder von JR wirklich kenne lass ich das mal auf mich zukommen, bzw. Sie. Denn die volltätowierte Sängerin muss ich mir mal anschauen. Deswegen bin ich hier.

Nach und nach kommen Keyboarder, Bassist und Gittarist auf die Bühne, alle in schwarzen Kapuzenpullis – wie ich.

Dann kommt Jenni auf die Bühne und sie ist echt scharf! In Ihrem Catsuit kommt ihr Knackpopo gut zur Geltung. Sie trägt ein Tuch über dem Kopf und hat an den Händen Taschenlampen, zum Song „Meine bessere Hälfte“ rotieren diese. Die Stimmung wird immer besser, beim ersten lockeren Lied hole ich mir schnell mein 3. Bier. Wie in Offenbach kommt man gut aus der Menge zum Bierstand und in Windeseile wieder zurück. Als ich wieder vorne bin fallen mir die beiden jungen Mädels neben mir auf, die abwechselnd das ganze Konzert mit filmen. Hallo? Ist das alles? Wir sind auf einem Konzert, naja, die Youtube-Generation.

JR integriert mehr und mehr das Publikum. Jenni kann ja schon ganz schön rotzig sein und animiert Jungs und Mädels zu Oberkörper frei. 5 Mädels ziehen blank, die Jungs halten sich noch zurück. Vor dem Song „Du willst mir an die Wäsche“ wird ein verkleideter Kleiderständer auf die Bühne gebracht, der die Slips und BH´s der Konzertbesucher der vergangenen Konzerte  trägt. Nun wird wieder das Publikum animiert und ja, es fliegt ordentlich was auf die Bühne. Am Tag später kann sich die Unterwäscheabteilung von H+M wahrscheinlich über ein Umsatzplus freuen.

Die Menge geht immer weiter ab und auch ich habe – nicht nur bierbedingt – eine Menge Spaß.

Zur Mitte des Konzerts legt die Band eine Accoustiksession ein und läd dazu Fans auf die Bühne zu einem Bier ein. Nette Geste. Ich hole mir schnell noch mein 4. Bier für das Finale. Als ich wieder drin stehe, ziehe ich ein erstes Fazit: JR hören sich für mich an wie eine Mischung aus den Toten Hosen, Sisters of Mercy und Nina Hagen. Prima Livequalitäten hat die Band, diese hängt jedoch zu 100% von der Sängerin ab. Wie die abgeht und zwischendurch losplappert kann ich mir die Sängerin in einem Yogakurs nicht vorstellen.

Ein Fanmädel darf im Anschluss der Accoustiksession zu „Der Kapitän“ mit Mütze und ner Pulle „Jenni-Sekt“ auf einem aufgeblasenen Riesengummireifen durch die Menge gleiten. Nun werden die Songs wieder schneller und härter. Beim Intro von der aktuellen Single „Ich kann nicht mehr“ steht die Sängerin dann mitten im Capitol und schmettert den Hit raus, die Fans bekommen die so ihre Tattoos hautnah zu sehen.

Vor dem Song „Feuer“ wird eine billige Kopie von Daniela Katzenberger auf die Bühne geholt, wegen ihrem „schönen Balkon“. Das Lied singt die Kopie nicht so mit wie von der Band erhofft und muss sich bissige Kommentare von der Sängerin im Anschluss anhören. Frau Weist nimmt wirklich kein Blatt vor den gepiercten Mund!

Danach ist Schluss nach ordentlichen 70 Minuten Deutsch-Indie-Pop-Rock. Doch zur Zugabe lässt sich die Band nicht lange bitten und haut mit Gastsänger „Nico“ von „War From a Harlots Mouth“ noch den härtesten Song des Abends „Es war nicht alles schlecht“ raus. Nun bin ich auch noch bedient worden und gehe zufrieden zurück ins Hotel. JR – gerne mal wieder – wenn Mucke und Popo so knackig bleiben! (Ghostwriter Tobi)

BEWERTUNG: 9/10

www.jennifer-rostock.de

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VOLBEAT – St.Jakobshalle, Basel

09.11.2011 / Mit Michael Poulsen gegen die Hochzeitsaufregung.

volbeat

Okay, ich weiß, dass es sich jetzt um den 3. Volbeat-Bericht kurz hintereinander handelt – dennoch möchte ich es nicht versäumen, meinen Senf dazu beizutragen. Erstmal ist es doch schon sensationell, dass Stefan, Tommes und ich alle in unterschiedlichen Location diese tolle Band betrachten und hören konnten. Für mich ging es Mittwochs mit Andrea, Atze und Alex im Gepäck nach Basel. Was direkt auffiel: scheinbar ist die Band in Deutschland um einiges erfolgreicher, als in der Schweiz. Überschüssige Tickets loswerden funktionierte nur schwerlich.

