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KADAVAR – Das Bett Frankfurt

15.05.2013 / Kein Hokuspokus

kadavar

Heute Morgen müsste ich beim hören der neuen Kadavar Scheibe feststellen, dass die Anlage des V50 einen echt fetten Sound hat. Die funktioniert noch einwandfrei, was ich vom Rest der Karre nicht sagen kann. Dann stand ich auch noch im Stau und konnte somit das gestern Erlebte in aller Seelenruhe Revue passieren lassen.

Für mich standen zwei Premieren auf dem Programm: das erste Mal Kadavar live sehen/hören und das erste Mal die Location Das Bett live erleben. Und ich muss sagen, ich wurde von beiden in keinster Weise enttäuscht.

Ich steh ja total auf diesen 70s-Psychedelic-Stoner-Rock-Kram und da war klar, ich muss mir die Berliner Krautrocker unbedingt anschauen. Mit dem zweiten Album Abra Kadavar bestätigen sie ihr Können und setzen das fort, was sie auf ihrem ersten Longplayer so bemerkenswert angefangen haben. Sie klingen irgendwie vertraut, ohne dabei als ein Abklatsch dieser vermeintlichen Vorbildern, wie Black Sabbath, Pentagram oder Hawkwind, zu klingen. Es ist doch ihr eigener Sound, es ist Kadavar. Und diesen tragen sie in perfekt eingespielter Einheit vor. Man merkte schnell, dass sie schon so einige Konzerte zusammen gerockt haben. Kein Schnickschnack, kein Hokuspokus, alles echt und authentisch.

Es passt bei Wolf (Gesang und Gitarre), Mammut (Bass) und Tiger (Drums) einfach alles: der Sound und die Optik. Ich glaube, die haben ihre Haare und Bärte schon von Geburt an wachsen lassen – erinnert sehr stark an die besten Haar-Zeiten von ZZ Top.

Nach 70 Minuten war die kleine Zeitreise leider schon vorbei. Ohne Zugabe verabschiedeten sich die Herren, was auch völlig okay war, denn noch ne halbe Stunde länger und wir wären wohl alle auf einem Trip namens Kadavar hängen geblieben. Ach, da spielte ja auch noch eine Vorgruppe, Spirits Of The Dead, aus Norwegen.

Bei einem Gespräch von zwei älterer Rockern, schnappte ich vor dem Konzert folgende Sätze auf: „Weißt Du, was jetzt noch viel geiler wäre? Wenn ich Zuhause auf meinem Sofa sitzen würde, mit ’nem Bier und ’ner Tüte in der Hand und Kadavar würde direkt vor meiner Nase im Wohnzimmer abrocken.“ Ja, und so ähnlich war es ja auch hier, im Das Bett.

BEWERTUNG: 10/10

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DANKO JONES – Schlachthof Wiesbaden

02.05.2013 / Alte Bekannte

dankojones_2013

Muss man noch irgendwas über den Kerl schreiben? Sicher nicht. Gefühlt sehe ich ihn jedes Jahr, entweder auf einer Hallen-Tour oder einer seiner Open-Air Auftritte. Und sicher ist etwas Routine bei ihm und bei mir eingetreten. Aber es ist eine sehr spaßige Routine. Ohne ihn würde etwas in Wiesbaden fehlen. Aber dazu später mehr.

Diesmal war es ein Geschenk an Henning, dass uns in den Schlachthof trieb. Zuerst zögerlich von hinten betrachtend wollten wir mal schauen, ob der alte Mann ES noch kann. Aber schon beim dritten Lied „Sticky Situation“ standen wir ein ganzes Stück näher am Rock. Aus der vorderen Reihe betrachtet ist er nicht älter geworden. Rocken kann er noch genauso. Nur seine Zunge zeigt er weniger. Nach „Play the Blues“ und „Lovercall“ hatte ich schon meinen 5. Halswirbel verloren. Dann kamen ein paar neue Songs, denen es an alter Kraft fehlt. Doch mit „I Think Bad Thoughts“ und dem legendären „Mountain“ könnte man selbst die langweiligste Show der Welt zum Schwitzen bringen. Gefehlt hat mir definitiv „My Time is now“.

Er hat dem Publikum auch endlich mal erklärt, warum Wiesbaden (gefühlt) jedes Jahr auf seiner Tour liegt. Der Onkel des Bassisten wohnt in Wiesbaden. Den Abstecher lassen sie sich also nicht nehmen.

Auf dem Hurricane sehen wir uns wieder.

BEWERTUNG: 8/10

www.dankojones.com

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Platten News – VENTURA

BAND: ventura1
Ventura

ALBUM TITEL:
Ultima Necat

STIL:
Noiserock, Grunge, Postrock

KLINGT WIE:
Navel

DIE BESTEN SONGS AUF DER PLATTE:
Nothing Else Mattered
Amputee
Little Wolf
Corinne

Danke Visions für diesen großartigen Plattentipp. Wie gut es ist einfach mal in Neues und Unbekanntes reinzuhören. Eine Ähnlichkeit mit anderen Bands zu finden war schwer, was aber nicht heißt, dass es einzigartig ist. Am ehesten haben sie mich an Navel erinnert, die ebenso wie Ventura aus der Schweiz stammen. Die Musik kommt sehr rau daher, die Gitarrenriffs drehen oft in eine Postrock Richtung ab. Die Mischung aus Gesang und Gitarren sind perfekt getroffen. Man kann nur hoffen, dass die Jungs den Weg über die Alpen zu uns schaffen.

www.vntr.net
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