Die Vorband verpassten wir dadurch leider. Jetzt zu Volbeat. Ja, ich weiß, was Tommes exakt meint mit „ein und dasselbe Konzert abermals sehen“. Allerdings fand ich das überhaupt nicht schlimm, da ich eben genau aus diesem Grund dort hin wollte. Berlin war der Knaller (wahrscheinlich noch etwas besser als Basel, da die Bühne einfach nochmals größer war). Und um genau Volbeat (im besten Falle) wie damals in Berlin wieder zu erleben sind wir die 4 Stunden Fahrt angetreten. Sie haben uns nicht enttäuscht, auch wenn es ungewohnt (aber auch angenehm) luftig im Publikum war. Ich würde jederzeit wieder hinfahren, da sie ihre Show einwandfrei durchrocken. Vielleicht ist diese Konstante auch etwas Positives, so wie man sich bei Jimmy Eat World darauf freut, dass nicht gequatscht wird.

Davon abgesehen war es ein sehr freudiger Abend, da Andrea und Alex 2 Tage vor ihrer Hochzeit standen.

BEWERTUNG: 8/10

www.myspace.com/volbeat

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Konzerte

LONG DISTANCE CALLING – Räucherkammer Wiesbaden

02.11.2011 / 2 Fliegen, eine Klappe.

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Jedem ist sicher schon mal was Dummes passiert. Mit das Dümmste was mir mal passiert ist, geschah an einem Sonntag im Dezember. Ich lag gegen 22.30 Uhr im Bett und träumte schon langsam vor mich hin, bis ein seltsames Gefühl in meinem Hirn mir sagte, dass ich etwas Wichtiges vergessen habe… Zur selben Zeit stand Lemmy Kilmister in Wiesbaden auf der Bühne, um die zweite Flasche Jacky zu öffnen und Ace of Spades anzustimmen. Die Karten, um ein Teil dieser kopfschwingenden Menge sein zu dürfen, hingen an meinem Kühlschrank.

Was hat das mit Long Distance Calling zu tun? Henning und ich sind bekennende Badesalz Hörer. Also kaufte ich Anfang des Jahres 2 Karten für die Vorstellung im Capitol Offenbach. Gut einen Monat später freute ich mich über die Nachricht, dass Long Distance Calling (LDC) in der Räucherkammer spielen werden. Auch dafür hatte ich Karten. Das diese beiden Events an einem Tag sein sollten, konnte nur derjenige ahnen, der einen Blick auf die Karten werfen sollte. Danke Rahel.

Wir entschieden uns nach Offenbach zu fahren, da es weit aus schwieriger ist Karten für das hessische Duo zu bekommen, als für Long Distance Calling. Als ich nach der Show bemerkte, dass es erst 21.45 war, kam mir der Gedanke heute zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Wenn LDC nach Standart European Concert Time angefangen haben sollten, würden mich noch 40 Minuten Soundberge erwarten. Offenbach – Wiesbaden in Rekordzeit. Und ab in die Räucherkammer, in der mein Bruder schon auf mich wartete und begeistert von der Vorband „Pigeon Toe“ erzählte. Als ich die kleine Halle betrat, fing gerade das unheimlich, geniale „Black Paper Planes“ an. Alles richtig gemacht! Und es kam noch besser. Die Stimmung in der Räucherkammer war der komplette Wahnsinn. Die Gäste jubelten noch während der Songs, ließen ihre Köpfe hin und her wackeln und brachen nach den Songs dermaßen in Freudengeschrei aus, dass die Band sich ständig ungläubig anstarrten und sich bestimmt fragten, ob sie in der richtigen Stadt gelandet waren. Gegen 23.20 kam zum Abschluss noch der Song „Metulsky Curse Revisited“. Danach musste nichts mehr gesagt werden.

Wer auf Postrock der feinen Art steht, sollte Long Distance Calling gesehen haben. Sie unterscheiden sich, in meinen Augen, von vielen anderen Bands dieses Genres. (Lemmy)

BEWERTUNG: 10/10

www.myspace.com/pigeontoeband
www.myspace.com/longdistancecalling